An dieser Stelle mache ich Sie gerne auf aktuelle Medienberichte, auf Veranstaltungen sowie auf laufende Projekte aufmerksam:
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Der Tourismus in Tunesien ist 2011 nach der Revolution stark eingebrochen. Inzwischen hat sich die politische Lage im Land spürbar beruhigt. Deshalb wartet man im Land nun sehnlichst auf Gäste aus Europa (NZZ, 11.5.2011).
Tunesische Medien nach der Revolution
Die Medienschaffenden in Tunesien geniessen heute mehr Freiheiten als unter dem Regime von Ben Ali. Doch heute gibt es neue Einschränkungen und neue Tabus, vor allem bezüglich der Behandlung religiöser Themen (DRS 2 aktuell, 9.5.2012)
Tunesiens Regierung mit Startschwierigkeiten
Trotz einigen Fortschritten mehrt sich in Tunesien die Kritik an der von der islamistischen Partei Ennahda geführten Regierung (NZZaS, 5.5.2012).
Tunesien unter der islamistischen Partei Ennahda
Seit Oktober ist sie an der Macht, noch ist aber offen, in welche Richtung sie sich entwickeln wird: Eher in eine radikal-islamistische oder eine islamisch-demokratische Partei? (DRS 4, 2.5.2012).
Libyen – langsam wieder ein funktionierender Staat?
Libyen Ende April 2012: Zumindest Libyens Erdöl-Wirtschaft scheint sich zu erholen. Gibt es auch Fortschritte beim Aufbau staatlicher Organisationen? Flüchten immer noch Menschen aus Libyen, um ihr Glück in Europa zu suchen? (DRS1, „Rendez-vous, 24.4.2012).
Koranverteilungen in deutschen Städten
Kritik an den Absichten kommt bei ihnen nicht gut an: Salafisten verteilen Koran-Ausgaben in deutschen Städten – weil Allahs Wort die Wahrheit sei. Was sie wirklich wollen, verschleiern sie jedoch (FAZ, 14.4.2012).
Hunderte junger Männer aus Tunesien kamen in die Schweiz – in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ihre Chancen für Asyl stehen bei Null. Aufklärung tut Not, findet der tunesisch-schweizerische Doppelbürger Amor Ben Hamida (DRS 1, “Rendez-vous”, 11.4.2012)
Zäher Fortbestand frauenfeindlicher Traditionen in Marokko
Der tragische Selbstmord der Marokkanerin Amina Filali, die ihren Vergewaltiger heiraten musste, gibt in Marokko zu reden. Frauen-organisationen fordern eine Revision des Strafgesetzes, das den Vergewaltiger schont, wenn er sein Opfer heiratet (NZZ, 7.4.2012).
Libyen: Optimismus und Angst vor Waffen
Mitte Februar konnte Libyen den Jahrestag des Ausbruchs der Revolution feiern. Doch die Herausforderungen sind gewaltig: Viele Gefahren lauern auf dem Weg zu einer neuen, demokratischen Gesellschaft. Dennoch ist die Stimmung in Libyen erstaunlich optimistisch (“Kontext”, DRS2, 5.4.2012).
Jenseits der Autorität der Religion und der Herrschaft der Familienclans
Der libanesische Analyst und Meinungsmacher Hazem Saghieh zählt zu den wichtigsten liberalen Stimmen in der arabischen Welt. In seinem soeben erschienenen Buch analysiert er die Gründe für das bisherige Scheitern einer demokratischen Modernisierung in der arabischen Welt (Qantara.de, 5.4.2012).
Als Marokko einen Schirmherrn erhielt
Vor genau 100 Jahren zwangen die Franzosen den marokkanischen Sultan, einen so genannten Protektoratsvertrag zu unterzeichnen. Es war der Beginn einer bloss 44 Jahre dauernden Herrschaft, die das Land dennoch entscheidend geprägt hat (NZZ, 30.3.2012).
Marokko: Fall Amina Al Filali bewegt die ganze Welt
Die 16-jährige Marokkanerin Amina Al Filali hat sich mit Rattengift das Leben genommen. Die junge Frau wurde von einem Mann vergewaltigt und musste sie ihren Peiniger heiraten, damit die Ehre wiederhergestellt ist (DRS2 aktuell, 29.3.2012).
In Benghasi begann der Aufstand gegen Machthaber Ghadhafi. Nun fordert die ölreiche Region im Osten weitgehende Autonomie. Das provoziert die Übergangsregierung. Zeigen sich im neuen Libyen bereits Zerfalls-Tendenzen? (DRS1, Echo der Zeit, 7.3.2012).
Geist des blinden Gehorsams scheint vorbei
Seit Ghadhafis Tod müssen Land und Leute an allen Ecken und Enden irgendwie neu anfangen. Was das für die Schulen bedeutet, zeigt die Begegnung mit einem jungen libyschen Englisch-Lehrer (DRS1, Rendez-vous, 2.3.2012).
In Marokko sitzt der König noch fest im Sattel. Souad Ouadia und ihre Tochter Chaymae würden das gern ändern (NZZ, Folio, 6.2.2012).
Mit dem Umsturz in Tunesien begann der arabische Frühling. Längst nicht alle Hoffnungen der Revolutionäre haben sich erfüllt. Drei Aktivisten ziehen Bilanz (NZZ Folio, 6.2.2012).
Selbstverbrennung als Heldentat?
Am 18. Januar 2012 zünden sich drei junge marokkanische Akademiker an, einer von ihnen stirbt wenige Tage später an den Verletzungen. Doch anders als vor einem Jahr in Tunesien scheint es diesmal keinen zu interessieren (www.zenithonline.de,1.2.12).
Den Tunesiern schöne Augen gemacht
Das Erfolgsrezept des TV-Unternehmers und Populisten Hechmi Hamdi, der in Sidi Bouzid am meisten Stimmen gemacht hat (NZZ, 1.2.2012).
Dunkle Helfer des Ben Ali-Regimes suchen Schutz in der Schweiz
Unter den tunesischen Asylbewerbern befinden sich auch ehemalige Polizeispitzel und Kleinkriminelle (OnlineReports, 29.1.2012).
Eine gekürzte Fassung des obigen Artikels erschien in der NZZ am Sonntag.
Libyen: Proteste gegen den Übergangsrat
Der Machtkampf in Libyen geht weiter: Am Wochenende haben wütende Menschen gegen die Übergangsregierung protestiert. In der Stadt Benghazi stürmten sie den Sitz des Nationalen Übergangsrates. Daraufhin trat der stellvertretende Vorsitzende des Rates zurück (DRS 1, Heute Morgen, 23.1.2012).
Tariq Ramadans Sicht auf den Arabischen Frühling
Der Schweizer Staatsbürger Tariq Ramadan gibt sich als Vordenker eines europäischen Islam – und polarisiert seit Jahren. Gespräch über die Umwälzungen in Nordafrika und im arabischen Raum (DRS 1, Echo der Zeit, 20.1.2012).
The Niqab Debate in the Maghreb
Until recently, the black, full-body veil was unknown in the Maghreb, where it is now the subject of ongoing controversy. The niqab debate in Europe has put the topic back in the spotlight, as Beat Stauffer reports from Fes (4. Jan. 2011 NewAgeIslam.Com).
Verheerende liberale Gleichgültigkeit
Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen Fortschrittlichen Islam, nimmt Stellung zum Projekt eines Moscheebaus des Islamischen Zentralrats in Bern (TA, 23.1.2012).
Kurzer Arm der tunesischen Justiz
Viele Tunesier haben am 14. Januar 2012 an Feiern zum ersten Jahrestag der Vertreibung Ben Alis teilgenommen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der frühere Machthaber je hinter Gitter kommt, ist gering geblieben (NZZ, 16.1.2012).
In Tunesien macht sich Ernüchterung breit
Genau ein Jahr ist es her, dass Tunesiens damaliger Langzeit-Präsident Ben Ali das Land überstürzt verlassen musste. Doch inzwischen macht sich im Land Ernüchterung breit – die Revolution erfüllte die riesigen Erwartungen der Massen nicht. Mohamed Tlili, Historiker aus Jendouba, nimmt Stellung (“Echo der Zeit”, 15.1.2012).
«Arabischer Frühling»: Teuer bezahlte neue Freiheit
Vor einem Jahr forderte die arabische Demokratiebewegung ihr erstes prominentes Opfer: Der tunesische Präsident Ben Ali musste Hals über Kopf das Land verlassen. Viele der arbeitslosen und armen Demonstranten hofften auf wirtschaftliche Besserung nach dem politischen Machtwechsel. Diese Hoffnungen sind nicht in Erfüllung gegangen (DRS 2, 14.1.2012).
Tunesische Hoffnungen ein Jahr nach der Revolution
Vor einem Jahr begann in Tunesien der Aufstand, der sich 2011 auf die ganze arabische Welt ausweitete. Wie geht es den Menschen heute? Was ist die Bilanz der Revolution? Welche Hoffnungen für die Zukunft haben die Tunesierinnen und Tunesier? (DRS 2, 8.1.2012).
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Das Faustrecht der Tugendbündler
Seit Monaten machen sich in Tunesien salafistische Gruppierungen lautstark und teilweise gewalttätig bemerkbar. Obwohl zahlenmässig bescheiden, gelingt es ihnen zunehmend, ihre laizistischen Gegner einzuschüchtern und Institutionen lahmzulegen (NZZ, 4.1.2012).
Ernüchterung nach Tunesiens Jasmin-Revolution
In Tunesien befürchten Frauen und Kulturschaffende, die Wahlgewinnerin, die islamistische Ennahda-Partei, könnte das Rad der Zeit zurückdrehen und liberale Rechte einschränken. Gibt es Anzeichen dafür? (DRS, Echo der Zeit, 27.12.2011).
Salafisten behindern das tunesische Kulturleben
Zum Jahrestag der arabischen Revolution wollten Musiker in Tunesien ein Konzert geben. Doch eine kleine Gruppe von Salafisten haben die Musiker daran gehindert. Der Grund: ein solches Konzert sei «unislamisch» (DRS2 aktuell, 23.12.2011).
Der arabische Frühling zeigt wenig Wirkung in Tunesien
Heute vor einem Jahr übergoss sich der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi in der tunesischen Provinzstadt Sidi Bouzid mit Benzin und zündete sich an. Er war verzweifelt, weil er keine Perspektiven sah und die Erniedrigungen durch korrupte Beamte nicht ertragen konnte (DRS, Echo der Zeit, 17.12.2011)
Der Enthusiasmus ist am Geburtsort der arabischen Revolution längst verflogen
Ein Jahr nach der Selbsttötung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, der die arabische Demokratiebewegung ausgelöst hatte, herrscht in der Provinzstadt Sidi Bouzid Resignation und Pessimismus. Dennoch wird am Wochenende der Ausbruch der Revolution gefeiert (Aargauer Zeitung, 17.12.2011).
«Die Tunesier sind heute freier, trotzdem sind sie enttäuscht»
Sie gilt als Auslöser für den Arabischen Frühling: Die Verzweiflungstat des arbeitslosen Gemüsehändlers Mohammed Bouazizi. Vor rund einem Jahr am 17. Dezember 2010 zündete er sich selbst an, um gegen die Willkür der Behörden im Land zu protestieren. Niemand konnte damals ahnen, was dadurch in Bewegung geraten sollte (DRS 4 aktuell, 16.12.2011)
L’islam doit rester dans les mosquées
Gibt es tatsächlich einen “gemässigten Islamismus”, oder beinhaltet dieser Begriff einen fundamentalen Widerspruch? Eine Stellungnahme des marokkanischen Schriftstellers Tahar Ben Jelloun (Le Monde, 05.12.2011).
Zäher Kämpfer für die Menschenrechte
Moncef Marzouki war während langen Jahren einer der erbittertsten Gegner Ben Alis. Nun ist der Menschenrechtsaktivist zum neuen tunesischen Übergangspräsidenten ernannt worden (NZZ, 14.12.2011).
„Die meisten Marokkaner haben die Hoffnung auf eine Veränderung längst verloren“
Khalid Jamai ist einer profiliertesten Publizisten in Marokko. Er gilt als einer der besten Kenner der marokkanischen Innenpolitik. Seine Analyse der gegenwärtigen Lage ist eher düster; echte Veränderungen seien auch unter einem islamistischen Regierungschef nicht zu erwarten (NZZ, 2.12.2011).
Erdrutschsieg für gemässigte Islamisten in Marokko
Am Wochenende hat Marokko ein neues Parlament gewählt. Gewinner der Wahlen sind die gemässigten Islamisten von der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung. Zuvor waren bereits in Tunesien die gemässigten Islamisten siegreich (Drs4aktuell, 29.11.2011).
Königliche Scheinreform in Marokko
Der marokkanische König sitzt trotz arabischem Frühling fest im Sattel. Zwar stimmte er einer Verfassungsreform zu. Nun wird gewählt – aber viel ändern wird das nicht (DRS1, Echo der Zeit, 25.11.2011).
Libyen: Ernennung eines neuen Kabinetts verschoben
Die Zukunft Libyens bleibt ungewiss. Die Bildung einer neuen Übergangsregierung ist verschoben worden. Dafür wurden über das Wochenende die beiden meistgesuchten Männer gefasst: der Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam sowie der Geheimdienstchef des Ghadhafi-Regimes, Abdullah al-Senussi (Drs4 aktuell, 21.11.2011).
Al-Jazira sei dank: Kleine Mediengrossmacht Katar
Das Emirat Katar am Persischen Golf misst ungefähr den Viertel der Fläche der Schweiz. Aber der Zwergstaat ist eine Mediengrossmacht: Dem Herrscherhaus von Katar gehört der Fernsehsender al-Jazira, wohl die wichtigste Nachrichtenquelle der arabischen Welt (DRS2aktuell, 21.11.2011).
Der arabische Herbst
In Ländern wie Tunesien, Ägypten und Libyen wurden die alten Machthaber gestürzt – doch wie geht es in der Region jetzt weiter? Lassen sich Islam und Demokratie vereinbaren? Eine Diskussion mit der Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer und dem Buchautor Stefan Weidner (Deutschlandradio Kultur, 20.11.2011)
Seif al-Islam gab sich als Hirte aus
Details über die Festnahme von Seif al-Islam im Süden Libyens (Le Monde, 20.11.2011).
Seif al-Islam ist verhaftet worden
Der libysche “Kronprinz”, der sich in den vergangenen Monaten vom Reformer zum “Hardliner” gewandelt hatte, ist im Süden Libyens festgenommen worden (DRS, “Echo der Zeit”, 19.11.2011)
Warten auf grundlegende Verbesserungen
Die Lage der Christen in der Türkei bleibt trotz einigen Fortschritten problematisch. Seit einiger Zeit gibt es zwar ermutigende Anzeichen. Doch die Realisierung gestaltet sich schleppend (NZZ, 16.11.2011).
Neues Leben für alte Computer
In einem Pilotprojekt in der marokkanischen Metropole Casablanca reparieren Jugendliche ausser Betrieb genommene Computer. Eine Schweizer Stiftung unterstützt das Projekt (NZZ, 16.11.2011).
Die vergessenen Helden der Jasmin-Revolution
Die tunesische Revolution forderte gegen 300 Opfer und gegen 900 (Schwer-) Verletzte. Die meisten der Verletzten leben heute unter prekären Bedingungen. Die Angehörigen haben zwar eine einmalige Abfindung erhalten, doch diese reicht nie und nimmer, um die Pflegekosten zu bezahlen (Arte, 24.10.2011).
Ghadhafis Tod: Debatte um den Tyrannenmord
Muammar Ghadhafi ist tot und begraben. Weltweit wird dem Despoten kaum eine Träne nachgeweint. Ungeklärt sind immer noch die Umstände, die zu seinem Tod geführt haben: War es Lynchjustiz, eine Exekution oder ein «normaler Militäreinsatz»? (DRS2, “Kontext”, 28.10.2011).
Tunesien: Weshalb hapert’s mit der Stimmenauszählung?
Lange Warteschlangen vor den Wahllokalen, keine Gewalt und keine Manipulationsvorwürfe: Bei den Wahlen vom vergangenen Sonntag in Tunesien scheint alles glatt gelaufen zu sein. Doch noch immer ist kein offizielles Wahlergebnis bekannt. Weshalb ist noch kein Wahlergebnis da? (DRS4aktuell, 27.10.2011).
Erste demokratische Wahlen in Tunesien
Als der tunesische Diktator Ben Ali Anfang Jahr von seinem Volk gestürzt wurde, äusserte sich der libysche Machthaber Ghadhafi empört. So gehe man nicht mit einem so guten Herrscher um, rügte er die Tunesier. Monate später wurde auch Ghadhafi gestürzt, und gestern getötet (DRS1, 21.10.2011, “Tagesgespräch”).
Der langjährige Machthaber von Libyen und selbsternannte Revolutionsführer Muammar Ghadhafi ist tot – zwei Monate nachdem er die Macht in Tripolis verloren und spurlos verschwunden war. Offenbar kam er bei den Kämpfen um die Stadt Sirte ums Leben (SR DRS, Echo der Zeit, 20.10.2011).
Tunesien vor den Wahlen: Sicht eines Bloggers
Tunesien steht vor den ersten freien Wahlen. Im Vorfeld des Wahltags am 23. Oktober hat Korrespondent Beat Stauffer mit dem tunesischen Blogger Haythem El Mekki über die aktuelle Lage in Tunesien gesprochen (DRS2 aktuell, 20.10.2011).
Islamismus auf unideologisch-tunesische Art
Die islamistische Partei an-Nahda ist die Favoritin bei den tunesischen Wahlen vom 23. Oktober. Doch moderate Islamisten wie Abdelfattah Mourou tun im Wahlkampf ihr Bestes, um der Nahda Paroli zu bieten (NZZ, 20.10.2011).
Tunesien ist das Land, in dem die arabische Revolution ihren Anfang nahm. Und es geht vorwärts: Am gleichen Tag wie die Schweiz, am Sonntag, 23. Oktober, wählen die Tunesierinnen und Tunesier eine verfassungsgebende Versammlung. Was ist im Moment vom Wahlkampf in Tunesien zu spüren? (DRS 4 aktuell, 14.10.2011).
Sehnsucht nach göttlicher Ordnung
Die arabische Revolution gibt den Demokraten Auftrieb – aber auch den Islamisten. Diese fordern die Scharia als seligmachende Alternative. Folgt der demokratischen Aufbruchstimmung der islamistische Abbruchbetrieb, in dem Frauen ausgepeitscht werden? (Süddeutsche Zeitung, 2.10.2011)
Für ein säkulares und demokratisches Libyen
Ahmed Shebani, Gründer und Vorsitzender der „Demokratischen Partei Libyens“, erläutert im Gespräch mit Beat Stauffer seine kritische Haltung gegenüber Ministerpräsident Mahmud Dschibril und dem libyschen Übergangsrat (Qantara.de, 29.09.2011).
Rund ein Dutzend Neuerscheinungen widmen sich dem Phänomen des Arabischen Frühlings beziehungsweise der Arabischen Revolution. Ein Wegweiser durchs Dickicht (NZZaS, 25.9.2011).
Scharia als Rechtsgrundlage in Libyen?
In Libyen soll ein Rechtsstaat aufgebaut werden – das hat der Vorsitzende des libyschen Übergangsrates Anfang Woche bei seiner ersten öffentlichen Rede vor Anhängern in Tripolis versprochen. Ziel sei ein Staat mit der islamischen Rechtsprechung Scharia als wichtigste Quelle für Gesetze, so Mustafa Abdul Dschalil. Was ist von dieser Ankündigung zu halten? (DRS4news, 14.9.2011)
Libyen: Rechtsstaat auf der Basis der Scharia?
Laut Mustafa Abd al-Dschalil, dem Präsidenten des libyschen Übergangsrates, soll die Scharia soll die wichtigste Quelle für die Gesetzgebung sein. Was von seinem Ziel eines Rechtsstaates unter der Scharia zu halten ist (Süddeutsche,13.09.2011)
Der Diktator ist weg, sein Regime zerschlagen: Für die Libyerinnen und Libyer bricht eine neue Ära an. Doch die Vergangenheit ist noch immer präsent. Viele Menschen haben sich ihr ganzes Leben lang mit Ghaddafi identifiziert und ihn unterstützt (Kontext, DRS2, 12.9.2011).
«Die Nato hätte Ghadhafi sehr schnell erledigen sollen»
Der Preis für die Revolution in Libyen war sehr hoch, sagt Taoufik Ouanes. Der Experte für Internationales Recht sieht die Islamisten im Vormarsch (Der Bund, 3.9.2011).
Die wachsende Macht der Islamisten
Seit Beginn des Aufstands in Libyen gewinnen muslimische Kämpfer an Einfluss, ein früherer Al-Qaida-Terrorist ist Militärchef in der Hauptstadt Tripolis. Moderate Kräfte treten bisher wenig in Erscheinung (TA, 3.9.2011).
Libyen: Annäherung an einen Alltag
Wo ist der alte Machthaber Ghadhafi? Ergeben sich seine letzten Getreuen? Diese Fragen dominieren derzeit die Schlagzeilen zu Libyen. Derweil versuchen die Menschen in Libyen, sich dem Alltag anzunähern (DRS3, 1.9.2011).
Freiheit ist das zentrale Stichwort
In Shakshuk, einem libyschen Dorf am Fuss der Nafusa-Berge, warten die Einwohner auf das definitive Ende des Regimes. Junge Männer aus dem Dorf haben bei der Erstürmung von Ghadhafis Hauptquartier Bab al-Aziziya in Tripolis mitgewirkt (NZZ, 30.8.2011).
«Libyens Männer sind stolz, aber auch beunruhigt.»
Wie sieht es im Westen Libyens ausserhalb von Tripolis aus? Unser Berichterstatter hat in einem Dorf mit Einheimischen über ihren Kampf gegen Ghadhafi gesprochen (DRS 1, Rendez-vous, 29.8.2011)
Augenschein an tunesisch-libyscher Grenze
Die Kämpfe in der libyschen Hauptstadt Tripolis gehen weiter. Und auch die Lage in der Küstenregion bis zur tunesischen Grenze bleibt angespannt. Der sicherste Weg über die Grenze von und nach Tunesien führt durchs Landesinnere. Ein Augenschein im tunesischen Grenzort Dehiba (DRS 4 News, 27.8.2011)
Verworrene Lage in Libyen (Interview, DRS4news, 23.8.2011)
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Islamistische Rebellen in Libyen
Es ist immer noch unklar, wo sich Ghadhafi aufhalten könnte: im Bunker unter seiner Festung in Tripolis, in seiner Geburtsstadt Sirte oder in der Wüste? Und: Wieviel Rückhalt hat der Diktator noch? (DRS1, Rendez-vous, 24.8.2011)
Welche Rolle spielen die Islamisten unter den Rebellen und innerhalb der libyschen Übergangsregierung? Ein interessanter Artikel von France 24 (12.8.2011)
Was genau geschah am Nachmittag des 14. Januar 2011? Wie gelang es, den Trabelsi-Clan festzunehmen und ein grösseres Blutbad in Tunis zu verhindern? Der Offizier, welche die Anti-Terror-Einheit befehligt hatte, bricht sein Schweigen (Nawaat.org, 9.8.2011)
Tunesiens Ernüchterung nach der Revolution
Vor gut sechs Monaten hat das tunesische Volk den Diktator Ben Ali aus dem Land verjagt. Einiges wurde seither erreicht – doch manche Errungenschaften der Revolution sind noch nicht gesichert. Viele sind enttäuscht über die kaum sichtbaren Fortschritte (DRS 2, Kontext, 4.8.2011).
Le fil de la démocratie et l’écheveau de la corruption en Tunisie
Die flächendeckende Korruption ist eines der Hauptprobleme, mit denen das postrevolutionäre Tunesien konfrontiert ist. Von entscheidender Bedeutung sei eine Mentalitätsänderung, sagt die Juristin Chema Ben Chaabene in einer Tribüne von “Jeune Afrique”. Hier ein Auszug: „L’essentiel est de changer les mentalités, de passer d’un schéma de perception négative associé à un esprit d’assistance et de passivité à une attitude positive, engagée et responsable.“ (3.8.2011).
Die postrevolutionäre Depression
Gut sechs Monate nach der Vertreibung Ben Alis ist die Stimmung in Tunesien von Ernüchterung geprägt. Zusammenstösse mit militanten Islamisten und der Kampf gegen Opportunisten und Wendehälse absorbieren viele Energien (NZZ, 29.7.2011).
Das stark vergletscherte Gebirgsmassiv des Monte Rosa lässt sich in einer mehrtägigen, anspruchsvollen Trekkingtour umkreisen – landschaftliche und kulinarische Highlights sind dabei inbegriffen (NZZ, 29.7.2011).
Die Lektionen des «Frühlings von Tunis»
In seinem Buch «Printemps de Tunis» beschreibt der franko-tunesische Autor Abdelwahab Meddeb seine persönlichen Eindrücke, Analysen und Reflexionen mit Blick auf die Revolte in Tunesien. Beat Stauffer hat mit Meddeb über sein Buch und über Hintergründe der arabischen Demokratiebewegung gesprochen (NZZ, 2.7.2011).
Die Sicherheitslage in Tunesien hat sich in den vergangenen Wochen verbessert. Doch Proteste, Streiks und Strassenblockaden lähmen das Land, und die Anhänger des alten Regimes haben aber ihren Traum von einer Gegenrevolution noch nicht aufgegeben (NZZonline, 28.6.2011).
Schnell gefälltes Urteil in Tunis
Ein tunesisches Gericht hat am Montag Ben Ali und dessen Frau zu 35 Jahren Haft und einer millionenschweren Busse verurteilt. Ein so kurzer Prozess – ging es mit rechten Dingen zu? (DRS1, “Rendez-vous”, 21.6.2011).
Ben Ali in Abwesenheit zu 35 Jahren Haft verurteilt
Ein tunesisches Gericht hat den früheren Machthaber Zine El Abidine Ben Ali und dessen Frau in Abwesenheit zu je 35 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Dass er tatsächlich ins Gefängnis kommt, ist aber unwahrscheinlich. Ben Ali ist mit seiner Frau im Januar ins saudische Exil geflüchtet (FAZ, 21.6.2011).
Verflogene Euphorie in Tunesien?
Mit dem Wort «Jasminrevolution» umschreiben vor allem westliche Medien poetisch und romantisch die radikalen Umwälzungen, die Tunesien seit Dezember letzten Jahres erlebt hat. Nach dem Sturz des Diktatoren Ben Ali befindet sich das Land aktuell in einem Zwischenzustand. Wie sehen die Kulturschaffenden in Tunesien die gegenwärtige Lage? (DRS2 aktuell, 15.6.2011).
Tunesien: Verschiebung des Wahltermins
Die tunesische Regierung hat die Wahlen um drei Monate verschoben. Es sind die ersten seit dem Sturz von Präsident Ben Ali. Statt wie geplant im Juli soll die verfassungsgebende Versammlung neu am 23. Oktober gewählt werden (DRS 4 aktuell, 9.6.2011).
Die Armee, während der Revolution als Verbündete des Volks gefeiert, hat Demonstrantinnen zu “Jungfräulichkeitstests” gezwungen. Die Generäle sind sich keiner Schuld bewusst (Der Spiegel, 6.6.2011).
Videobotschaft einer Rebellengruppe aus der libyschen Stadt Jansour, erhalten von einem anonymen Überbringer in Zarzis, 1.6.2011
Eindrücke von der libysch-tunesischen Grenze
Seit dem Wochenende setzt die NATO im Kampf gegen Ghadhafis Truppen Kampfhelikopter ein und britische Kampfjets haben erneut Ziele in und um Tripolis angegriffen. Gleichzeitig verlassen nach wie vor Menschen das Land Richtung Tunesien (DRS 4 aktuell, 6.6.2011).
Das libysche Regime kommt in Bedrängnis. In einem Vorort von Tripolis wollen junge Männer zu den Waffen greifen. Sie berichten über die enormen Versorgungsengpässe und über die Befindlichkeit der Menschen (NZZaS, 5.6.2011).
Was der König denke und wolle, müsse er seinen Untertanen – oder vielleicht eher: seinen Bürgern? – kommunizieren, fordert der Chefredaktor der marokkanischen Zeitung TelQuel in einem mutigen Editorial (28.5.2011).
Marokko und der arabische Frühling
Marokko erweist sich gegenüber den neuen sozialen Bewegungen als erstaunlich resistent. Zwar konnte die „Bewegung des 20. Februar“, welche sich für grundlegende Reformen in Marokko einsetzt, einen gewissen politischen Druck erzeugen. Doch eine landesweite Mobilisierung ist bis heute nicht gelungen.
Eine gekürzte Fassung dieses Artikels in der NZZ (26.5.2011) erschienen.
Tunesien vier Monate nach dem Sturz des Diktators
Vor rund vier Monaten ist der tunesische Diktator Ben Ali unter dem Druck der Strasse gestürzt worden. Die Lage im Land ist weiterhin angespannt und es kommt immer wieder zu Streiks und Protesten gegen die Übergangsregierung (Echo der Zeit, Radio DRS, 15.5.2011).
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Welche Auswirkung hat der Bürgerkrieg in Libyen auf die Kaida im Maghreb? Ist diese Organisation immer noch in der Lage, Anschläge durchzuführen? Welche Rolle spielt sie bei dem Attentat von Marrakesch? (DRS 4, 10.5.2011).
Ein Gespräch mit dem marokkanischen Politologen Mohamed Darif über das Attentat von Marrakesch, über das Profil des vermutlichen Täters und über die Rolle der “Kaida im islamischen Maghreb” (NZZ, 10.5.2011).
Die Hölle im libyschen Gefängnis
Das Massaker im Gefängnis Abu Salim stand am Anfang des Aufstands in Libyen. Der libysche Autor Hisham Matar erzählt. (Tages-Anzeiger, 27.4.2011).
Gaddafis Schergen setzen Vergewaltigungen als Waffe ein
Sie tun alles, um den Gegner zu demoralisieren: Soldaten des libyschen Machthabers Gaddafi sollen mit massiver sexueller Gewalt gezielt gegen Frauen vorgehen. Ein Arzt berichtet allein in der belagerten Stadt Bengasi von rund hundert Opfern (Der Spiegel, 17.4.2011).
Eine Reform nach König Mohammeds Gusto
In diesen Tagen hat die marokkanische Kommission, die König Mohammed VI. mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beauftragt hat, ihre Anhörungen abgeschlossen. Sie muss bis Anfang Juni ihre Reformvorschläge unterbreiten (NZZ, 16.4.2011).
Hier lesen Sie die ungekürzte Fassung.
In Nahost lassen sich Klientelismus, Arbeitslosigkeit und technologische Rückständigkeit nicht durch Proteste vertreiben. Vor allem fehlt es an Wissen (NZZ, 14.4.2011).
Der Traum vom europäischen Eldorado
Der tunesische Diktator Ben Ali ist vor fast drei Monaten vertrieben worden. Dennoch versuchen nun Tausende junger Tunesier via Lampedusa nach Europa zu gelangen. Wie ist dies zu erklären? Weshalb nehmen sie nicht die Gelegenheit wahr, sich am Aufbau ihres Landes zu beteiligen? Was könnte Europa in dieser Hinsicht tun? Ein Augenschein in der südtunesischen Stadt Zarzis (DRS 2, Kontext, 7.4.2011)
20 000 Emigranten sind in den letzten Wochen von Tunesien aus mit Booten losgefahren. Die meisten landeten in Lampedusa. Ein Augenschein in Zarzis, der Hochburg der klandestinen Emigration (NZZaS, 3.4.2011).
Die CIA hat Psychoanalytiker beauftragt damit, ein Persönlichkeitsprofil von Muammar al-Ghadhafi zu erstellen. Die USA erhoffen sich davon Aufschluss darüber, wie der Libyen-Krieg enden könnte (TA, 30.3.2011).
Flüchtling in Lampedusa ©Le Monde, 29.3.2011
Podiumsdiskussion über arabische Revolutionen
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten werden Regimes in der arabischen Welt vom Volk selbst gestürzt und Weichen gestellt, die neue Möglichkeiten einer politischen und gesellschaftlichen Umgestaltung eröffnen. Vier Wissenschaftlerinnen diskutieren Ursachen und Voraussetzungen, mögliche Chancen und Gefahren der gegen- wärtigen Entwicklung in Nordafrika und im Vorderen Orient (28. 3. 2011, 18:30 h, Universität Zürich)
«Jede Bombe stärkt Ghadhafi politisch»
Nordafrika-Kenner Luis Martinez kritisiert die internationale Militär-operation als ziellos. Ghadhafi räumt er grosse politische Überlebens-chancen ein. Er sei nicht so isoliert, wie es scheint (TA, 24.03.2011).
Tunesischer Alltag nach der Revolution
In der südtunesischen Stadt Zarzis nimmt ein «Revolutionsrat», der nach seinem eigenen Verständnis den Volkswillen repräsentiert, Einfluss auf das lokale politische Geschehen. Gewalttätige Abrechnungen sind bisher ausgeblieben (NZZ, 23.2.2011).
“Mittagsgespräch” zum Thema Libyen
Wie würde ein Libyen ohne Ghadhafi aussehe? Wer würde die Macht übernehmen? Was ist die politische Kultur eines Volkes, das jahrzehntelang indoktriniert wurde? (DRS 1, 21.3.2011).
Brennpunkt arabische Welt: Folgen für die Schweiz
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Die arabische Welt ist aus den Fugen geraten: In Tunesien, Ägypten, Jemen, Libyen und anderen Ländern erhebt sich das Volk und versucht, seine Potentaten, die seit Jahrzehnten an der Macht sind, zu vertreiben. Die westliche Welt unterstützt die Demokratiebewegungen.
Machthaber Ghadhafi von Uno-Resolution unbeeindruckt
Ghadhafis Truppen beschiessen die Stellungen der Regime-Gegner heftig. Zudem versuchen sie die Rebellengebiete mit eigenen Leuten von innen heraus wieder in den Griff zu bekommen (DRS 1, „Rendez-vous“, 18.3.2011).
Die letzten Tage von Bengasi (Der Spiegel, 17.3.2011).

Aus Libyen geflüchtete Migranten aus den Sahelstaaten im Auffanglager Choucha, 16.3.2011 ©Beat Stauffer
Ungeklärtes Schicksal der in Libyen verbliebenen Migranten
Rund 270 000 ausländische Arbeiter sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen über die Grenze nach Tunesien und Ägypten geflüchtet. Verlässliche Informationen über die Lage der in Libyen verbliebenen Migranten sind zurzeit nicht verfügbar (NZZ, 17.3.2011).
Ben Guerdane blickt bange nach Osten
Das tunesische Grenzstädtchen Ben Guerdane hat vom Handel und vor allem vom Schmuggel gelebt. Jetzt sind die Geschäfte mit den libyschen Nachbarn zum Stillstand gekommen (NZZ, 11.3.2011).
In der südtunesischen Stadt Zarzis blüht das Geschäft mit der Ausreise junger Migranten nach Europa. Die Behörden können oder wollen die Aktivitäten der Schlepperbanden nicht stoppen (NZZ, 11.3.2011).
Sawija von Ghadhafi-Truppen abgeriegelt
Eine Raffinerie ausserhalb Sawijas im Westen Libyens habe wegen der heftigen Kämpfe ihre Produktion einstellen müssen. Und: Es scheint, als versuche Ghadhafi zu verhindern, dass immer mehr Gastarbeiter Libyen verlassen (DRS 1, Rendez-vous, 9.3.2011)
Jähes Ende des Traums vom besseren Leben
Augenschein im Zeltlager Choucha an der tunesisch-libyschen Grenze (NZZ, 9.3.2011)
Unsicherheit und Ratlosigkeit in Tunesien
In Tunis fordern Jugendliche die Sicherheitskräfte heraus – eine Aufnahme vom Tunesien befindet sich in einer schwierigen Übergangsphase. Die Ernennung eines 84-jährigen Bourguiba-Vertrauten zum Premierminister dürfte das Land in dieser Lage kaum weiterbringen (NZZ.2.3.2011).
Mohamed Tlili, Historiker, El Kef ©Beat Stauffer
“Der Vergleich mit Hitler-Deutschland ist hilfreich”
Sein Vater wurde von Gaddafis Schergen verschleppt, er selbst musste ins Ausland fliehen: Der libysche Schriftsteller Hisham Matar über die Revolution, sein Verhältnis zu dem Diktator – und über Deutschland (Spiegel, 28.2.2011).
Ehemalige Kathedrale von Tripolis, heute Moschee ©Beat Stauffer
Die 42-jährige Herrschaft von Muammar al Ghadhafi hat auch das religiöse Leben in Libyen geprägt. Der Islam ist Staatsreligion, doch Imame und andere Religionsführer wurden überwacht und kontrolliert. Eine Einschätzung zu Religionen und Religionsfreiheit in Libyen (DRS 2, „Blickpunkt Religion“, 27.2.2011).
Prekäre Situation der Gastarbeiter in Libyen
Die Gastarbeiter Libyens verlassen das Land in Scharen – oder versuchen es zumindest. Viele Ägypter und andere Nordafrikaner sind auf dem Landweg geflohen. Asiaten, Europäer werden von ihren Regierungen evakuiert. Wieder andere – unter ihnen die oft illegal eingewanderten Schwarzafrikaner – sind quasi gefangen im Wüstenstaat (Echo der Zeit, 26.2.2011).
Die diebische Sippe des Landesvaters
Mitglieder des Ben-Ali-Clans waren in Tunesien die zentralen Figuren im Handel mit Raubkunst. Ihre Paläste schmückten sie mit römischen Marmorsäulen, Statuen und wertvollen arabischen Fayencen. Sie bedienten sich auch bei Museen und liessen Villen auf dem Perimeter des Unesco-Weltkulturerbes von Karthago errichten (NZZ, 26.2.2011).
Ghadhafi und die Fabeln von La Fontaine: Ein bemerkenswerter Text aus “Le Monde”, 26.2.2011.
Sondersendung zur Gewalteskalation in Libyen
Heute haben sich die Ereignisse in Libyen überschlagen. Hunderttausende Libyer wollen das Regime Gaddaffi stürzen. Der Diktator wehrt sich mit aller Härte. «10vor10» geht der Frage nach, wer genau der Mann ist, der es mit einer Mischung von bizarrem Personenkult und brutaler Unterdrückung geschafft hat, Libyen vier Jahrzehntelang im Griff zu haben (SF TV, 10vor10, 21.2.2011).
«Söldner einzusetzen, war ein kapitaler Fehler von Ghadhafi»
Das Volk rebelliert, Soldaten desertieren, Libyens Diktator Ghadhafi kämpft um die Macht – und verlässt sich laut Augenzeugen auf Söldner aus dem Ausland (DRS 3, 24.2.2011).
“Gaddafi hat den Überblick verloren”
(Südwestfunk, 22.2.2011)
Unübersichtliche und sehr schwierige Situation in Libyen
Die Situation in Libyen ist unübersichtlich. Die Demonstrationen weiten sich aus, offenbar ist es inzwischen auch in der Hauptstadt Tripolis zu Ausschreitungen gekommen. Inzwischen hat ein Sohn von Machthaber Ghaddafi zur Bevölkerung gesprochen und vor einem Bürgerkrieg gewarnt (DRS 1, Heute Morgen, 21.2.2011).
Tunesiens zwielichtige Flüchtlinge
Unter den 5000 Migranten, die von Tunesien nach Lampedusa flohen, sollen ehemalige Häftlinge und Kollaborateure des früheren Regimes sein. Die neue Regierung in Tunis stoppt jetzt den Flüchtlingsstrom (NZZ am Sonntag, 20. Februar 2011).
Algerien: Proteste gegen Regierung nehmen zu
Im Schatten der Ereignisse in Ägypten spitzen sich im autoritär regierten Algerien die Proteste gegen die Regierung zu. Am 12. Februar soll es in der Hauptstadt Algier zu einer von Regimegegnern geplanten Massendemonstration gegen das Regime von Präsident Abdelaziz Bouteflika kommen. Was fordern die Organisatoren der Demonstration? (DRS 4, 11.2.2011).
Tunesiens Tyrann ist weg, aber sein Apparat noch da
Nach dem gelungenen Umsturz steht Tunesien vor einem schwierigen Übergangsprozess. Doch es gibt auch die ersten, durchaus positiven Signale (NZZaS, 6.2.2011).
Welche Demokratie in den Maghreb-Ländern?
Die Demokratiebewegungen in Tunesien, Ägypten, Jordanien und in anderen arabischen Ländern sind vielfältig und noch ohne Konturen. Welche Gruppe gewinnt die Oberhand – das Militär, islamistische Kreise, oder doch die Fraktion der säkularen Mittelschicht? (DRS 2, Kontext, 4.2.2011)
Ist die Revolution in Tunesien abgeschlossen?
Vorbild der Proteste in Ägypten und im Jemen war die «Jasmin-Revolution» in Tunesien. Dort haben die friedlichen Proteste dazu geführt, dass Diktator Ben Ali Mitte Januar nach Saudi Arabien fliehen musste (Echo der Zeit, DRS 1, 3.2.2011)
Eine Schweigeminute für die Opfer des Aufstands
Über zwei Wochen nach der Vertreibung Ben Alis herrscht im Hinterland von Tunis eine gedämpfte Stimmung (NZZ, 3.2.2011).
Die Rückkehr der verbotenen islamistischen Partei Ennahda sorgt für Spekulationen innerhalb und ausserhalb des Landes (NZZ, 26.1.2011).
Aufbruch im Maghreb, Katzenjammer am Nil? Drei prominente Autoren der arabischen Welt berichten (Welt, 3.2.2011).
Sturm über Carthago – Chronik eines Umsturzes
23 Jahre lang regierte General Ben Ali Tunesien mit eiserner Hand. Dann genügte die Selbstverbrennung eines jungen Mannes zur Auslösung eines Volksaufstandes, der sein Regime innert vier Wochen hinweg fegte. Seither herrscht chaotische Aufbruchsstimmung im Lande der Carthager. Niemand weiss, wohin die Reise geht. Aber wieder einmal träumt Nordafrika von einer echten Demokratie (International”, DRS 1, 29.1.2011).
Die Rückkehr der verbotenen islamistischen Partei Ennahda sorgt für Spekulationen innerhalb und ausserhalb des Landes (NZZ, 26.1.2011).
Momentaufnahmen einer historischen Wende in der arabischen Welt (Basler Zeitung, 24.1.2011)
Held der tunesischen Revolution
Das Schicksal des 26-jährigen Mohammed Bouazizi, dessen Suizid den Umsturz im Land ausgelöst hat (NZZaS, 23.1.2011)
Unsicherheit in Tunesien
Eine Woche nach der überstürzten Flucht des langjährigen Herrschers Ben Ali bleibt die Lage angespannt. Ursula Hürzeler im Gespräch mit Maghreb-Mitarbeiter Beat Stauffer (Echo der Zeit, 22.1.2011).
Jasmine and Gun Smoke
(Qantara.de)
In Tunesien hat der Druck der Strasse ein selbstherrliches, arrogantes und korruptes Regime zu Fall gebracht. Meine Reportage, geschrieben in der Woche vor dem Aufbruch der Revolution und angepasst am Flughafen Genf am 15.1.11 (NZZ, 17.1.2011; Qantara.de).
Trotz neuer Übergangsregierung: Die Lage in Tunesien ist unsicher
Seit dem Flucht des Langzeit-Präsidenten Ben Ali aus Tunesien herrscht in dem nordafrikanischen Land ein Machtvakuum. Die Armee versucht, die Sicherheit zu gewährleisten, während Mitglieder der alten Präsidentengarde offenbar versuchen, Unruhe und Unsicherheit zu schüren (DRS 1, Echo der Zeit, 16.1.2011)
Erste Einschätzungen zum überraschenden Umsturz in Tunesien (SF TV, 10 vor 10, 15.1.2011).
Krawalle im Maghreb – was steckt dahinter?
Mitte Dezember sind in Tunesien erstmals Jugendliche auf die Strassen gegangen; seither haben sich die Proteste ausgeweitet. Die Regierung spricht von 21 Toten seit Beginn der Proteste; die Gewerkschaften von 50 allein seit letztem Wochenende. Warum sind die Jugendlichen in Tunesien so unzufrieden – und wie sieht es eigentlich in Algerien und Marokko aus?
(Drs 4 info, 12.1.2011).
Clandenken, fehlende Bildung und ein unsicherer Status
(NZZ, 7.1.2011)
Die Integration von somalischen Migranten in der Schweiz stösst auf viele Schwierigkeiten. Doch es gibt auch hoffnungsvolle Projekte (NZZ, 8.1.2011).
Das Ende der Staatszensur in Tunesien?
Ein tunesischer Blogger vertritt die Ansicht, die jüngsten Vorfälle hätten zur Folge, dass die Menschen in Tunesien endlich wagten über die Situation im Land zu sprechen (Le Monde, 11.1.2011).
Indessen weiten sich die Unruhen im Land aus. Das unabhängige, staatskritische Internetportal Kalima geht von 50 Opfern aus, welche die heftigen Unruhen vor allem in kleineren Provinzstädten gefordert haben sollen. Internationale Medien wie El Pais oder Le Monde berichten mittlerweile ebenfalls von zwei oder drei Dutzend Toten (10.1.2011).
Kopten dürsten nach Gerechtigkeit
Christliche Kopten gab es in Ägypten schon vor den Muslimen. Verfolgt und diskriminiert, dauert ihr Exodus bereits Jahrhunderte an. Jetzt scheint die Bedrohung ein neues Stadium erreicht zu haben: Gibt es noch Zukunft für das Christentum in Nordafrika? (DRS 2, 9.1.2011)
Unruhen in Tunesien und Algerien
Die Proteste junger Menschen in Tunesien und Algerien weiten sich aus. Bereits ist es zu hunderten von Verletzten und zu vermutlich über 20 Todesfällen gekommen. Dies meldeten am 9.1.2011 sowohl Le Monde wie auch die englische Ausgabe von Al Jazeera.
Keine nützlichen Idioten der Politik
Die Evangelikalen in den Vereinigten Staaten fallen aus europäischer Perspektive meist durch fanatischen Glaubenseifer auf. Doch sie haben sich in den letzten Jahren verändert. – Was ist neu an den «neuen Evangelikalen»? (NZZ, 27.12.2010)
Unter dem Motto „ Aus dem Schatten ans Licht“ veranstaltete der muslimische Jugendverband „Ummah“ zum ersten Mal einen Grossanlass, an dem gegen 1000 Menschen teilnahmen. Star des Abends war der umstrittene Islamwissenschafter Tarik Ramadan (18.12.2010).
Nordafrikas Palästinenser – Aufstand in der Westsahara
Vor 35 Jahren nutzte Marokko den Todeskampf des Diktators Franco zur Besetzung der letzten spanischen Kolonie Westsahara. Die dortige Beduinen-Bevölkerung wurde mehrheitlich vertrieben und fand in Flüchtlingslagern rund um die algerische Oase Tindouf Zuflucht. Dort fristet sie seither unter der Exil-Republik der Befreiungsfront Polisario ein elendes Dasein. Marokko besiedelte das besetzte Gebiet mit Zuwanderern aus dem eigenen Kernland. Die Sahrauis wurden zur Minderheit im eigenen Land und beginnen sich erst jetzt wieder gegen ihre Unterdrückung zu wehren. (DRS 2, 18.12.2010).
Der Film “Des hommes et des dieux” erzählt die Geschichte von sieben französischen Trappistenmönchen, leisen Propheten, die ein beeindruckendes Zeugnis von Glauben, Hoffnung und Liebe ablegten. Pater Franz-Xaver Hiestand und Beat Stauffer diskutieren im AKI, Zürich, über die historischen, politischen und religiösen Hintergründe der damaligen Ereignisse, über die Auswirkungen des Massakers bis heute sowie über die Möglichkeiten der interreligiösen Verständigung zwischen Muslimen und Christen in Algerien (Zürich, 21.12.2010).
Fair Trade hält auch in der Reisebranche Einzug
Seit Anfang November bieten zwei Schweizer Reiseveranstalter erstmals Fair-Trade-Reisen an, welche auf ihre Sozial- und Umweltverträglichkeit überprüft und mit einem Gütesiegel versehen wurden (NZZ, 19.11.2010).
Marokkos Mühen mit der Westsahara
Der marokkanische Politikwissenschafter und Journalist Omar Brouksy diagnostiziert ein Scheitern der Politik Marokkos in der Westsahara. Dem Malaise der jungen Generation könne mit der bisherigen Politik nicht begegnet werden (NZZ, 19.11.2010).
Islam – eine Herausforderung für die Schule?
An der Kantonalkonferenz der aargauischen Lehrerinnen und Lehrer steht die Frage, wie die Schule mit Kindern muslimischer Religion umgehen soll, im Mittelpunkt. Auf dem Podium: Jasmin El-Sonbati, Lilo Roost-Vischer, Hamit Duran, Beat Stauffer (Aarau, 18.11.2010).
Im Rahmen des “Tanger Trance” – Festivals im Museum Rietberg (Zürich) findet am 28. November 2010 eine Podiumsdiskussion über den Film “En attendant Pasolini” statt. Unter der Leitung von Victor Kocher (NZZ) diskutieren Beat Stauffer (Journalist), Irene von Alberti (Filmemacherin), Karim Debbagh (Filmproduzent) und Bettina Dennerlein (Islamwissenschaftlerin).
Wer verbirgt sich hinter der Graffiti-Ikone, die Schleier auf Pariser Werbeplakate malt? Aktivistin oder Spaß-Guerilla? Eine eigentümliche Begegnung in Paris (www.freitag.de, November 2010).
©freitag.de
Debatte über Tourismus in Marokko
Auf Einladung des TV-Senders Deutsche Welle (DW) und des marokkanischen Senders al-Maghribiya nahm ich in Agadir an einer Debatte über die Auswirkungen des Tourismus in Marokko teil (ausgestrahlt am 26.10.10).
Das Ende des marokkanischen Wochenmagazins «Nichane»
Vor kurzem ist das arabischsprachige Wochenmagazin “Nichane” (zu deutsch: direkt, unverblümt) durch einen von oben orchestrierten Inserateboykott zur Einstellung gezwungen worden. Ein herber Schlag gegen die Medienfreiheit in Marokko (DRS 2, 20.10.10).
Religionen sind das Opium der Völker
Die Werte des Grundgesetzes – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Stimmengleichheit, Religionsfreiheit – sind keine christlich-jüdischen, sondern Werte der Aufklärung und des Humanismus. Sie gehen zurück bis ins alte Athen, und sie wurden in der Französischen Revolution erkämpft – «oft genug gegen den Widerstand der Kirchen» (NZZ, 21.10.2010).
Nun stehen sie fest, die drei Zentren, an denen ab 2011 deutsche Imame ausgebildet werden: Die Unis Osnabrück, Münster und Tübingen werden die ersten Ausbildungsstätten für muslimische Prediger sein (Der Spiegel, 14.10.2010).
Wie viel Islam verträgt Deutschland? In der derzeitigen Debatte setzen manche Islamkritik mit Ausländerfeindlichkeit gleich. Doch nur ein offener, kritischer Realismus auf Seiten von Christen, Juden, Muslimen und der wachsenden Zahl von Agnostikern in Deutschland wird uns weiterbringen (FAZ, 16.10. 2010).
Was tun, wenn Migrantenkinder deutsche Mitschüler unterdrücken? Berliner Lehrer sind verzweifelt (Die Zeit, 8.10.2010).
Özil hui, Ali pfui – Welche Zuwanderer brauchen wir?
Eine solche Debatte über Migration (“hart, aber fair”) würde man sich auch in Schweizer Medien wünschen; ohne falsche Scheuklappen, ohne Denkverbote, aber mit Respekt gegenüber Miganten wie auch gegenüber den Anliegen der “Einheimischen” (ARD, 13.10.2010).
Im Rahmen des Projekts “Kulturcafé” von Radio DRS 2 beantwortet Beat Stauffer live die Fragen der Moderatorin Christina Caprez. Zusätzlich werden drei kleinere Reisereportagen aus Marokko ausgestrahlt (DRS 2, 26.9.2010).
Deutschlands Ghetto – ein Augenschein in Neukölln
Im Berliner Bezirk Neukölln haben sich laut Thilo Sarrazin muslimische Einwanderer von der Stadt abgekoppelt. Kann man hier erleben, wie sich Deutschland selber abschafft? Ein Besuch in der Parallelgesellschaft (NZZaS, 19.9.2010).
Die deutsch-türkische Autorin Nekla Kelek über die Grenzen individueller Freiheit im Islam (NZZ, 4.9.2010).
Deutschsprachige Kinder sind in Zürich erstmals in der Minderheit
In Zürich gibt es seit kurzem mehr fremdsprachige als Deutsch sprechende Kinder. Deren Schulerfolg ist sehr mässig. Der Ausländerbeirat nimmt Stellung (TA, 8.9.2010).
Glaubensgebot oder gesellschaftlicher Zwang?
Bürgerinitiativen in Marokko und Algerien fordern die Aufhebung des Fastenzwangs. Der soziale Druck, den Ramadan zu befolgen, ist stark, doch könnten die Initiativen dazu beitragen, eine Debatte über die zeitgemässe Umsetzung religiöser Gebote und die Verwirklichung individueller Freiheitsrechte anzustossen (NZZ, 3.9.2010)
Über Thilo Sarrazins Buch wurde zwar ausgiebig gestritten, doch das eigentliche Thema versank im Lärm. Bedeutsam ist das Ereignis aber dennoch (NZZ, 7.9.2010).
Necla Kelek zu Sarrazin-Thesen
Die türkischstämmige Soziologin Necla Kelek ist der Meinung, dass sich Thilo Sarrazin zwar im Ton vergreife, in der Sache aber richtig liege. Die bürgerlichen Parteien dürften das Thema nicht den Rechten überlassen (ZDF, 3.9.2010).
Thilo Sarrazin und der Krieg der Korrekten
Deutschland empört sich über den vorlauten ehemaligen SPD-Politiker Sarrazin. Dabei sollte es froh sein, dass es noch solch kritische Stimmen gibt (NZZ, 1.09.2010).
Neues Leben im alten Schlachthof
Ein kühnes Kulturprojekt in Casablanca erregt Aufsehen – doch seine Zukunft ist ungewiss (NZZ, 21.8.2010).
Der “Alte Schlachthof” in Casablanca ©BST
Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, befürwortet ein Kopftuchverbot an Schulen. Im Kommentar erklärt sie ihre Haltung (Tages-Anzeiger, 16.8.2010)
Kaida-Ideologe preist Selbstmordattentäter aus Bayern
In seiner neuesten Botschaft ruft Aiman al-Sawahiri, der Chefideologe der Kaida, die Türken auf, sich dem militanten Dschihad anzuschlies- sen. Als Vorbild soll unter anderem ein Deutsch-Türke dienen, der in Afghanistan vier Menschen tötete (Spiegel online, 15.8.2010).
Wie Max Göldi reingelegt wurde
Die Westschweizer Zeitung “Le Temps” berichtet, das Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) trage eine Mitverantwortung an der Verhaftung des ABB-Mitarbeiters Max Göldi in Libyen (Le Temps, 14.8.2010)
Langmütig gegenüber Dschihadisten
Mehr als ein Jahr musste vergehen, bis die Sicherheitsbehörden in Hamburg darauf reagierten, dass eine Gruppe aus der Taiba-Moschee ins pakistanisch-afghanische Grenzgebiet aufgebrochen war, um das Terroristenhandwerk zu erlernen. Ein Kommentar des FAZ-Redaktors Stefan Dietrich (FAZ, 11.8.2010).
Eine Milliarde für Wiedergutmachung
Seit einiger Zeit hat auch Südkorea ein diplomatisches Problem mit Libyen, das gewisse Parallelen zum Zwist mit der Schweiz aufweist. Laut einer südkoreanischen Zeitung verlangt Libyen Leistungen im Gegenwert von einer Milliarde Dollar, um Südkorea den Zugang zum libyschen Markt wieder zu öffnen (NZZ, 10.8.2010).
Misslungene Geiselbefreiung in der Sahara
Der marokkanische Kaida-Experte Mohamed Darif über die Hinter-gründe der fehlgeschlagenen Geiselbefreiung in Mali (NZZ, 4.8.2010).
Mohamed Darif, Casablanca ©BS, Basel
Der Maghreb und das Burka-Verbot
Ein grosser Teil der muslimischen Bevölkerung in Frankreich hat Wurzeln in den Ländern des Maghreb – vor allem in Algerien, aber auch in Tunesien und Marokko. Wie wird die Debatte ums Burka-Verbot dort wahrgenommen? Ein Gespräch mit Beat Stauffer (DRS 1, Echo der Zeit, 13.7.2010).
Der vorislamische Haik verschwindet – der wahhabitische Nikab kommt
Im Maghreb sind die bis anhin unbekannten schwarzen Ganzkörper-schleier Gegenstand einer anhaltenden Kontroverse. Neue Aufmerksamkeit erhält das Thema durch die in Europa geführte Burka-Debatte (NZZ, 13.7.2010).
Dieser Artikel über die so genannte Burka-Debatte im Maghreb wurde von der deutschen Internetplattform Qantara übernommen (21.7.2010)
Attacke des Islamischen Zentralrats gegen Beat Stauffer
Ein in der NZZ publizierter, kritischer Bericht über den KIOS-Präsidenten Farhad Afshar hat den Islamischen Zentralrat IZRS zu einer wüsten Attacke auf Beat Stauffer veranlasst. Er soll ein “Schreibsöldner” und “Zeilenschinder” sein, bar jeder Kompetenz. Das Elaborat sagt wohl mehr aus über die mentale Verfassung der IZRS-Aktivisten als über den Journalisten BS (IZRS-Webseite, 30.06.2010).
Düstere Menschenrechtslage in Libyen
Laut Amnesty International hat sich die Lage der Menschenrechte in Libyen kaum verbessert. Die Organisation wirft dem westlichen Ausland vor, diese Seite Libyens bewusst zu ignorieren (NZZ, 23.6.2010).
Der Schweizer Bundesrat ausser Rand und Band – Kommentar von René Zeller (NZZ, 21.6.2010).
Die libysche Wirtschaft bekommt den Streit mit der Schweiz zu spüren
Libyen sieht sich im Seilziehen mit der Schweiz als Sieger. Kenner erachten den Imageschaden für Libyen und die indirekten wirtschaftlichen Folgen des Konflikts aber als gewaltig (NZZaS, 20.6.2010).
Die Originalfassung dieses Textes:
„Ein Triumph für Ghadhafi, eine Katastrophe für Libyen“
Roland Zanotelli, Basel, Libyen-Investor ©BST
“Das wird Libyen längerfristig teuer zu stehen kommen”
Interview zu den Folgeschäden der Libyen-Krise (DRS 4, 17.6.2010)
Problematische Vertretung muslimischer Interessen im „Rat der Religionen“
Die „Koordination Islamischer Organisationen Schweiz“ KIOS hat Züge einer „Phantom-Organisation“ (NZZ, 17.6.2010)
Gerechtigkeit für Schweizer Muslime
Noch harzt der Muslim-Dialog. Partikularinteressen dominieren die Diskussion. Nun präsentiert die Föderation der islamischen Dachorganisationen der Schweiz (FIDS) ihre Anliegen und Wünsche. Ein interessanter Beitrag von Hisham Maizar, dem Präsidenten der FIDS (NZZ online, Blog, 8. Juni 2010).
Bedrohte Medienfreiheit im Maghreb
Die Machthaber der fünf Maghrebländer halten ihre nationalen Medien unter strenger Kontrolle. Allerdings – ausländische Fernsehsender wie al-Jazeera sowie Internetzeitungen, Diskussionsforen und Blogs sind weit schwieriger zu kontrollieren. Dennoch ist kaum zu erwarten, dass diese neuen Medien in absehbarer Zeit zu einem Aufbrechen der verkrusteten politischen Strukturen und zu einer echten Demokra-tisierung Nordafrikas beitragen werden (Schweizer Radio DRS 2, Kontext, 14.6.2010)
Tagung an der Pädagogischen Hochschule Rorschach (13.6.2010)
Referat von Beat Stauffer am “Forum für Zeitzeugen” in Aarau zum Thema Libyen (19.5.2010)
Optimistische Zukunftsszenarien für Libyen
Der in der Schweiz lebende libysche Oppositionelle Idriss Boufayed setzt auf eine neue Verfassung und freie Wahlen. Die Chancen seien gross, dass der Ghadhafi-Clan dabei ausgebootet werde. Boufayeds Optimismus wird von anderen Libyen-Kennern nicht geteilt (NZZ, 15.5.2010)
Das erste schwule Magazin Nordafrikas provoziert konservative Kreise (NZZ, 6. Mai 2010)
Oran, 10. April 2010: Die Familien der “Verschwundenen” – Opfer des bewaffneten Konflikts zwischen Islamisten und Sicherheitskräften – demonstrieren gegen das Vergessen (Bild zVg).
“Konvertiten sind oft radikal”
Der “Islamische Zentralrat” und seine Initianten: Ein Interview mit Beat Stauffer (Der Landbote, 19.4.2010)
«Wegelagerer Allahs – Al Kaidas Ableger im Sahel»
Das islamistische Terror-Netzwerkes Al Kaida hat in den vergangenen Jahren einen Ableger in der Sahara aufgebaut. Welche Bedeutung hat die “Kaida im islamischen Maghreb”? Der renommierte Islamismus-experte Mohamed Darif (Casablanca) in einer Sendung von Schweizer Radio DRS (17.4.2010, DRS 2, “International”)
Sie ist die Frau von IZRS-Mitbegründer Qasiim Illi – und seit Sonntag im Vorstand des Zentralrats als Vertreterin der muslimischen Frauen. Doch wer ist die Person hinter dem Schleier? (AZ Online, 15.4.2010)
«Man sollte Nicolas Blancho nicht unterschätzen»
Was ist von diesem jungen, rotbärtigen Mann aus Biel zu halten, der seit der Minarettabstimmung durch die Medien irrlichtert? Lehrer Alain Pichard über Konvertit Nicolas Blancho und seine Familie (Tages-Anzeiger, 7.4.2010)
Die Träume von Bruder Abdallah
Islamkennerin Saïda Keller-Messahli warnt vor dem islamischen Zentralrat. Die Gruppierung von Schweizer Konvertiten müsste verboten werden. Denn Gewalt sei Teil ihrer Ideologie (Tagesanzeiger Online, 13.4.2010) .
Nicolas Blancho ©Beat Stauffer
Der Dok-Film “Hinter dem Schleier” über Muslime in der Schweiz (SF TV, 1.4.2010) hat insbesondere in der Region Basel ein starkes Echo ausgelöst. Was ist von Muslimen zu halten, die in der Schweiz die Einführung der Scharia wünschen? Ein Kommentar von Peter Knechtli und Beat Stauffer(OnlineReports, 6.4.2010)
“Integration streng gläubiger Muslime ist schwierig”
Vanda Dürring im Gespräch mit Beat Stauffer (DRS 1, Regionaljournal Basel/Baselland, 6.4.2010)
Hannibal Gaddafis Bodyguards verprügeln Fotografen in Istanbul
Kommentar überflüssig. Bloss eine Frage: Ist Papa im Bild? (Quelle: AUA)
Ein tunesischer Unternehmer, der während Jahren mit einem Sohn des tunesischen Präsidenten Ben Ali Geschäfte betrieben hatte, bevor er in Ungnade fiel, wird in seiner Wohnung in Tripolis (Libyen) von einem offensichtlich gedungenen Mörder angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Darüber berichtet “Le Monde” in einer ganzseitigen Reportage. Vieles weist darauf hin, dass die Familie der Frau des tunesischen Präsidenten direkt in den Mordversuch verwickelt ist.
















