An dieser Stelle mache ich Sie gerne auf aktuelle Medienberichte, auf Veranstaltungen sowie auf laufende Projekte aufmerksam:

(Wichtiger Hinweis: Das Copyright für sämtliche auf dieser Webseite aufgeführten Inhalte liegt bei Beat Stauffer beziehungsweise bei den Medienunternehmen, mit denen Texte verlinkt sind.)

Ausweichroute Tunesien

Der Libyen-Deal hat die Einwanderung aus Nordafrika stark reduziert. Doch nun verdichten sich die Anzeichen, dass Tunesien gerade das neue Tor für illegale Einwanderung wird (Die Welt, 10.10.2017).

«Tunesien ist das neue Sprungbrett nach Europa»

Diesen Sommer haben Libyen und Italien mit einem Deal die illegale Migration übers Mittelmeer praktisch zum Erliegen gebracht. Doch jetzt kommen wieder Menschen. Nicht mehr aus Libyen, sondern aus dem Nachbarland Tunesien (Radio SRF, „Echo der Zeit“, 9.10.2017).

Screenshot Ben Guerdane TV

Hilfe mit schlimmen Folgen

Hilfswerke behaupten, dass ohne ihre Präsenz im Mittelmeer mehr Menschen ertrinken. Doch die Zahlen widerlegen das (Tagesanzeiger, 1.10.2017).

Der Islam-Kritiker, der sich auch mit Linken anlegt

Kacem El Ghazzali war Koranschüler und Marxist in Marokko, dann flüchtete er in die Schweiz. Nun gehört zu den profiliertesten Kritikern des Islam – und hat neue Gegner (NZZ, 29.9.2017).

«On va se faire exploser en Suisse!»

Une série de messages retrouvés sur le portable d’un jeune radicalisé d’Annemasse laisse à penser qu’un projet de double attentat à Lausanne et dans une église de Genève était à l’étude. L’homme est aujourd’hui incarcéré à Lyon (Le Temps, 22.9.2017).

Die Vertreibung aus dem Menschenhändler-Paradies

Die Schleusung von Migranten nach Europa war ein hochlukratives Business. Es machte skrupellose Männer zu reichen Provinzfürsten. Auch in der Stadt Zuwara. Nun aber ändert sich die Lage plötzlich (Die Welt, 14.9.2017).

Bewaffneter Kellner im Café “Delfin” in Zuwara ©Beat Stauffer/I.H

Und in Neukölln entstehen Banlieues wie in Paris

Geschlechtertrennung, Gebetsräume, Judenhass – an Schulen mit einem hohen Anteil an muslimischen Schülern spitzen sich interreligiöse Konflikte zu. Dem müssen sich Schulen stellen – und über neue Inhalte nachdenken (Die Welt, 13.09.2017).

“The Arab Autocracy Trap”

Sechs Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings habe sich die wirtschaftliche und politische Lebenssituation für die meisten Araber spürbar verschlechtert, stellt der frühere israelische Außenminister Shlomo Ben-Ami fest. Länder wie Ägypten, Saudi-Arabien und zum Teil Marokko steckten in einer “Autokratie-Falle”, die erneute revolutionäre Umwälzungen fast unausweichlich erscheinen lasse (Project Syndicate, 07.09.2017).

«Die Sozialhilfe zieht Jihadisten an»

Ihr Sozialhilfesystem mache die Schweiz zur idealen Basis für radikale Ex­tremisten. Das sagt Thomas Kessler, der die Islamistenszene kennt (TA, 8.9.2017).

Verdienen, solange das Geschäft noch läuft

Das Schleppergeschäft in Libyen geht dem Ende zu. Eine Reportage in der westlibyschen Stadt Zuwara (Sonntagszeitung, 3.9.2017).

Gremium mit Schlagseite

Die Migrationskommission soll politisch einseitig zusammengesetzt sein und einer Nichtregierungsorganisation gleichen. Der Präsident bestreitet die Vorwürfe heftig. Dennoch bleiben Fragen offen (NZZ, 29.8.2017).

Plötzlich ist es still auf dem Mittelmeer

Im Westen Libyens legten die meisten Flüchtlinge in Richtung Italien ab. Nun patrouilliert dort eine mysteriöse Bande – mit Folgen (Der Bund, 28.8.2017).

„Dann kommen die Rettungsboote, und alles ist gut“

In Libyen wird die Küste stärker überwacht. Deshalb weichen immer mehr Migranten nach Marokko aus. In der Hafenstadt Tanger bereiten sich Tausende auf die Überfahrt nach Europa vor – und sind optimistisch (Die Welt, 26.8.2017).

«Migrationsdruck im Maghreb ist weiterhin sehr stark»

Die Überfahrt von Marokko nach Spanien ist kürzer als von Libyen nach Italien. Ist sie deshalb weniger gefährlich? Und wird der Menschenschmuggel ähnlich wie in Libyen auch in Marokko von Schlepperbanden organisiert? (Radio SRF 1, „Rendez-vous“, 21.8.2017).

«Ein Anschlag gegen den dekadenten Westen»

Drei Männer, die im Zusammenhang mit dem Anschlag in Barcelona festgenommen wurden, sind Marokkaner. Marokko sei ein erstaunlich guter Nährboden für radikal-islamistische Bewegungen, sagt Maghreb-Spezialisten Beat Stauffer im Gespräch (Radio SRF, “Echo der Zeit”, 18.8.2017).

Die ungewollte Wirkung guter Taten

Ihre Motive sind ehrenhaft, doch Nichtregierungsorganisationen, die vor der libyschen Küste Migranten aus dem Meer retten, spielen den Schleppern in die Hände (Tages-Anzeiger, 16.8.2017).

Migrationsabkommen zwischen Libyen und Italien

Demonstration gegen das Schlepperwesen in Libyen

Zehntausende Migranten brechen von der westlibyschen Stadt Zuwara in Gummibooten auf nach Italien. Die Schlepper sind in kurzer Zeit sehr reich geworden. Doch nun gibt es offenen Widerstand gegen die Menschenhändler (Radio SRF, Echo der Zeit, 15.8.2017)

Demonstration gegen Milizen und Schlepper in Zuwara, Libyen © I.H. Tunis

«Skepsis gegenüber EU-Plänen ist berechtigt»

Die EU-Aussenminister beraten heute, wie das libysche Schlepperwesen eingedämmt werden kann. Es geht um die Aufrüstung der libyschen Küstenwache (SRF info, 17.7.2017).

«Wir müssen die Brücken nach Europa wieder aufbauen»

Weltoffenheit, Abschottung, Resignation: der algerische Schriftsteller Boualem Sansal über die Situation seines Landes (SRF Kultur online, 7. Juli 2017).

Alltag in der Kasbah von Algier © Beat Stauffer

Unbekannter Nachbar Algerien

Algerien, das grösste Land südlich des Mittelmeers, wird meist als verschlossen und abweisend wahrgenommen. Kontext hat Oran, die weltoffenste Stadt Algeriens besucht, mit jungen Universitätsabgängern gesprochen und den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal zu einem Gespräch getroffen (SRF 2, Kontext, 7.7.2017).

Herausgeputzte Innenstadt von Oran © Beat Stauffer

Einblicke in ein verschlossenes Land

Journalisten sind in Algerien nicht willkommen. Doch Maghreb-Experte Beat Stauffer konnte sich ein Bild vor Ort machen (SRF Kultur Online, 7.7.2017)

Proteste in Marokko

Seit acht Monaten wird in Marokko demonstriert. Gegen Korruption, für mehr Würde und Arbeit. In den letzten Tagen hat die Gewalt zugenommen. Die Proteste haben auch Auswirkungen auf Europa (SRF, Tagesschau, 2.7.2017).

Viele haben keine Hoffnung mehr

Hunderte junge Marokkaner sind in den letzten Wochen nach Spanien gelangt. Sie stammen meist aus dem Rif-Gebiet (SRF 4 New aktuell, 29.6.2017).

Foto: Spanische Küstenwache

Multikulti führt zu Abkapselung

Für den Soziologen Ruud Koopmans ist klar: Integration funktioniert über Assimilation, nicht über Multikulturalismus. Mit dieser Forderung hat sich der Niederländer nicht nur Freunde gemacht (NZZ, 27.6.2017).

Morddrohungen gegen Berliner Islam-Reformerin Seyran Ateş

Weil in der von ihr gegründeten Moschee gleichberechtigt Platz für alle Menschen sein soll, wird die Frauenrechtlerin angefeindet (Berliner Morgenpost, 20.6.2017).

Wo die wilden Oliven wachsen

Nach politischen Turbulenzen kommt Tunesien langsam wieder in ruhige Gewässer. Das Land braucht allerdings dringend private Initiativen. Ein Augenschein bei einem Olivenölunternehmer (NZZ, 16.6.2017).

Domaine de Segermes (Foto: Beat Stauffer)

Marokko setzt im Rif auf Repression

Im Norden von Marokko gibt es seit Monaten gewaltsame Unruhen, ausgelöst der durch den grausamen Tod eines Fischverkäufers im vergangenen Oktober. Aus der Empörung über seinen Tod entstand die Protestbewegung. Was macht die Menschen in der Rif-Region derart wütend? (SRF 1, Echo der Zeit, 15.5.2017).

Offene Grenzen sind ungerecht und gefährden Menschenleben

Die Zahl der nach Europa strebenden Flüchtlinge hat in den Staaten Nordafrikas seit Jahresbeginn deutlich zugenommen. Zugleich warnt Ärzte ohne Grenzen dringend davor, Menschen nach Libyen zurückzuschicken (Welt.de, 12.6.2017).

Mit harter Hand gegen Proteste im Rif

Die Verhaftung des Anführers der “Hirak”-Bewegung im Rif sowie Dutzender von Aktivisten hat zu einer Verschärfung der Lage im Norden Marokkos geführt (SRF 4, 9.6.2017).

Zwischen Schönreden und Panikmache

Wer von Afrikanern eine Reduktion der Geburtenzahl fordert, wird des Neokolonialismus verdächtigt oder in die rechte Ecke gestellt (Gastkommentarvon Toni Stadler, NZZ, 8.6.2017)

Wütende Anklage in der Moschee

Marokkos Behörden haben im Norden des Landes einen populären Berber-Aktivisten verhaftet. Damit drohen der Region neue Unruhen (NZZ, 31.5.2017).

Jugendliche Demonstranten in al-Hoceima, Marokko ©Le Desk

Zwischen Frust und Hoffnung

Journalisten haben in den meisten Fällen grosse Schwierigkeiten, ein Visum für Algerien zu erhalten. Umso interessanter es ist, den Alltag im Land beobachten zu können. Eindrücke vom Campus einer Universität in Oran (SRF 2, Kultur kompakt, 22.5.2017).

Universität Oran 2, Quartier Maraval, 14.5.17, Oran ©Beat Stauffer

Rettungsboot gerät mit libyscher Küstenwache aneinander

Vor der libyschen Küste schrammt ein Schiff der Küstenwache nur haarscharf an der deutschen „Sea Watch“ vorbei. Offenbar eine Warnung, die Rettung von rund 350 Flüchtlingen, den Behörden zu überlassen (Die Welt, 11.5. 2017).

Bange Blicke auf die zentrale Mittelmeerroute

Die zentrale Mittelmeerroute via Libyen und Süditalien ist zum wichtigsten Einfallstor für Flüchtlinge und Migranten nach Europa geworden. Angesichts der chaotischen Verhältnisse in Libyen ist in den kommenden Monaten mit hohen Flüchtlingszahlen zu rechnen. Europa und ist darauf kaum vorbereitet (SRF 2, Kontext, 9.5.2017).

Schleppernetzwerke und ihre Hintermänner

Schwimmwesten bitte selbst mitbringen! Wer sind die Menschen, die aus der Not von Flüchtlingen ein Geschäft machen? Auf Spurensuche am Einfallstor zu Europa (SRF info, 10.5.2017).

Pulverfass Tunesien: die Angst vor den Flüchtlingen

Im Süden Tunesiens bekommt man von den Flüchtlingen gerade wenig mit. Aber der stärkere Schutz der europäischen Aussengrenzen könnte die Flüchtlinge bald nach Tunesien führen (SRF info, 10.5.2017).

Alibaba und die 40 Schlauchboote

Kriminelle Schlepper machen in Libyen gute Geschäfte mit Flüchtlingen. Um ihre menschliche Ware nach Europa zu bringen, kaufen sie Boote online, per Mausklick (NZZaS, 29.4.2017).

Hilfswerk: Schweizer Wohltäter unter Beschuss

Ein Schweizer Verein sammelt für ein Kinderdorf in Marokko gegen eine Million Franken. Jetzt gibts heftige Kritik. Die Rede ist von Betrug und der Veruntreuung von Spenden (Beobachter, 28.4.2017).

Von den maghrebinischen Aufklärern lernen

Der langjährige Maghreb-Korrespondent und Filmemacher Samuel Schirmbeck diagnostiziert Denkverbote im Umgang mit dem Thema Islam und fordert eine produktive Islamkritik (NZZ, 19.4.2017).

Was Erdogans Sieg über die deutsche Integrationspolitik aussagt

Auch Erdogans (Alb-)Traumergebnis bei den Türken in Deutschland zeigt, wie schwer es ist, Migranten zu integrieren. Die in der Vergangenheit in der Ausländer- und Einwanderungspolitik gemachten Fehler darf Deutschland in der Flüchtlingskrise nicht wiederholen (FAZ, 19.4.2017).

Ausweisung in die Schweiz: Hani Ramadan wehrt sich juristisch

Hani Ramadan ist am Samstag aus Frankreich in die Schweiz ausgewiesen worden. Er will juristisch gegen das Aufenthaltsverbot vorgehen (Nordwestschweiz, 10.4.2017).

„Ein Moscheeregister ist notwendig“

Deutschland muss aus Sicht des Islamismusexperten Ahmad Mansour einen Weg finden, dem politischen Islam Einhalt zu gebieten. Er spricht sich für ein Islamgesetz aus (Stuttgarter Zeitung, 5.4.2017).

Die Weltformel zur Lösung der Flüchtlingskrise

Paul Collier war einer der härtesten Kritiker von Angela Merkels Flüchtlingspolitik. Heute berät er die Bundesregierung, um eine neue Zuspitzung zu vermeiden. Er fordert einen radikalen Systemwechsel (Die Welt, 4.4.2017).

Ein Schleier des Misstrauens in Norwegen

Der Islamische Rat Norwegens hat mit der Anstellung einer neuen Kommunikationsverantwortlichen in ein Wespennest gestochen. Die Frau besteht darauf, ihren Kopf vollständig zu verhüllen (Kolumne, NZZ, 31.3.2017).

Europa schlafwandelt in die nächste Flüchtlingskrise

Alle beklagen den Kontrollverlust des Jahres 2015. Aber bis heute hat niemand wirklich die Kontrolle. Europas Außengrenzen sind offen – und Angela Merkel lässt erneut wertvolle Zeit verstreichen (Die Welt, 23.3.2017).

Heillos zerstritten

Nach einem Jahr Amtszeit droht die libysche Einheitsregierung zu scheitern. Während ihre Minister versuchen, in der Hauptstadt die Ordnung aufrechtzuerhalten, macht ihnen die bewaffnete Opposition strategische Standorte streitig. Gleichzeitig tobt ein Stellvertreterkrieg mit der ostlibyschen Armee (Qantara.de, 17.3.2017).

Fragwürdiges Abkommen EU-Libyen

Migranten aus Afrika sollen gestoppt werden, bevor sie Europa erreichen. Um dies zu erreichen will Europa mit der libyschen Einheitsregierung zusammenarbeiten. Ein Plan, der Fragen aufwirft (SRF info, 20.3.2017).

Schwierige Migrationspartnerschaft Europa-Maghreb

In den kommenden Monaten werden wohl Tausende von abgewiesenen Asylbewerbern aus dem Maghreb in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Diese sind in ihrer Heimat nicht wirklich willkommen. Eine echte Migrationspartnerschaft zwischen Europa und dem Maghreb steckt erst in den Anfängen (SRF 2, Kontext, 10.3.2017).

Wenn der Traum vom besseren Leben platzt

Der Tunesier Lassad Rebai protestierte gegen Ben Ali. Die Revolution veränderte sein Leben dennoch nicht und er floh nach Europa. Doch was ihm hier widerfuhr, enttäuschte den 27-Jährigen sehr (SRF info, 9.3.2017)

Handelspolitik mit Migranten

In den vergangenen Tagen haben Hunderte von Migranten die Grenzzäune der spanischen Enklave Ceuta gestürmt. Das war wohl kein Zufall. Offenbar will Marokko damit die EU unter Druck setzen (NZZ, 20.2.2017).

Kommen bald Zehntausende Flüchtlinge aus Algerien?

Korruption, Unterdrückung, zu hohe Lebensmittelpreise – die Unzufriedenheit der algerischen Bevölkerung wächst. Wenn der seit Jahren kranke Präsident Bouteflika stirbt, könnte das Land ins Chaos stürzen (Die Welt, 21.2.2017).

Sturm auf Exklave Ceuta: Flüchtlinge als Druckmittel

Nach dem Ansturm auf die EU-Exklave Ceuta fordert Marokko mehr Anerkennung für seine Kooperation. Wie die aus Sicht von Rabat auszusehen hat, steht auch schon fest (FAZ, 17.2.2017).

Libyen-Plan der EU kaum umsetzbar

Um den Zustrom von Flüchtlingen aus Nordafrika zu begrenzen, setzt die EU auf eine engere Kooperation mit Libyen. Doch im politisch chaotischen Libyen fehlt der EU ein Ansprechpartner. So beschränkt sich ihr Libyen-Plan vor allem auf die Unterstützung der libyschen Küstenwache (SRF  TV, Tagesschau, 8.2.2017).

„Es sind Orte voller Gewalt“

Misshandlungen und Vergewaltigungen: Arjan Hehenkamp von Ärzte von Grenzen berichtet von grauenhaften Zuständen in libyschen Lagern (TAZ, 8.2.2017).


Drei Monate auf dem Schirm

Der Schlag gegen ein Netzwerk radikaler Islamisten zeigen, wie nahe die Gefahr eines Terroraktes auch weiterhin ist. Die Parallelen zum Fall Amri bleiben furchteinflößend (FAZ, 02.02.2017).

«Ein Migrationsabkommen mit Libyen ist nicht durchführbar»

Die EU will mit Libyen ein Migrationsabkommen abschliessen, um die Überfahrt von Migranten Richtung Europa zu erschweren. Am EU-Gipfel morgen Freitag ist das ein Thema. Doch ein solches Abkommen ist kaum umsetzbar (SRF 4, 4×4, 2.2.2017).


Reform des Islam-Unterrichts an marokkanischen Schulen

Mit einer Reform des Islamunterrichts an öffentlichen Schulen, aber auch mit dem Versuch einer „Dekonstruktion“ des jihadistischen Diskurses versucht Marokko der Radikalisierung der jungen Generation vorzubeugen (NZZ, 1.2.2017).

Mein Jahr mit dem Terror

Sind die Täter raffinierter als wir? Was man beim Teetrinken mit Dschihadisten darüber erfahren kann (Die Zeit, Yassin Musharbash, 16.1.2017).

Verwirrung um Gesichtsschleier-Verbot in Marokko

Ein muslimisches Land ohne Nikab, ohne Gesichtsschleier? Marokkos Regierung habe Schneider und Verkäufer von Textilien angewiesen, ab sofort die Herstellung von Nikabs und deren Verkauf zu unterlassen. Eine offizielle Mitteilung der Regierung gibt bisher noch keine. Was stimmt nun? (Radio SRF, Rendez-vous, 13.1.2017).

Der salafistische Prediger Abou Naim (Quelle: Le Desk.ma)

Starker Anstieg der Migrationsbereitschaft in Nordafrika

2017 werden Millionen Menschen ihre Heimatländer verlassen, um Arbeit zu suchen. Denn obwohl die globale Jobsituation gut ist, gibt es vor allem in Schwellenländern zu wenig Arbeit für junge Menschen (Die Welt, 17.1.2017).

Unterwegs mit mehreren Identitäten

Asylbewerber mit mehreren Identitäten können ein Sicherheitsproblem darstellen. Was wird zur Identifizierung von solchen Personen in der Schweiz unternommen? Eine Spurensuche (NZZ, 13.1.2017)

Migrant am Bahnhof Como (Symbolbild) © Beat Stauffer

Marokkos König geht an Schulen gegen Radikalisierung vor

Der marokkanische König möchte Inhalte vom Lehrplan streichen, die einem offenen und toleranten Verständnis des Islams widersprechen (SRF info, 8.1.2017).

Europa und die jihadistische Gefahr

Nach dem Attentat von Berlin stellen sich Fragen zur Sicherheit in Europa. Kontext befragte dazu den Jihadismus-Forscher Lorenzo Vidino. Weiter: Reportage aus der Stadt Fnidek, einer Hochburg von Jihadisten in Marokko sowie ein Projekt zur Prävention vor Radikalisierung an marokkanischen Schulen (9.1.2017, Radio SRF 2 Kultur).

Lorenzo Vidino (Foto zVg)

Terrornest an der EU-Aussengrenze

Marokko ist einer der grössten Exporteure von Jihadisten. Die meisten stammen aus dem Norden. Warum das so ist, zeigt ein Augenschein in der Provinzstadt Fnidek, einer Hochburg der Radikalisierung (NZZ, 30.12.2017).

Ras Louta, Fnidek, Marokko ©Beat Stauffer

Tunesiens Angst vor Jihad-Rückkehrern

Von 5’000 tunesischen Jihad-Kämpfern im Ausland sind offenbar bereits 800 wieder eingereist. Nun fordern die Menschen in Tunesien, Jihad-Reisenden die Rückkehr zu verwehren und ihnen die Staatsbürgerschaft abzuerkennen (SRF 1, “Echo der Zeit”, 30.12.2016).

Ein Chancenloser auf dem Weg der Radikalisierung

Die flüchtige Person, welche dringend verdächtigt wird, das Attentat von Berlin begangen zu haben, heisst Anis Amri. Er wurde im Süden Tunesiens geboren, wuchs aber im Hinterland in der Nähe von  Kairouan auf. Beide Regionen gelten als Hochburgen der Salafisten (Die Welt, 22.12.2016).

Vergewaltigung als Kavaliersdelikt

In Frankreich steht ein berühmter marokkanischer Sänger und Schauspieler im Verdacht, eine Frau vergewaltigt zu haben. Seine Fans rufen zu Solidaritätskundgebungen auf, und König Mohamed VI stellt dem Beschuldigten einen Staranwalt zur Seite. Wie ist dies zu erklären? (Radio SRF4, 2. 12.2016).

Aus dem Innern einer Sekte

Das Buch des deutschen Konvertiten Dominic Musa Schmitz gibt einen spannenden Einblick ins Milieu der radikalen Salafisten (NZZ, 18.11.2016).

Ein Leben für die Berberkultur

Bert Flint kommt mit 24 Jahren aus den Niederlanden erstmals nach Marokko, wo er ein zauberhaftes Hochzeitsfest erlebt, aber auch gewaltvolle politische Wirren. Er bleibt vor Ort und wird einer der profundesten Kenner des Landes (NZZ, 11.11.2016).


Sidi Dhrif, Tunesien, ehemaliger Palast des Erzbischofs von Karthago (©Beat Stauffer)

Der gute Mensch von Sidi Dhrif

Jean Fontaine kam 1956 als junger Novize nach Tunesien und doktorierte später an der päpstlichen Hochschule in Rom. Dennoch blieb er ein Leben lang als christlicher Ordensbruder im islamischen Maghreb (NZZ, 11.11.2016).

Eine Salafistin wird zur emanzipierten Frau

“Le Temps” beschreibt in einer eindrückliche Reportage die Befreiung von Henda Ayari, einer jungen Salafistin (Le Temps, 8.11.2016).

«Beim Koran, ich schlag dir die Fresse ein»

Wegen Terrorverdachts und Kontakten zum IS landete ein Minderjähriger in Haft. Die Geschichte einer Radikalisierung (Sonntagszeitung, 6.11.2016).

Subtil gepredigter Hass

In Basel und Genf sind ebenfalls Moscheen bekannt, in denen radikale Imame predigen. Doch es genüge nicht, sich auf einige Problem-Moscheen zu konzentrieren, meinen Kenner (NZZ, 7.11.2016).

Hassprediger, bitte melden!

Es wäre an den muslimischen Verbänden, Scharfmacher in Schweizer Moscheen aufzuspüren. Wieso tun sie es nicht? Eine Analyse (Basler Zeitung, 7.11.2016).


Tod in der Müllpresse wühlt Marokko auf

Nach dem Tod eines Fischhändlers in einer Müllpresse tickt in Marokko die soziale Zeitbombe wieder lauter. Tausende vor allem junge Menschen gingen aus Protest gegen die Behörden auf die Strasse. Grossflächige Aufstände wird das Volk vermutlich aber nicht wagen (1.11.2016, Schweizer Radio SRF).

Gute Prognosen für gemässigte islamistische Partei

Marokko wählt sein neues Parlament. Das Königreich gilt als relativ stabil. Seit fünf Jahren regiert die Islamistenpartei für «Gerechtigkeit und Entwicklung», kurz PJD, unter Premier Abdelilah Benkirane. Die Partei gilt als «gemässigt islamistisch». Ist Marokko wirklich so stabil und demokratisch? (Radio SRF, “Echo der Zeit”, 7.10.2016).

Die dritte Zerstörung Karthagos

Tunesien verfügt über ein ausserordentlich reiches kulturelles Erbe aus vorislamischer Zeit. Doch dieses ist durch Raubgrabungen, Schlamperei und Korruption bedroht (NZZ, 5.10.2016).

Dringend nötiger Kompromiss in der Flüchtlingspolitik

Wer es nach Europa schafft, der kann bleiben. Da weiss in Nordafrika jeder. Solange das nicht ändert, wird die Migration über das Mittelmeer weitergehen. Kommentar von Kader Tizeroual und Beat Stauffer (NZZaS, 2.10.2016).

Podium am Festival „L’Aube“

Podiumsgespräch nach der Vorführung des Films „DAECH, naissance d’un état terroriste“ von Jérôme Fritel. Teilnehmende: J. Rashidi (IZRS),  K. Tizeroual, Prof. M. Reinkowski (Uni Basel) P. H. Cunz: Leitung: Beat Stauffer. (9.10.2016, 16.30 h Basel)

Faysal-Moschee: Zwischen Verdacht und fehlenden Beweisen

Die Faysal-Moschee im Basler St. Johann-Quartier steht nach Medienberichten im Verdacht, ein Dreh- und Angelpunkt salafistischer Radikalisierung zu sein. Die Nachweise dafür fehlen bisher. Der Moschee-Verwalter wehrt sich: Er sieht seine Institution wie eine Kirche als offenes Gebetshaus ohne Eingangskontrolle (Onlinereports.ch, 29.9.2016).

Wie gefährlich ist Wesam A.?

Die Bundespolizei wollte den verurteilten IS-Unterstützer Wesam A., der in der Schweiz Asyl erhalten hatte, unverzüglich ausschaffen. Simonetta Sommarugas Topjuristen verhinderten dies (Tages-Anzeiger, 14.9.2016)

Algerien: Christ zu drei Jahren Haft verurteilt

Der zum Christentum konvertierte Algerier Slimane Bouhafs wird in zweiter Instanz zu 3 Jahren Haft verurteilt. Leider zeigt sich einmal mehr, dass Religions- und Gewissenfreiheit in den allermeisten islamischen Ländern inexistent sind – trotz der Ratifikation entsprechender internationaler Abkommen. Europa sollte laut und deutlich protestieren (Jeune Afrique, 6. 9.2016).

Das Kalkül der Menschenhändler geht auf

Vor Libyens Küste haben Retter eine Rekordzahl von Menschen aus nicht seetüchtigen Booten aufgenommen. Auch die Zahl der Toten im Mittelmeer erreicht eine neue Rekordmarke (NZZ, 30.8.2016).

«Alle müssen im öffentlichen Raum eine Identität haben»

Für Gottfried Locher, Präsident des Evangelischen Kirchenbundes und des Rates der Religionen, ist die Burka kein religiöses, sondern ein ideologisches Problem (Der Bund, 30.8.2016).

Bahnhof Como ©Beat Stauffer

Endstation Como?

Die europäische Flüchtlingskrise ist in der Schweiz angekommen. Seit die Balkanroute weitgehend geschlossen ist, versuchen Flüchtlinge vermehrt durch die Schweiz von Süden nach Norden zu reisen. Doch, dies gelingt nur wenigen. Derzeit sitzen viele Flüchtlinge an der Südgrenze in Como fest (Radio SRF 2 Kultur, „Kontext“, 31.8.2016).


Bikini contra Burkini

Im Maghreb hat die Zahl der verhüllt badenden Frauen stark zugenommen. Meist gibt es eine Koexistenz der unterschiedlichen Kleidungsstile. Doch der Druck von Islamisten wird stärker (NZZ, 30.8.2016).

«Dieser Islam gehört nicht zu Deutschland!»

Durch seine prononcierte Kritik an deutschen Moscheevereinen hat der Islamwissenschafter Abdel-Hakim Ourghi Staub aufgewirbelt. Gerade wer den Islam liebe, sagt er, müsse für seine Reform eintreten (NZZ, 25.8.2016).

Abdel-Hakim Ourghi © Beat Stauffer

Denkverbote statt Debatte

Das Land steckt mitten in der grössten Krise der Nachkriegszeit – und es herrscht Friedhofsruhe. Wer die Probleme beim Namen nennt, wird schnell in die rechte Ecke gestellt. Ein Stimmungsbericht (NZZ, 19.8.2016).

Sirte:Einnahme des IS-Hauptquartiers?

Sirte gilt als Hochburg der Terrormiliz IS in Libyen. Nun haben regierungstreue Milizen nach eigenen Angaben das Hauptquartier des IS in Sirte erobert (Radio SRF 4, 11.8.2016).

Ein Leben nach dem Jihad

Auf desillusionierte Jihad-Kämpfer hat in der Heimat niemand gewartet. Manchmal bleibt nichts anderes übrig, als die Kalaschnikow erneut in die Hand zu nehmen. Die Rückkehr ins zivile Leben ist schwierig (NZZ, 9.8.2016).

Wie sich die konservativen Islamverbände wegducken

Die größte Gefahr geht nach Ansicht des Freiburger Islamwissen- schaftlers Abdel-Hakim Ourghi nicht von polizeibekannten Salafisten aus, sondern von den konservativen muslimischen Dachverbänden. Sie seien noch „meilenweit“ von einem aufgeklärten Islam entfernt. Ourghi fordert drastische Maßnahmen (Cicero, 20.7.2016)

Verbreitete Ambivalenz, tödliches „Kippen“

Viele Migranten aus islamischen Ländern sind stark geprägt von einer religiös-konservativen und patriarchalischen Kultur und von den islamistischen Botschaften der arabischen TV-Sender. Sie wünschen sich alle materiellen Errungenschaften der westlichen Zivilisation, lehnen aber deren Werte und Voraussetzungen meist ab. Das führt zu gewaltigen Spannungen, welche viele nicht aushalten: Sie „kippen“ und suchen Halt in einer totalitären Ideologie (Aargauer Zeitung, 26.7.2016).

© Farhat Othman, Tunis

„Epheben“ im Paradies, Peitschenhiebe im Diesseits

Unzählige europäische Schwule glaubten einst im Maghreb ein Eldorado für gleichgeschlechtliche Liebe zu erblicken. In Nordafrika wurden homosexuelle Praktiken in der Vergangenheit tatsächlich in erstaunlichem Ausmass geduldet. Doch in den letzten Jahren haben sich die Freiräume verengt (NZZ, 25.7.2016).

Algerien: Unabhängige Stimmen unerwünscht

Kritische Zeitungen und Sender werden von den algerischen Behörden schikaniert. Ein Zeichen, dass das Ende des Bouteflika-Regimes naht – und die Nervosität steigt (NZZ, 23.7.2016)

Die «dritte Generation» von Jihadisten und ihre Strategie

Kontext befragt den Islamismus-Kenner Gilles Kepel zur Europa-Strategie des IS: Seit wann werden Ziele in westlichen Ländern angegriffen und warum? Kontext berichtet ausserdem in zwei Reportagen über Tunesien. Tunesien ist das Land, das weltweit am meisten junge Männer in den Jihad nach Syrien schickt. Und aus Tunesien stammt der Täter von Nizza (Radio SRF 2 Kultur, 18.7.2016).


Gebildet und wohlhabend: Die Dschihadisten der Mittelschicht

Was wir bisher über den Attentäter von Nizza wissen, entspricht dem klassischen Profil des «Verlierers», der sich von den radikalen Ideen des IS angezogen fühlt. Doch auch gut ausgebildete Jugendliche mit intakten Zukunftschancen ziehen in den Dschihad, wie Beispiele aus Tunesien zeigen (SRF info, 17.7.2016).

Jederzeit

Der Terroranschlag in Nizza zerstört die letzte Illusion. Zu allem entschlossene Attentäter können an jedem Ort zuschlagen. Ein Gegenmittel gibt es nicht (Kommentar der FAZ, 15.7.2016).

Macht und Misstrauen in Tripolis

Khalifa al-Ghwail ist Chef der nicht anerkannten Regierung von Tripolis. Im Gespräch erklärt er, warum Libyens Einheitsregierung für ihn keine Legitimität hat und er sich von der Uno betrogen fühlt (NZZ, 23.6.2016).

«Homophobie in muslimischen Ländern hat zugenommen»

Über die Motive des 29-jährigen Attentäters von Orlando wird weiter spekuliert. Sicher ist, dass der Muslim den Ort bewusst als Ziel für sein Attentat ausgesucht hatte. Er wollte Schwule und Lesben töten (Radio SRF 4 News, 16.6.2016).

Migration: Wir wissen, wie man’s macht

Ahmed Aboutaleb ist der erste muslimische Bürgermeister einer europäischen Grossstadt. Eine Podiumsdiskussion an der Universität Basel mit dem Politiker zum Thema „Migration als urbane Heraus- forderung und Chance“ blieb allerdings enttäuschend: Der Wille zu einer kritischen Debatte war nicht vorhanden (OnlineReports, 16.6.2016).

Doppelte Agenda

Die albanische Union in der Schweiz zeigt exemplarisch, dass sich Imame zum gemässigten Islam bekennen, tatsächlich aber einem reaktionären Glauben frönen (Michael Meier, Tages-Anzeiger, 7.6.2016).

Die vergessenen Flüchtlinge aus den Maghrebländern

Flüchtlinge suchen im Westen Zuflucht, wo sie hoffen, ein sichereres Leben führen zu können, auch wirtschaftlich sicherer. Im Zentrum stehen Menschen aus Syrien oder Afghanistan. Dabei geht vergessen, dass auch aus Tunesien, Algerien und Marokko viele, vor allem junge Menschen, weg wollen (Radio SRF 4 News, 25.5.2016).

Die EU verstärkt ihr Engagement in Libyen

Konkret geht es um den Aufbau der Küstenwache – so soll Schleppern das Geschäften erschwert und der Waffenschmuggel eingedämmt werden (Radio SRF 4 News, 24.5.2016).

Libysche Küstenwache in Misrata ©Beat Stauffer

Vollzugsnotstand bei den Maghrebinern

Rückführungen von abgewiesenen Asylbewerbern und Straftätern aus Nordafrika sind äusserst schwierig. Vollzugsfachleute erklären, warum (NZZ, 20.5.2016).

Von Islamisten, Stagiaires und Honigmelonen

Deutschland will die drei Maghrebländer zu «sicheren Herkunfts- staaten» erklären. Die Schweiz setzt trotz Rückschlägen weiterhin auf Migrationspartnerschaften (NZZ, 20.5.2016).

Schweizer Moscheen und ihre Verantwortung

Die grösste Schweizer Moschee in Genf sorgte in den letzten Monaten mehrmals für negative Schlagzeilen: Zwei jugendliche Moschee-besucher sollen in den Jihad gereist sein und die französische Polizei führte Hausdurchsuchungen bei zwei Imamen durch. Die Stellungnahme von Moschee-Direktor Beyari und das Gespräch mit einem Kenner muslimischer Gemeinschaften (SRF 1, “Echo der Zeit”, 27.4.2016).

“Die meisten Menschen wollen unbequeme Fakten nicht hören”

Sven Astheimer im Gespräch mit dem Migrationsforscher Ruud Koopmans über die Ursachen misslingender Integration von Menschen aus muslimisch geprägten Ländern (FAZ, 29.4.2016)

40 Jahre Stillstand und ein neuer Konflikt

Vierzig Jahre nach der Gründung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara und 25 Jahre nach Einsetzung der UNO-Mission für die Westsahara ist die Durchführung eines Referendums und die Errichtung eines unabhängigen Staates auf dem Gebiet der ehemaligen Kolonie Westafrika unwahrscheinlicher denn je. Zudem ist ein offener Konflikt zwischen Marokko und Ban Ki Moon ausgebrochen (NZZ, 20.4.2016).

Erste Bilanz des “Flüchtlingsabkommens”

Seit das Abkommen zwischen der EU und der Türkei in Kraft ist, sind die illegalen Ausreisen von Flüchtlingen in Richtung Griechenland signifikant zurückgegangen. Doch die legale Ausreise von syrischen Flüchtlingen nach Europa stockt. In der Türkei nehmen die Spannungen zu (SRF info, 19.4.2016).

Spuren des grossen Flüchtlingstrecks in der Bucht von Assos © Beat Stauffer

Wenn Menschen verschoben werden

Das Abkommen zwischen der EU und der Türkei zur Rücknahme von Flüchtlingen aus Syrien und anderen Ländern ist in Kraft. Zu tausenden sollen sie von den griechischen Inseln in die Türkei zurückverfrachtet werden – mit ungewissem Ausgang. Möglich, dass sie tatsächlich eines Tages nach Europa gelangen, möglich aber auch, dass sie irgendwo in einem Lager landen – genauso, wie lange vor ihnen die Palästinenser (SRF 2, Kontext, 20.4.2016).

Wie schnell kann Libyen zu einem verlässlichen Partner werden?

(SRF1 Heute Morgen 19.4.2016).

«Les autorités ne voulaient pas croire ce qu’il se passait à Molenbeek»

Die belgisch-marokkanische Journalistin Hind Fraihi hat vor zehn Jahren (!) im Quartier Molenbeek über islamistische Netzwerke recherchiert. Die Resultate ihrer Recherchen scheinen die belgischen Behörden nicht interessiert zu haben. Dabei ging es um radikalisierte Afghanistan-Rückkehrer und andere gewaltbereite Extremisten (Le Temps, 31.3.2016).

Nordafrika als Schutzwall gegen Migranten

Abgesehen von Libyen kontrollieren die Staaten Nordafrikas ihre Grenzen und stoppen so die Migration schon vor Europa. Diese Wächterfunktion nützt der EU, ist im Maghreb selbst allerdings umstritten (NZZ, 17.3.2016).

IS-Pläne in Tunesien gescheitert

Die Errichtung eines ersten islamistischen „Emirats“ in Tunesien ist gescheitert. Die Bevölkerung der Grenzstadt Ben Guerdane hat heftigen Widerstand geleistet. Doch die Bedrohungslage aufgrund von Schläferzellen bleibt in Tunesien unverändert hoch (Mittellandzeitung, 12.3.2016).

Der IS will auch Tunesien erobern

Es macht den Anschein, als versuche der «Islamische Staat», sein Einflussgebiet in Nordafrika auszuweiten. Zu Wochenbeginn haben islamistische Milizen die tunesisch-libysche Grenzstadt Ben Guerdan überfallen; mehr als 50 Personen sind beim Versuch, die Stadt zu erobern, ums Leben gekommen (Radio SRF, Echo der Zeit, 10.3.2016).


Die Lektionen von Idomeni

Europa steckt in einem gewaltigen Dilemma. Der Spagat zwischen machbaren Lösungen und humanitären Anliegen ist enorm. Die einzig vertretbare Strategie besteht darin, Flüchtlinge aus Syrien und anderen Kriegsgebieten konsequent von Armuts- und Wirtschafts-migranten zu trennen (Tages-Anzeiger, Politblog, 9.3.2016).

Tunesien: «Diese Revolution hat uns nichts gebracht»

Vor fünf Jahren fanden in vielen arabischen Ländern Aufstände statt. Sie stürzten die diktatorischen Regimes und weckten ungeheure Hoffnungen. Heute ist die Ernüchterung gross – sogar in Tunesien, dem einzigen Land, in dem die «Arabische Revolution» erfolgreich war (SRF info, 1.3.2016).

Verflogene Hoffnungen auf einen arabischen «Frühling»

Die Hoffnungen waren riesig, als es dem tunesischen Volk vor fünf Jahren gelang, auf gewaltlose Weise einen Regimewechsel zu erzwingen. Heute schwankt die Stimmung zwischen Resignation und Verzweiflung (SRF 2, Kontext, 1.3.2016).

Mohamed Tlili, El Kef, ©Beat Stauffer

Die “Hotspots” kühl beurteilen

Europa muss rasch handeln, um die Kontrolle über seine Aussengrenzen zurückzugewinnen und die Flüchtlingsströme einzudämmen. Dazu gibt es drei Möglichkeiten. Alle sind mit Nachteilen behaftet sind. Eine ideale Lösung gibt es nicht (Kommentar Aargauer Zeitung, 18.2.2016).

Les invisibles d’Algérie

Mehr als 100’000 klandestine Migranten sollen angeblich in Algerien leben.  – Eine hervorragende Bildreportage über das traurige Schicksal dieser “Subsahariens” in Le Monde (12.1.2016).

«Ein Militäreinsatz könnte Libyen derzeit weiter destabilisieren»

Vor fünf Jahren begann in Libyen die Revolution gegen das Gaddafi-Regime. Der arabische Frühling und die westlichen Luftangriffe hatten die damalige Diktatur zwar in die Knie gezwungen. Doch heute versinkt das Land im Chaos (Radio SRF 4 News, 17.2.2016).

„Ich sehe den inneren Frieden in unserem Land in Gefahr“

Der saarländische Innenminister und Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon, spricht im Interview über Massenmigration – und zeigt Verständnis für griechische Grenzschützer, die Flüchtlinge durchwinken (FAZ, 10.2.2016).

“Immer mehr rechtsextreme Gewalttäter”

Das Migazin berichtet über die jüngsten Zahlen zu rechtsextremistisch motivierter Gewalt in Deutschland. Demnach soll die Zahl der gewalt-tätigen Rechtsextremisten auf 11.500 angewachsen sein. Im ver-gangenen Jahr wurden 846 Gewaltdelikte gezählt (27.01.2016).

Zwei Wege für den Islam

Wer den integrierten Muslimen in Deutschland eine Stimme geben will, muss den Islam beim Namen nennen. Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum (FAZ, 23.1.2016).

Migrationspolitik auf dem Holzweg

Viele der Täter von Köln stammten aus Nordafrika. Seit langem können Maghrebstaaten ihre schwierigsten jungen Männer «exportieren», während Migranten, die den legalen Weg suchen, kaum Chancen haben (NZZ, 22.1.2016).

Von Douar Hicher nach Düsseldorf

Laut polizeilichen Untersuchungen existiert ein ausgedehntes Netz von maghrebinischen Kleinkriminellen in Düsseldorf. Viele stammen aus ärmlichen Vorstädten in Marokko (NZZ, 20.1.2016).


Junger Mann in der Medina von Fes. ©Beat Stauffer

Tunesien: Es war zu schön, um wahr zu sein

Die Hoffnungen waren gross, ja riesig, als die tunesische Revolution im Januar vor fünf Jahren den Autokraten Ben Ali aus dem Amt fegte. Doch diese Hoffnungen haben sich zerschlagen. Der tunesische Historiker und Publizist Mohamed Tlili hat die Ereignisse genau beobachtet. Er zieht heute eine vernichtende Bilanz (Radio SRF, Echo der Zeit, 17.1.2016)

Mohamed Tlili, El Kef, Februar 2011, ©Beat Stauffer

Fünf Jahre nach Ben Alis Flucht aus Tunesien

Vor genau fünf Jahren wurde in Tunesien Diktator Zine el-Abidine Ben Ali gestürzt. Der Journalist Beat Stauffer berichtet seit Jahren über das Land und ist eben aus Tunesien zurückgekehrt. Er ist Gast von Susanne Brunner (Radio SRF, “Tagesgespräch”, 14. 1. 2016).

“Rêvolution” in Tunesien. 3/ 2011 ©Beat Stauffer

Das Desaster war vorprogrammiert

Kommentar zu den Übergriffen auf junge Frauen in Köln und andren deutschen Städten (Aargauer Zeitung, 9.1.2016).

Kanzelredner für die Demokratie

Tunesien ist das einzige Land, in dem der Arabische Frühling Früchte trug; aber noch fehlt es an echtem demokratischem Geist. Eine Stiftung will Gegensteuer geben und dafür auch Imame gewinnen (NZZ, 9.1.2016).

Die giftige Saat der Wahhabiten

Saudiarabien bekämpft den «Islamischen Staat» und ist zugleich dessen geistiger Vater. Ohne die wahhabitische Staatsdoktrin des Königreichs würde es den IS nicht geben (Kommentar von Daniel Steinvorth, NZZ, 19.1 2016).

«Sexuelle Gewalt an Frauen ist Realität»

Nach den sexuellen Übergriffen in Köln sind laut Bundesinnenministerium über dreissig Verdächtige ausgemacht worden. Darunter seien neun Algerier und acht Marokkaner. In den nordafrikanischen Ländern schweigen Regierung und Medien über die Vorfälle in Köln (Radio SRF 4 News, 8.1.2016).

Eine Revolution hier, ein König dort

In Tunesien und in Marokko herrschen unterschiedliche Zustände, was die Sicherheit betrifft. Während Tunesien immer wieder von Anschlägen heimgesucht wird, bleibt Marokko weitgehend verschont. Das hängt mit der rigorosen Politik des marokkanischen König zusammen (Radio SRF 4 News, 30.12.2015).

Mohammed und Jesus feiern gemeinsam Geburtstag

Das gibts nur alle 500 Jahre: Mohammed und Jesus feiern gemeinsam Geburtstag – sozusagen. Dieses Jahr fällt das Geburtsdatum des Propheten Mohammed auf das gleiche Datum wie die Geburt Jesu: den 24. Dezember (Kultur kompakt, 23.12.2015, ab 18:00).

IS: Der Terror kommt mit erbeuteten Pässen nach Europa

Überall, wo die Terrormiliz IS ihre schwarze Flagge hisst, macht sie sich auf die Suche nach Pässen. Für westliche Sicherheitsbehörden ein Alptraum: Der Terror sickert so per Pass nach Europa (Welt am Sonntag, 20.12.15).

Regierung der nationalen Einheit für Libyen

Die zwei libyschen Regierungen haben in Marokko einen von der Uno vermittelten Friedensplan unterzeichnet. Allerdings scheint es nach wie vor Widerstand gegen das Abkommen zu geben. Libyen ist seit dem Sturz von Diktator Ghadhafi vor vier Jahren ein zerrissenes Land (Radio SRF, Echo der Zeit, 17.12.2015)

Konfliktparteien in Libyen einigen sich auf Friedensplan

Seit dem Sturz Muammar al-Gaddafis ist das Land gespalten. Es gibt zwei Parlamente mit getrennten Regierungen und mehrere Extremistengruppen. Unter der Leitung der UNO wurde nun ein Friedensplan ausgehandelt, der unter anderem eine Regierung der nationalen Einheit vorsieht (SRF TV, Tagesschau, 17.12.2015).

Zwischen Lesbos und Izmir: Auf dem Sprung nach Europa

Die türkische Ägäisküste ist das Haupteinfallstor für Flüchtlinge nach Europa. Mehr als eine halbe Million Menschen haben in den vergangenen Monaten auf diesem Weg Europa erreicht. Unzählige weitere sind auf dem Sprung. Die Türkei greift kaum ein (Mittellandzeitung, 17.12.2015).

Tunesien: Drei Jahre Gefängnis wegen Homosexualität

Eben erst hat das tunesische Quartett für den nationalen Dialog den diesjährigen Friedensnobelpreis überreicht bekommen. Dafür, dass sie in Tunesien die Grundlage für Toleranz, Recht und Demokratie gelegt haben. Doch Toleranz und Recht haben in Tunesien Grenzen (SRF 4 News aktuell, 15.12.2015).

Kopftuch bleibt ein patriarchales Symbol

In aller Regel haben verschleierte Frauen in ihren Religionsgemeinschaften auch nicht viel zu sagen. – Fundierter Kommentar von Michael Meier (Tages-Anzeiger, 13.12.2015)

In Libyen wächst die Bedrohung durch den «Islamischen Staat»

Zwei Regierungen, zwei Parlamente, zahlreiche bewaffnete Milizen: In Libyen herrscht seit dem Sturz von Diktator Ghadhafi das Chaos. Für den «Islamischen Staat» ist diese Situation attraktiv. Besonders jetzt, wo der Druck auf die Islamisten in Syrien und Irak zunimmt, suchen die Terrormilizen neue Rückzugs-und Ausdehnungsgebiete (Echo der Zeit, 8.12.2015).

Die Dame mit dem Turban

Im Alter von 75 Jahren ist die marokkanische Soziologin und Schriftstellerin Fatima Mernissi gestorben. Engagiert und charismatisch bereitete sie vielen arabischen Frauen ihrer Generation den Weg (NZZ, 1.12.2015).

Anschlag bedroht Tunesiens politisches System

In Tunis – mitten im Feierabendverkehr – explodierte ein Bus der Garde des tunesischen Präsidenten Essebsi. Dabei wurden mindestens zwölf Personen getötet. Nun ist die Rede von einem 13. Todesopfer – möglicherweise der Selbstmordattentäter. War der Attentäter gar ein Mitglied der Garde? (Radio SRF, Echo der Zeit, 25.11.2015).

«Die Tat soll zeigen: Wir können euch mitten ins Herz treffen»

In der tunesischen Hauptstadt Tunis sind am Dienstag bei einem Anschlag auf einen Bus der Präsidentengarde mindestens zwölf Sicherheitskräfte getötet worden. Staatspräsident Essebsi sagte daraufhin seinen für Mittwoch geplanten Staatsbesuch in der Schweiz ab (SRF 4 News, 25.11.2015).

Verdrängte Warnungen und ideologische Scheuklappen

Gastkommentar zur Flüchtlingskrise für „Politblog der Schweiz“ (Tages-Anzeiger sowie fünf andere Zeitungen, 24.11.2015)

Wenn Flüchtlinge ablegen, schauen die türkischen Behörden weg

Die türkische Ägäisküste ist das Haupteingangstor für Flüchtlinge nach Europa. Fast 600’000 Menschen haben in den vergangenen zehn Monaten auf diesem Weg europäischen Boden betreten, weitere sind auf dem Sprung. Die türkischen Behörden lassen Schlepper und Migranten gewähren (SRF Kulturonline, 23. November 2015).

Die türkische Küste: Stationen auf der Flüchtlingsroute

Für Flüchtlinge aus Syrien ist die Türkei relativ gut zu erreichen und willkommene Zwischenstation. Dennoch wollen viele weiter. Was sie dazu bewegt und wie ihre Weiterreise aussieht, erzählen drei Reportagen aus Istanbul, von der Ägäisküste und aus der Hafenstadt Izmir (SRF 2, Kontext, 23.11.2015).

Terrorangst in Tunesien: «Sicherheitskräfte enorm gefordert»

Wenn von Terrorgefahr die Rede ist, stehen aktuell Frankreich, Belgien oder Mali im Fokus. Eine akute Terrorgefahr besteht auch in Tunesien. Dort haben die Sicherheitskräfte allein in den letzten Tagen mehrere Anschläge verhindert (Radio SRF 4 News, 23.11.2015).

Blutige Geiselnahme in Mali

In Malis Hauptstadt Bamako kam es heute in einem Hotel zu einer blutigen Geiselnahme. Man geht von über 27 Toten aus. Die französische Armee intervenierte mit einer Spezialeinheit (SRF TV, 10 vor 10, 20.11. 2015)

Tunesien verlassen – ein schwer zu verwirklichender Traum

Vor der tunesischen Küste werden fast täglich Boote mit illegalen Migranten und Migrantinnen aufgegriffen und nach Tunesien zurückgeführt. Der Migrationsdruck ist auch in Tunesien weiterhin sehr hoch, Hunderttausende träumen von einem besseren Leben in Europa – zum Beispiel Sofiène aus Sfax (SRF 1, Rendez-vous, 11.11.2015).

Willkommen auf Lesbos

Vor Lesbos spielen sich dramatische Szenen ab. Täglich stranden hier tausende Mittelmeerflüchtlinge, mehr als an jedem andern Ort Europas. Sie werden von kleinen ausländischen Hilfsorganisationen empfangen (Thomas Schmid, Berliner Zeitung, 4.11.2015)

Wie umgehen mit reuigen Dschihadisten? Der Fall Tunesien

Von der Revolution enttäuscht haben sich viele junge Tunesier in den vergangenen Jahren radikalisiert und den Islamisten angeschlossen. Rund 7000 junge Tunesier sind seit 2011 in den Dschihad nach Syrien gezogen. Nun kehren viele von ihnen ins Land zurück (SRF 2, Kontext, 10.11.2015).


Ehemalige Dschihadisten wollen nur noch eins: vergessen, was war

Zwei junge Tunesier zogen in den Dschihad. Der eine schaffte die Rückkehr aus eigener Kraft, der andere konnte sich nur dank einer grossen Medienkampagne vom IS loslösen. Beide hatten sich auf den Kampf für eine gute, gerechte Sache eingestellt. Stattdessen trafen sie Zerstörung, Blut und Leichen (SRF Kulturonline, 10.11.2105).


Endlich streiten die Demokraten

Widersprüchlichkeiten in der Flüchtlingspolitik von CDU, CSU und SPD kann niemand mehr leugnen. Bei Jauch wurde deutlich: Das ist gut so. Und: Ein Landrat aus Passau kann besser rechnen als das politische Berlin (Eine luzide Analyse der gegenwärtigen Situation sowie der internen Widersprüche der verschiedenen Parteien in der FAZ, 2.11.2015)

Auf Zeit nach Europa kommen

Zirkuläre Migration für junge Menschen aus dem Maghreb könnte das Kernstück einer neuen Migrationspolitik zum Nutzen dortiger Gesellschaften werden (Zeitpunkt, 26. 10. 2o15).

Deutsche trauen Politik keine Lösung der Flüchtlingskrise zu

In der Flüchtlingskrise wächst bei den Deutschen die Sorge vor den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Der Zweifel wächst, ob die Politik eine Vorstellung davon hat, wie die Probleme bewältigt werden können (FAZ, 21.10.2015).

«Deutschland zerbricht an der Flüchtlingskrise»

Der deutsche Historiker Jörg Baberowski kritisiert Angela Merkels Verhalten in der Flüchtlingskrise als unverantwortlich und sieht den sozialen Frieden in Gefahr (Tages-Anzeiger, 9.10. 2015).

Libyen: Vorschlag zur Einheitsregierung

Vier Jahre nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi kämpfen in Libyen schwer bewaffnete Milizen um die Macht. Es gibt zwei Regierungen und zwei Parlamente in Tobruk und in Tripolis. Terrorgruppen nutzen das Machtvakuum aus. Nun schlägt die Uno eine Einheitsregierung vor (Radio SRF, “Rendez-vous am Mittag”, 9.10.2015).

Bemühungen um Einheitsregierung in Libyen

Ein neuer Premierminister soll in Libyen die verfeindeten Parteien versöhnen. Nun hofft die Internationale Gemeinschaft, dass in den nächsten Tagen auch eine handlungsfähige Regierung gebildet wird (SRF 4 News aktuell, 9.10.2015).

Der strenge Portier am Tor zu Europa

Wegen der Kooperation zwischen Marokko und Spanien sind Europas Südwestgrenzen erstaunlich dicht. Nur selten gelangen Migranten auf dem Seeweg nach Spanien oder in die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla (NZZ, 8.10.2015).

«Libyen steht nicht auf der Traktandenliste der Europäer»

Die EU hat ihre Militäroperationen gegen Schleuser gestartet. Soldaten kontrollieren ausserhalb der libyschen Küstengewässer Schiffe von mutmasslichen Menschenschmugglerbanden. Derweil wird die Situation in Libyen, wichtiger Ausgangspunkt für die Flucht übers Mittelmeer, immer prekärer. Und das könnte auch Folgen für Europa haben (Radio SRF, “Echo der Zeit”, 7.10.2015).

Ansturm in Ceuta: «Ein Warnschuss vor den Bug der EU»

Gut 200 Menschen haben am Wochenende die Grenze der spanischen Enklave Ceuta gestürmt. 87 Menschen schafften den Übertritt von Marokko auf spanisches Territorium. Doch alles weist darauf hin, dass dieser Vorfall eine Ausnahme war und dass die Südwestgrenze Europas weiterhin gut geschützt bleibt (Radio SRF 4 News, 7.10.2015)

Aus Libyen droht die nächste Flüchtlingswelle

Einmal mehr haben sich die beiden libyschen Konfliktparteien nicht einigen können. Manche Beobachter befürchten schwere Konsequenzen für Libyen selber, aber auch für Europa. So könnte das Land zu einer Hochburg für Jihadisten werden, die aufgrund der Luftschläge aus Syrien fliehen. Zudem ist zu befürchten, dass in diesem Fall ein Massenexodus von Libyern in Richtung Europa stattfinden wird (Die Welt, 7.10.2015).

Europa muss seine Aussengrenzen schützen

Europa muss seine Aussengrenzen schützen Die Flüchtlingskrise könnte schon bald Dimensionen annehmen, welche Europa vollkommen überfordern und auch eine weitere Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Frage stellen. Ein Plädoyer für eine selbstbestimmte Asyl- und Migrationspolitik (Politblog, TA, 30. September 2015).

«Aus Libyen könnten bald viel mehr Flüchtlinge kommen»

Libyen wird vom Transitland zum Auswanderungsland: Es ist zerrüttet, zwei Regierungen kämpfen um die Macht. Die chaotische Lage spielt Schleppern in die Hände. Auch immer mehr Libyer wollen weg. Der tunesische Strategieexperte Alaya Allani warnt vor einem Exodus aus Libyen (SRF 4 News, 22.9.2015).

Die Macht des Schleusenwärters

In der Türkei sind mehr Flüchtlinge als in allen europäischen Ländern zusammen untergebracht. Lange hat Ankara versucht, Syrer an der Flucht nach Europa zu hindern. Nun demonstriert Erdogan seine Macht – und öffnet alle Tore. Ein erhellender Artikel aus der FAZ vom 21. 9. 2015.

An dieser Stelle mache ich Sie gerne auf aktuelle Medienberichte, auf Veranstaltungen sowie auf laufende Projekte aufmerksam:

(Wichtiger Hinweis: Das Copyright für sämtliche auf dieser Webseite aufgeführten Inhalte liegt bei Beat Stauffer beziehungsweise bei den Medienunternehmen, mit denen Texte verlinkt sind.)

Der strenge Portier am Tor zu Europa

Wegen der Kooperation zwischen Marokko und Spanien sind Europas Südwestgrenzen erstaunlich dicht. Nur selten gelangen Migranten auf dem Seeweg nach Spanien oder in die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla (NZZ, 8.10.2015).

«Libyen steht nicht auf der Traktandenliste der Europäer»

Die EU hat ihre Militäroperationen gegen Schleuser gestartet. Soldaten kontrollieren ausserhalb der libyschen Küstengewässer Schiffe von mutmasslichen Menschenschmugglerbanden. Derweil wird die Situation in Libyen, wichtiger Ausgangspunkt für die Flucht übers Mittelmeer, immer prekärer. Und das könnte auch Folgen für Europa haben (Radio SRF, “Echo der Zeit”, 7.10.2015).

Ansturm in Ceuta: «Ein Warnschuss vor den Bug der EU»

Gut 200 Menschen haben am Wochenende die Grenze der spanischen Enklave Ceuta gestürmt. 87 Menschen schafften den Übertritt von Marokko auf spanisches Territorium. Doch alles weist darauf hin, dass dieser Vorfall eine Ausnahme war und dass die Südwestgrenze Europas weiterhin gut geschützt bleibt (Radio SRF 4 News, 7.10.2015)

Aus Libyen droht die nächste Flüchtlingswelle

Einmal mehr haben sich die beiden libyschen Konfliktparteien nicht einigen können. Manche Beobachter befürchten schwere Konsequenzen für Libyen selber, aber auch für Europa. So könnte das Land zu einer Hochburg für Jihadisten werden, die aufgrund der Luftschläge aus Syrien fliehen. Zudem ist zu befürchten, dass in diesem Fall ein Massenexodus von Libyern in Richtung Europa stattfinden wird (Die Welt, 7.10.2015).

Europa muss seine Aussengrenzen schützen

Europa muss seine Aussengrenzen schützen Die Flüchtlingskrise könnte schon bald Dimensionen annehmen, welche Europa vollkommen überfordern und auch eine weitere Aufnahme von Kriegsflüchtlingen in Frage stellen. Ein Plädoyer für eine selbstbestimmte Asyl- und Migrationspolitik (Politblog, TA, 30. September 2015).

«Aus Libyen könnten bald viel mehr Flüchtlinge kommen»

Libyen wird vom Transitland zum Auswanderungsland: Es ist zerrüttet, zwei Regierungen kämpfen um die Macht. Die chaotische Lage spielt Schleppern in die Hände. Auch immer mehr Libyer wollen weg. Der tunesische Strategieexperte Alaya Allani warnt vor einem Exodus aus Libyen (SRF 4 News, 22.9.2015).

Die Macht des Schleusenwärters

In der Türkei sind mehr Flüchtlinge als in allen europäischen Ländern zusammen untergebracht. Lange hat Ankara versucht, Syrer an der Flucht nach Europa zu hindern. Nun demonstriert Erdogan seine Macht – und öffnet alle Tore. Ein erhellender Artikel aus der FAZ vom 21. 9. 2015.

Ruhe vor dem Sturm?

An der Schweizer Südgrenze ist es derzeit relativ ruhig. Doch was, wenn der Flüchtlingsstrom nach der Schliessung der ungarischen Grenze plötzlich aufs Tessin zusteuert? Ein Augenschein in Chiasso (Mittelland Zeitung, 19.9.2015).

Grenzwache Chiasso ©Beat Stauffer

Grenzwache Chiasso ©Beat Stauffer

Ein Schlepper auf Durchreise

In der grössten Migrations-Bewegung seit dem Zweiten Weltkrieg müssen die meisten Flüchtlinge auf grossen Etappen ihrer Reise nach Zentraleuropa die Dienste von Schleppern in Anspruch nehmen. Diese zweifelhafte Berufsgattung ist auch in der Nordwestschweiz aktiv (OnlineReports.ch, 16.9.2015).

Alle in der Pflicht

Die Reisefreiheit im Schengen-Raum wird zur großen Sternfahrt nach Deutschland, ins gelobte Land. So kann es auf Dauer nicht weitergehen. Die EU-Staaten müssen gemeinsam Konsequenzen ziehen (treffender Kommentar von Klaus-Dieter Frankenberger, FAZ, 2.9.2015).

Marokko: Einst eine Traumdestination für Schwule

Was haben Tennessee Williams, Truman Capote, Allen Ginsberg, Jean Genet, André Gide und Hans Christian Andersen gemeinsam? Alle sechs sind Schriftsteller. Alle waren, meist offen, homosexuell. Und alle hatten sie eine nahe Beziehung zu Marokko, lebten sogar zeitweise dort (SRF 4, Zwischen den Schlagzeilen, 2.9.2015).

Flüchtlingsströme ohne Ende

Die Flüchtlingsströme reissen nicht ab. Und die Katastrophen nehmen zu: Tote Flüchtlinge in Booten, in Lastwagen, überfallen, auf der Flucht sogar umgebracht und ihrer Organe beraubt. Professionelle Schlepperbanden kassieren Milliarden. Die internationale Politik scheint machtlos. Warum? (SRF TV, der Club, 1.9.2015).

«Das ist ein riesiges Geschäft»

Wieder hat es ein grosses Flüchtlingsunglück vor der Küste Libyens gegeben. Zwei Flüchtlingsboote sollen gestern gekentert sein – mit über 400 Menschen an Bord. Laut aktuellen Angaben werden mehr als 200 Tote befürchtet (SRF 4 News aktuell, 28.8.2015).

Mit Handy, aber ohne Pass

Der Schutz von Flüchtlingen ohne Papiere machte vor zehn Jahren noch Sinn. Heute sind dank der massenhaften Verbreitung des Handys fast alle Flüchtenden in der Lage, sich auszuweisen. Dies hat allerdings bis heute kaum Folgen gehabt in der Flüchtlings- und Migrationspolitik – mit fatalen Folgen (Gastkommentar AZ, 28.8.2015).

Wer hat Angst vor Ali Lmrabet?

Ali Lmrabet ist ein Journalist aus Marokko. Dorthin möchte er auch zurück, doch Marokko hindert ihn an der Heimreise. Deshalb macht er mit einem Hungerstreik in Genf auf sich aufmerksam. Wer ist dieser Mann? Gespräch mit Maghrebspezialist Beat Stauffer, der Ali Lmrabet persönlich getroffen hat (Radio SRF, “Echo der Zeit”, 24.7.2015).

«Kriegsähnliche Szenen» in Zentralalgerien

Ein seit langem schwelender Konflikt zwischen Arabern und Berbern in Ghardaia hat sich derart zugespitzt, dass Präsident Bouteflika die Armee aufbieten musste (NZZ, 23.7.2015).

Neuer Grenzwall im Süden Tunesiens

Die tunesischen Behörden haben mit dem Bau eines rund 170 Kilometer langen Grenzwalls entlang der tunesisch-libyschen Grenze begonnen. Auf solche Weise soll der Waffenschmuggel, das Eindringen von Jihadisten sowie die klandestine Ausreise junger Tunesier nach Libyen verhindert werden (NZZ, 15.7.2015).

Blutiger Sommer?

Über drei Dutzend Tote an einem Badestrand in Tunesien. Eine geköpfte Leiche mit Hinweisen auf den IS in Frankreich. Ein Selbstmordattentat in Kuwait. Die Terrorattacken radikaler Islamisten nehmen neue Ausmasse an. Was bedeuten diese Attentate? Steht uns ein blutiger Feriensommer bevor? (SRF TV, Der Club, 30. 6. 2015).

Tunesien und die Schwierigkeit, Sicherheit zu bieten

Auf offener Strasse wurde Anfang Februar 2013 in Tunis der bekannte linke Oppositionspolitiker Chokri Belaïd erschossen. Nun hat in Tunis der Prozess gegen die mutmasslichen Mörder begonnen. Inwiefern war der Mord an Belaïd eine Zäsur für Tunesien? (Radio SRF, 30.6.2015).

Expansion des IS oder Zusammenarbeit von Terrorgruppen?

Bis gestern Abend bekannte sich keine jihadistische Organisation zum mörderischen Anschlag auf ein Touristenhotel im tunesischen Sousse. Es ist somit unklar, ob die mit der Kaida im Maghreb liierte Gruppierung Okba Ibn Nafaa oder aber eine IS-Terrorzelle hinter dem Anschlag steckt (NZZ, 27.6.2015).

Marokkanische Sittenwächer schlagen Alarm

Ein Film über Prostitution in Marokko, aber auch andere „Verstösse“ gegen konservative Moralvorstellungen haben im Königreich zu einer heftigen öffentlichen Debatte geführt. Islamisten profilieren sich dabei als Sittenwächter. Doch die dahinter liegende Realität ist komplex (NZZ, 26.6.2015).

Libyen – auf der Suche nach Hilfe im Kampf gegen Schlepper

Mehr als eine Million Flüchtlinge warten in Libyen darauf, nach Europa zu gelangen. Die meisten kommen aus den Sahelstaaten und Westafrika. Wer den Menschenstrom regulieren und den Schleppern das Handwerk zu legen will, muss das in der Wüste, im Süden Libyen tun, nicht an der Mittelmeerküste (SRF, Echo der Zeit, 25.6.2015).

“Die Dschihadisten haben in Libyen keine soziale Basis”

Alaya Allani, Professor für Zeitgeschichte an der Manouba-Universität in Tunis und Spezialist für islamistische Bewegungen, rechnet nicht damit, dass sich die IS-Terrormiliz dauerhaft in Libyen halten wird, obgleich die Dschihadisten bereits in einigen Regionen erfolgreich Zellen bilden konnten. Mit ihm sprach Beat Stauffer in Tunis (Qantara.de, 23.6.2015).

Das Drecksgeschäft mit den Flüchtlingen im Transitland Libyen

Libyen ist zum Transitland geworden. Rund eine Million Menschen durchqueren das Land. Ziel: Europa. Das Geschäft blüht für Schlepper, Kriminelle. Für eine Bekämpfung des florierenden Geschäfts wäre eine internationale Zusammenarbeit nötig. Die gibt es nicht (SRF info, 16. 6. 2015).

Salam Ismail, Kommandant einer Grenzbrigade in Süden Libyens ©Beat Stauffer

Wenn ein Staat zerfällt und was die Schlepper davon haben

Vier Jahre nach dem Ende des Ghadhafi-Regimes ist Libyen tief gespalten. Das Land hat zwei Regierungen und zwei Parlamente. Gleichzeitig wird Libyen seit kurzem durch einen Ableger der IS-Terrorgruppe bedroht. Schleppernetzwerke und andere kriminelle Vereinigungen profitieren vom Chaos und haben weitgehend freie Hand (SRF 2, Kontext, 16.6.2015).

Ein Fischkutter ohne Fischgeruch

Mehr als eine Million Migranten warten in Libyen nur darauf, illegal nach Europa überzusetzen. Die Grenzen in der Wüste und an der Küste liegen weitgehend offen. Schlepperbanden nützen es schonunglos aus (NZZ, 9.6.2015).

Reda A. Essa, Kommandant der Küstenwache von Misrata ©Beat Stauffer

Libyen: Hoffnung auf Verhandlungen

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Libyen ist derzeit blockiert. Die gewählte Regierung tagt im Osten. In der Mitte beherrscht der sogenannte islamische Staat IS die Hafenstadt Sirte. Und der Westen mit der Hauptstadt Tripolis wird vom islamistisch geprägten Milizenverband Fajr Libya kontrolliert.

Verhandlungen mit diesem wurden bisher kategorisch ausgeschlossen. Doch nun scheinen sich die Fronten aufzuweichen. Gespräch mit Alaya Allani, Spezialist für islamistische Bewegungen an der Universität in Tunis (Radio SRF, Echo der Zeit, 30.5.2015).

Versinkt Libyen in Chaos und Bürgerkrieg?

Interview en français pour Radio Télévision Suisse sur la situation en Libye (RTS 1, “Forum”, 24.5.2015).

Impressionen aus einem fragilen Rumpf-Staat

Tripolitanien, der westliche Teil Libyens, ist kein gescheiterter Staat. Die dortige Regierung in Tripolis versucht so gut wie möglich, staat- liche Aufgaben wahrzunehmen. Doch der Bürgerkrieg und radikale Jihadisten bedrohen die Zukunft des Landes (NZZ, 19.5.2015).

Wo sich Terroristen unter das Volk mischen

Die Kaida im Maghreb hat in Tunesien einen Stützpunkt aufgebaut. Von dort aus soll die Brigade Okba Ibn Nafaa den Terroranschlag auf das Bardo-Museum in Tunis geplant haben (NZZaS, 10. Mai 2015).

Der unsichtbare Feind

Eine längere Fassung des Artikel über Kasserine, veröffentlicht von Qantara.de (20.5.2015).

Eine Revolution verliert ihre Kinder

Die Anschläge auf das Bardo-Museum haben gezeigt, dass auch Tunesien, der einzig verbliebene Hoffnungsträger des Arabischen Frühlings, vom islamischen Radikalismus nicht verschont bleibt. Das Malaise unter der jungen Generation ist weit verbreitet, auch wenn nur wenige den Weg des bewaffneten Jihadismus wählen (NZZ, 8.5.2015).

Energiewende am Südrand des Mittelmeers

Demnächst geht das weltgrösste solarthermische Kraftwerk in Marokko ans Netz. Der Plan, in der Sahara gewaltige solarthermische Kraftwerke zu bauen und Europa mit nachhaltig erzeugter Energie zu versorgen, hat sich allerdings nicht realisiert (NZZ, 5.5.2015).

Millionen wollen nach Europa

Jahrelang wurde über die unmenschliche «Festung» Europa geschimpft. Nun steht die europäische Südgrenze in Libyen auf einer Strecke von mindestens 200 Kilometern offen (Nordwestschweiz, 29.4.2015).

Geburtshilfe per Asylverfahren

Ein italienisch-pakistanisches Paar, welches in der Schweiz Asyl beantragt hatte, ist nach rund neun Monaten nach Italien ausgeschafft worden. Alle weist darauf hin, dass sie einzig zur Geburt ihres Kindes in die Schweiz gekommen sind (NZZaS, 26.4.2015).

Migrationsprobleme vor Ort lösen – eine Utopie

Allein in Libyen sollen eine Million Menschen auf ein Schiff nach Europa warten. Was tun? Hilfe vor Ort, damit Menschen gar nicht erst flüchten müssen, damit sie eine Perspektive im eigenen Land haben – solche Pläne sind unrealistisch (Radio SRF, „Echo der Zeit“, 22.4.2015).

Wirtschaftliche und soziale Probleme in Tunesien

Jeweils im Frühjahr wurde Tunesien von Badegästen überschwemmt. Dieses Jahr lähmen Streiks und Sit-Ins das Land. In den vergangenen Wochen haben zehntausende Grundschullehrerinnen und -lehrer gestreikt, nun der ganze Bildungssektor. Für die tunesische Wirtschaft wirkt sich das verheerend aus (Radio SRF, „Rendez-vous“, 22.4.2015).

Zynisches Spiel mit dem Flüchtlingselend in Libyen

Für die beiden libyschen Regierungen hat die Flüchtlingsfrage keine Priorität, oder sie wollen wie einst Ghadhafi aus der europäischen Angst vor neuen Flüchtlingsströmen Kapital schlagen. Die Schlepperorganisationen haben freie Hand (NZZ, 21.4.2015).

Eine Million Flüchtlinge wartet in Libyen auf Überfahrt

Besonders viele Flüchtlingsboote starten auf ihrer Reise nach Europa in Libyen. Deshalb will die EU ihre Massnahmen dort ansetzen. Kurz- fristig dürfte dies allerdings kaum gelingen (SRF TV, “Tagesschau”, 20.4.2015).

Exodus aus Libyen: «EU müsste Flüchtlinge an der Abfahrt hindern»

Die meisten Opfer des jüngsten Flüchtlingsdramas im Mittelmeer kamen aus Libyen. Die EU will darum dort den Hebel ansetzen und das Land stabilisieren. Kurzfristig dürfte dies kaum gelingen (SRF 4 News, 20.4.2015)

Marokko: Taten statt Worte für gestrandete Flüchtlinge

Marokko ist Transitland für viele Flüchtlinge aus Westafrika und den Sahelstaaten. Auf ihrem Weg nach Europa schaffen es aber die meisten nicht, die massiv gesicherten Grenzen zu überwinden. Sie bleiben in Marokko hängen. Der Staat bietet ihnen nun eine Aufenthaltsbewilligung an (SRF 1, „Rendez-vous“, 16.4.2015).


Stillstand ist nicht Stabilität

Marokko hat sich aus den Turbulenzen des arabischen Frühlings heraushalten können. Der Maghrebstaat ist eines der wenigen stabilen Länder in der arabischen Welt. König Mohammed VI. gilt als weltoffen und tolerant. Klingt gut, sei aber falsch, sagt der marokkanische Publizist Omar Brouksy (Echo der Zeit, Radio SRF, 6.4.2015).

Angst vor weiteren Anschlägen in Tunesien

Eine Woche ist vergangen, seit islamistische Extremisten in Tunis 21 Menschen getötet haben. Das Sicherheitsaufgebot in den Städten ist gross. Trotzdem ist mit weiteren Anschlägen zu rechnen (SRF info, 27.3.2015).

Im arabischen Musterland herrschst Angst

Nach dem Mordanschlag auf Touristen in Tunis ruft die Regierung zum Kampf gegen den Terrorismus auf. Doch Durchhalteparolen allein werden nicht genügen (NZZaS, 22.3.2015)

Bedrohliches Netzwerk

Der IS hat sich zum Anschlag in Tunis bekannt. Nicht nur in Tunesien, sondern im ganzen Maghreb wimmelt es von islamistischen Gruppierungen (NZZ, 20.3.2015)

Terroranschlag in Tunesien

13 Jahre nach dem Anschlag auf die Synagoge auf der Ferieninsel Djerba gerät Tunesien erneut ins Visier von Terroristen (SRF TV, 10vor10, 18.3.2015)


Tote bei Anschlag und Geiselnahme in Tunis

Bei einem Angriff von Extremisten auf das Nationalmuseum sind in der tunesischen Hauptstadt 21 Menschen getötet worden, davon 17 Touristen – aus Deutschland, Italien, Polen und Spanien. Gerät das Land in den Strudel der jihadistischen Gewalt? (Radio SRF, Echo der Zeit, 18.3.2015).

Westsahara: der vergessene Konflikt

Marokko besetzt seit bald 40 Jahren grosse Teile der Westsahara. Der Kampf der ansässigen Bevölkerung, die Sahrauis, um einen eigenen Staat war bisher erfolglos (Radio SRF 4 News, 11. März 2015)

Fünf Gründe, weshalb der IS scheitern wird

Die Terrormiliz hat anfangs handstreichartig Gebiete im Irak und Syrien eingenommen. Jetzt aber scheint der Vormarsch gestoppt, die irakische Armee erobert Städte zurück. Warum das nur der Anfang ist (Welt, 9.3.2015).

Marokko sichert Europas Aussengrenzen

Marokkanische Sicherheitskräfte haben die Lager von Gourougou vor Melilla geräumt und rund 1250 afrikanische Migranten in weit entfernte Zentren abgeführt. Die Operation zeigt die neue Migrations-Zusammenarbeit zwischen Marokko und Spanien (NZZ, 7.3.2015).

Der Pater und die Afrikaner am Grenzzaun

Der spanische Priester Esteban Velazquez kümmert sich in Marokko um gestrandete Migranten. Er berichtet von unmenschlichen Zuständen am Hochsicherheitszaun von Melilla (NZZ, 26.2.2015).


Swissleaks: Auch Maghreb-Staaten sind betroffen

Die Enthüllungen um die Genfer Niederlassung von HSBC macht es möglich: Auch Länder wie Marokko, Algerien oder Tunesien sehen nun, wieviel Geld am Fiskus vorbei geschleust wurde (SRF 4 News aktuell, 16.2.2015).

Desertec und die Energiewende in Nordafrika

Obwohl im Maghreb optimale Verhältnisse für die Nutzung der Sonnenenergie bestehen, geschah lange Zeit nichts. Doch nun ist Bewegung in die Sache gekommen (SRF 2, Kontext, 13. 2. 2015)

Grosszügigkeit und Härte

In Marokko sind im vergangenen Jahr rund 18’000 Migranten aus dem subsaharischen Afrika legalisiert worden. Gleichzeitig gehen die Behörden mit harter Hand gegen Schlepperringe und gegen „Lager“ klandestiner Migranten vor (NZZ, 12.2.2015)

Dorita und Muhammad

Ein mysteriöses Asylbewerber-Paar: Seit einem halben Jahr lebt eine Familie im Schweizer Asylvollzug, die in Italien verzweifelt gesucht wird (NZZaS, 8.2.2015)

Gestrandet kurz vor dem Ziel

Abdoulaye Kabré hat Burkina Faso verlassen, um nach Europa zu gehen. Aber der gelernte Maurer ist nur bis Marokko gekommen. Nun hofft er auf eine Legalisierung seines Aufenthalts (NZZ, 5.2.2015).

Abdoulaye Kabré ©Beat Stauffer

Die Westsahara – Tabu-Thema in Marokko

Marokko versucht um fast jeden Preis, seine Interessen in Sachen besetzter Westsahara durchzubringen; die Briefe eines marokkanischen Uno-Diplomaten zeigen dies. Warum ist das Wüstenterritorium für Marokko so wichtig? (Radio SRF, Echo der Zeit, 3.2.2015).

Der Dschihadist, der keiner ist

Eine beeindruckende Reportage über einen ehemaligen Guantanamo-Häftling, der jugendliche Banlieue-Kids nun davon abbringen will, in den Jihad zu ziehen (Thomas Schmid, Berliner Zeitung 19.1.2015).

Bismillah?

Barmherzigkeit und Gnade sind die ersten Attribute, die der Islam Gott zuschreibt. Aber die barbarische Bestrafung eines Bloggers durch die saudische Gerichtsbarkeit spricht diesen Idealen Hohn (ein luzider Kommentar von Angela Schader, NZZ, 20.1.2015).

«Der Intelligenz ist zu misstrauen»

Alle Maghrebstaaten sind mit gewaltigen Problemen im Bildungswesen konfrontiert. Doch in Algerien ist die Lage besonders drastisch, weil während Jahrzehnten eine ideologisch fundierte Bildungspolitik betrieben wurde (NZZ, 15.1.2015).

«Die Muslime haben keine Antwort auf den Radikalismus»

Am Tag nach dem Anschlag in Paris sprach der muslimische Psychologe und Jugendarbeiter Ahmad Mansour in Bern vor dreihundert Schülern Klartext. Er verortet die Muslime zwischen Radikalismus und Opferrolle (TA, 12.1.2015).

Fatwa gegen den Autor Kamel Daoud

In Algerien werden derzeit leidvolle Erinnerungen an die «bleiernen Jahre» des islamistischen Terrors wach. Ein selbsternannter salafistischer «Imam» namens Abdelfatah Hamadache Ziraoui hat kürzlich via soziale Netzwerke indirekt zur Ermordung eines Schriftstellers aufgerufen (NZZ, 26.12.2014).

Gericht verurteilt “Gotteslästerer” zu Tode

Zum ersten Mal seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 hat ein Gericht in Mauretanien einen jungen Mann wegen angeblicher Lästerung des Propheten Mohammed zum Tod verurteilt (France 24, 25.12.2014).

Hoffnungsträger der Arabellion

Die Wahl des Politikveterans Béji Caïd Essebsi zum ersten demokratisch gewählten Präsidenten Tunesiens stellt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung einer echten arabischen Demokratie dar. Ein Kommentar von Loay Mudhoon (Qantara.de, 23.12.2014).

Béji Caid Essebsi in Sfax. © Businessnews.com.tn

Tunesien: ein alter Mann als Hoffnungsträger?

Vier Jahre nach der Revolution gegen den Langzeitherrscher Ben Ali bestimmen die Tunesierinnen und Tunesier zum ersten Mal ihren Staatspräsidenten in einer direkten und freien Wahl. Doch vom Traum von Freiheit und wirtschaftlichem Aufschwung ist nicht mehr viel übrig (Radio SRF, Echo der Zeit, 21.12.2014).

Blick hinter die Masken

Einer der kenntnisreichsten Journalisten Marokkos durchleuchtet den engsten Machtzirkel um König Mohammed VI. Seine Analyse der Verhältnisse ist von beispielloser Schärfe (NZZ, 18.12.2014).


Ein Land sucht einen Retter

Tunesien will Stabilität und Sicherheit statt revolutionäre Turbulenzen und islamistische Experimente. Die Popularität des greisen Politikers Béji Caïd Essebsi lässt sich als Wunsch nach einem Wiederaufleben der Zeiten Bourguibas lesen (NZZ, 18.12.2014).

The temptations of the gentle restoration

Stability and security, rather than revolutionary turbulence and Islamist experiments: the good showing by veteran politician Beji Caid Essebsi in the first round of Tunisia’s recent presidential election can be read as a desire for a revival of the Bourguiba era (Qantara.de, 26.11.2014).

Pendler zwischen den Welten

Eine grosse, eine wichtige Stimme aus dem Mittelmeerraum ist für immer verstummt. Abdelwahab Meddeb, Schriftsteller, Publizist, Herausgeber und engagierter Intellektueller, ist am 6. November in seiner Wahlheimat Paris im Alter von 68 Jahren verstorben (NZZ, 7.11.2014).

Ein Weckruf mit Folgen

Lassen sich Exzesse, wie sie von den Kämpfern des Islamischen Staates begangen werden, mit dem Islam als Religion begründen? Darauf gibt Hamed Abdel-Samad eine Antwort, die ihm Todesdrohungen einbrachte (NZZ, 29.10.2014).

Wie Tunesien seine Folter-Vergangenheit hinter sich lassen will

Die tunesische Menschenrechtsaktivistin Sihem Bensedrine ist vor kurzem zur Präsidentin der neuen tunesischen Wahrheitskommission gewählt worden. Schon bald will sie erste Opfer der Ben-Ali-Diktatur befragen, doch die einstige Regimegegnerin steht selbst in der Kritik (SRF info, 24.10.2014).

Tunesien: Nach der Revolution, vor der Demokratie.

In Tunesien wird in diesen Tagen das erste Parlament nach der Revolution gewählt. Doch der Übergang hin zu einer demokratischen Gesellschaft ist damit noch längst nicht garantiert (23.10.2014, SRF 2 Kultur).

Sihem Bensedrine – Gallionsfigur des tunesischen Widerstands

Als einzigem Land des «arabischen Frühlings» scheint Tunesien der Übergang in die Demokratie zu gelingen. Eine Wahrheitskommission soll die Verbrechen unter Diktator Ben Ali untersuchen. Präsidentin ist die Menschenrechtsaktivistin Sihem Bensedrine. Eine Begegnung in Tunis (SRF 1, “Echo der Zeit”, 22.10.2014).

«Wer in den Jihad will, hat psychische Probleme»

Für Mustafa Memeti, den Imam von Bern, hat der IS das Ansehen des Islams schwer verletzt. Und er ist stolz darauf, Schweizer zu sein, denn nur hier findet er seinen Seelenfrieden (Sonntagszeitung, 21.9.2014).

“Es geht um Macht, nicht um Ideologie”

Seit Monaten kommt Libyen nicht zur Ruhe. Der Menschenrechts-aktivist Ahmed Shebani erklärt im Interview, warum seiner Meinung nach nicht der international anerkannte Ministerpräsident Abdullah al-Thini, sondern dessen Rivale Omar al-Hassi unterstützt werden sollte (NZZ, 21.10.2014).

Ahmed Shebani (Foto zVg)

NGO geraten weltweit unter Druck

Die Arbeit von Amnesty International, IKRK, Greenpeace und vielen anderen Nichtregierungsorganisationen beeinflussen vielerorts die Politik. In Marokko etwa, einem der liberalsten Maghreb-Länder, ist die Menschenrechtsorganisation AMDH der Regierung und dem König nicht mehr genehm (SRF 1, “Rendez-vous am Mittag”, 16.10.2014).

© Le Temps

Terrormiliz IS im Maghreb angekommen

Die Enthauptung einer französischen Geisel in Algerien wühlt auch den Maghreb auf. Der Fall zeigt, dass die Terrormiliz IS nun auch für den Maghreb zu einer Gefahr geworden ist (Radio SRF 1 und 4, 26.9.2014).

Libyen wird zum Rückzugsgebiet der Jihadisten

Auch im Maghreb wächst die Angst vor den islamistischen Terroristen. Libyen droht zur Operationsbasis islamistischer Terroristen im Maghreb zu werden. Die Nachbarstaaten schauen besorgt auf die Entwicklungen in Libyen (Radio SRF, Echo der Zeit, 27.9.2014).

IS im Maghreb: «Die Kommandenten handeln relativ autonom»

In Algerien hält eine radikal-islamistische Gruppierung einen Franzosen gefangen. Sie droht den Mann umzubringen, sollte Frankreich seine Luftangriffe gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» nicht einstellen (SRF 4 News aktuell, 24.9.2014).

«In allen Maghreb-Ländern gibt es Weinanbau»

Der Islam verbietet den Konsum von Alkohol. In der Praxis sieht das aber ganz anders aus. Besonders in der Oberschicht im Maghreb wird viel Alkohol getrunken (Radio SRF 4 News, 10.9.2014).

Treibt Gaddafis Gespenster aus!

Die Träume der Revolution sind bitterer Realität gewichen. Zwischen Angst und Entschlossenheit steht Libyen vor seiner großen Aufgabe, nach mehr als vierzig Jahren Despotie das Fundament für einen demokratischen Staat zu legen. Ein Essay des libyschen Schriftstellers Hisham Matar (Qantara.de, 8.9.2014).

Fatale Beisshemmung gegenüber Radikalen

Allein mit Waffen ist der Kampf gegen den “Islamischen Staat” nicht zu gewinnen. Der sunnitische Klerus und islamische Regierungen müssen sich ihrer Mitverantwortung für das Desaster stellen (Sueddeutsche, 8.9.2014).

Endkampf um den Flughafen in Tripolis

Drei Jahre nach dem Sturz des Diktators Muammar Gaddafi gerät Libyen wieder in einen Strudel der Gewalt. Nun ist es der islamistischen Miliz Fadschr Libya offenbar gelungen, den strategisch wichtigen Flughafen der Hauptstadt Tripolis zu erobern. Wer sind diese Milizen? (Radio SRF, “Echo der Zeit”, 24.8.2014).

Schande im Namen der Religion

Saïda Keller-Messahli über das Monster Islamischer Staat, ausländische Konvertiten in seinen Reihen und die Frage, weshalb sich der Islam von solchen Menschen missbrauchen lässt (Sonntagszeitung, 24.8.2014).

Im Namen des Schwertes

Argumentieren zwecklos: Die Dschihadisten des „Islamischen Staats“ schalten alle Beschränkungen aus, die wir im Laufe des Zivilisationsprozesses verinnerlicht haben. Der Kampf erlaubt ihnen, sich ganz ihren Trieben hinzugeben. Ein packender Essay von Leon de Winter (FAZ, 20.8.2014).

Das Kalifat als Familien- und Kinderparadies

Die Extremisten bringen ihre Frauen und Kinder mit in den Islamischen Staat. Sie sehen den Tod im Heiligen Krieg selbst für Kleinkinder als Ehre und Geschenk (TA, 13.8.2014).

Tunesien: «Die Aufnahmekapazität ist erreicht»

In Libyen herrscht Exodus. Zehntausende haben das Land verlassen, meist fliehen sie ins Nachbarland Tunesien. So wollen sie sich vor dem Bürgerkrieg in Sicherheit bringen (Radio SRF 4 News, 11.8.2014).

In den Jihad oder nach Europa?

Unter den ausländischen Jihadisten in Syrien und im Irak sind viele junge Männer aus dem Maghreb; Tunesier stellen dabei den Hauptharst. Andere versuchen um jeden Preis nach Europa zu kommen. Die absurd anmutende Alternative zwischen Europa und Jihad ist Ausdruck von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit (NZZ, 8.8.2014).

Der verbannte Prinz meldet sich zu Wort

Erstmals berichtet ein Mitglied der Herrscherdynastie über das Leben hinter den Palastmauern in Marokko. Die Kritik des Autors wird allerdings durch seine ambivalente Beziehung zum Königshaus relativiert (NZZ, 8.8.2014).

Je mehr Blut, desto besser

Gewalt ist die einzige Botschaft der islamistischen Extremisten. Bedroht wird aber nicht nur die islamische Welt. Exzellente Analyse von Thomas Avenarius (TA, 5.8.2014).

Immer mehr Menschen flüchten aus Libyen

In Libyen verlassen wegen der Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen immer mehr Menschen das Land. Tunesien hat seine Grenzübergänge zu Libyen jedoch zeitweise geschlossen. Dies stellt vor allem für ägyptische Gastarbeiter ein Problem dar (Radio SRF, Echo der Zeit, 3.8.2014).

Gescheiterter Staat: Libyen kommt nicht zur Ruhe

Knapp drei Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft von Oberst Ghadhafi steht das neue Libyen in der der bisher grössten Krise. Früher im Kampf gegen den unbeliebten Despoten geeint, kämpfen nun Hunderte von Gruppierungen gegeneinander. Libyen zerfällt (SRF TV, 10 vor 10, 30.7.2014).

Der Bart des Chirurgen

Ein stadtbekannter Chirurg in der südtunesischen Stadt Zarzis hat kürzlich beinahe seinen Bart verloren, der ihn als bekennenden Salafisten ausweist. Zwei Männer verschleppten ihn aus seiner Praxis, schlugen ihn auf offenem Feld zusammen und versuchten, ihm den Bart abzureissen…. (NZZ, 30.7.2014).

Leiden und Leidenschaft

Der Arabist und Sozialwissenschafter Gilles Kepel zählt zu den führenden Fachleuten in seinem Bereich. Er äussert sich zu neuen Entwicklungen in Frankreich und den Vorgängen in der arabischen Welt (NZZ, 29.7.2014).

Hier das Interview auf dem Internetportal Qantara.de.

«Libyen ist sich selbst überlassen»

Rebellengruppen kämpfen um den Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis. Internationale Organisationen und Botschaftsmitarbeiter verlassen das Land. Die Lage spitzt sich von Tag zu Tag zu (srf 4 News, 28.7.2014).

Tunesien: Machtkampf um Gebetshäuser

In der Zeit, als die frühere Ennahda-Regierung in Tunesien eine Laissez-faire-Politik betrieben hat, haben Salafisten und andere islamistische Gruppen hunderte Moscheen übernommen. Seit dem letzten Herbst geht die Regierung nun aber gegen selbsternannten Ennahda-Imame vor – notfalls mit Gewalt. Reportage aus Kairouan (Schweizer Radio SRF, “Echo der Zeit”, 21.7.2014).


Heftige Kämpfe um den Flughafen Tripolis

Rivalisierende Milizen liefern sich weiter heftige Kämpfe um den Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis. Die UNO zieht vorübergehend ihr gesamtes Personal aus dem nordafrikanischen Land ab (srf 4 News, 15.7.2014).

Libyen einigt sich mit Rebellen im Ölstreit

In Libyen ist der Öl-Streit nach Angaben des Ministerpräsidenten al-Thinni beendet. Man habe sich mit den Rebellen geeinigt und die Kontrolle über zwei weitere Ölhäfen im Osten des Landes wieder übernommen. Die Rebellen hatten diese strategisch wichtigen Häfen seit einem Jahr blockiert (srf 4 News aktuell, 3.7.2014).

Wahlen in Libyen lassen kaum Raum für Optimismus

Die Libyer wählen ein neues Parlament. Doch die Wahlen bieten wenig Grund zur Freude. Hat sich zwar die Freiheit des Einzelnen verbessert, sorgen nun verfeindete Clans und die wirtschaftliche Stagnation für Unsicherheit (SRF 4 News aktuell, 25.6.2014)

Doppelte Leidenschaft: Ein Gespräch mit Gilles Kepel

Der französische Islamismusexperte Gilles Kepel stellt die Entwicklung in den französischen Vorstädten und die Vorgänge in der arabischen Welt in einen engen Kontext (Kontext, SRF 2, 23.6.2014).


Keine Revolution ohne soziale Veränderung

Der französische Soziologe und Arabist Gilles Kepel rät bei der Interpretation der Arabischen Revolte zur Zurückhaltung. Seit über 30 Jahren beschäftigt er sich mit der arabischen Welt und mit der Situation von Muslimen, die in Frankreich leben (SRF 1, Echo der Zeit, 22.6. 2014).


Ein Jihad-Veteran erzählt

Ein Dorf im tunesischen Hinterland. Es ist neun Uhr nachts. Auf einem Feldweg fahren wir aufs offene Land hinaus…. (NZZaS, 8.6.2014).

Zurück aus dem Jihad

Der Tunesier Abu Hamza hat als Jihadist in Syrien gekämpft. Dabei hat er unvorstellbare Grausamkeiten gesehen und selber begangen. Nun ist er zurück, physisch komplett ausgebrannt. SRF-Mitarbeiter Beat Stauffer hat den Jihad-Rückkehrer nach langen Recherchen treffen können (SRF 4, 7. Juni 2014).

Es gibt zwei Kategorien von Flüchtlingen in Libyen

Hunderttausende von Flüchtlingen warten angeblich in Libyen auf die Weiterreise nach Europa. Doch viele ihnen sind Arbeitsmigranten, und sie verfügen nicht über die Mittel zur Ausreise (Radio SRF 4, News aktuell, 3.6.2014).

Tunesien fürchtet neue Flüchtlingsströme aus Libyen

Libyen fällt nach dem Sturz von Diktator Muammar Ghadhafi von einer Regierungskrise in die nächste. Im Nachbarland Tunesien sorgt man sich, dass der Konflikt über die Grenze schwappen könnte – auch weil viele Libyer in Tunesien leben (Radio SRF, „Rendez-vous“, 28.5.2014).

«In Libyen erodieren die staatlichen Institutionen»

In Libyen gibt es immer wieder Angriffe auf Regierungsvertreter: Vor einer Woche hatten Milizen des Ex-Generals Haftar das Parlament gestürmt. Am Dienstag griffen Bewaffnete das Haus von Regierungschef Maitig an (Radio SRF 4, News aktuell, 28.5.2014).

Niedergang des Islamismus in Nordafrika

Die Situation in Libyen wird immer chaotischer. Für den tunesischen Politikwissenschafter Alaya Allani besteht jedoch Hoffnung, dass nun ein nationaler Dialog in Gang komme. Der politische Islam neige sich in Nordafrika dem Ende entgegen (NZZ, 21. Mai 2014).

Alaya Allani, Tunis ©Beat Stauffer

Chaos nach Wahlen in Libyen

Libyen hat schon wieder einen neuen Regierungschef – den dritten innerhalb dreier Monate. Doch die Wahl von Ahmed Maiteg am Sonntag endete im Chaos (Radio SRF 4 News, 6.5.2014)

Loblieder auf den Sprengstoffgürtel

Ein tunesischer Islamist fällt in der Schweiz mit extremistischen Äusserungen auf. Zurück in der Heimat, macht er Karriere. Doch jetzt wird er gemassregelt (NZZ, 5. Mai 2014).

Tunesien: Streit um jüdische Touristen

Wie immer in dieser Jahreszeit ist Tunesien Ziel einer Pilgerfahrt für Juden aus Israel und Europa. Denn auf der Insel Djerba steht eine der ältesten Synagogen der Welt. In Tunesien streitet man aber heftig darüber, ob israelische Touristen überhaupt ins Land einreisen dürfen (Radio SRF 4 News, 1. Mai 2014)

Rabat wendet den Blick nach Süden

Marokko profitiert von Algeriens Schwäche, um sich als wichtiger Akteur im Sahel und in West- afrika zu profilieren. Das Land erhofft sich verstärkte Unterstützung für seine Westsahara-Politik und baut wirtschaftliche Kooperationen aus (NZZ, 30.4.2014)

Als Jihadist in Syrien – Platz im Paradies garantiert

Statt sich für den Aufbau ihres Landes nach der Revolution zu engagieren, sind weit über 1000 junge Tunesier nach Syrien in den Jihad gezogen. Hunderte sind dabei ums Leben gekommen. Viele kehren psychisch und körperlich lädiert zurück. Abou Hamza al-Tunsi ist einer von ihnen (Radio SRF, Echo der Zeit, 17.4.2014).

Der tiefe Staat

In Algerien wird ein neuer Präsident gewählt. Der Favorit steht allerdings schon jetzt fest: Amtsinhaber Bouteflika. Doch gegen das fast Unabänderliche und den Stillstand im Land formiert sich politischer Widerstand. Informationen von Kersten Knipp (Qantara.de., 16.4.2014).

Aufarbeitung des Ghadhafi-Regimes in Sicht?

Zweieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod des libyschen Diktators Ghadhafi kommt es zu einem grossen Prozess gegen Angehörige des Ghadhafi-Clans (Radio SRF 4 News, 14.4.2014).

Grosser Andrang auf Melilla

Die spanische Exklave in Marokko ist für viele Flüchtlinge das vermeintliche Sprungbrett nach Europa. Trotz stark gesicherter Grenzanlage haben es vergangene Woche erneut mehrere hundert Migranten geschafft, die Grenze zu stürmen (SRF 4 News, 24.3.2014).

Libyen bittet um UNO-Unterstützung

Drei Jahre nach dem Sturz von Diktator Ghadhafi bittet die libysche Übergangsregierung die UNO um Hilfe im Kampf gegen Aufständische: Attentate sind an der Tagesordnung, immer wieder werden Angehörige der Übergangsregierung verschleppt, Rebellen besetzen wichtige Ölhäfen und versuchen, Öl ins Ausland zu verkaufen Rendez-vous (SRF 1, 20.3.2014).

Der Abfallkübel Marokkos

Die Stadt Safi ist einer der wichtigsten Industriestandorte Marokkos. Aber die Bewohner haben wenig davon. Sie leiden unter den gesundheitlichen Folgen der massiven Verschmutzung. Soziale Spannungen sind die Folge (NZZ, 12.3.2014).

Einleitung von Industrieabwasser in Safi ©Beat Stauffer

In Libyen geht es ums Öl und ums finanzielle Überleben

Der Export von Öl ist für die libysche Regierung die hauptsächliche Einnahmequelle. Verliert sie diese, bricht der Staat über kurz oder lang zusammen. Das weiss auch die Rebellengruppe, die sich abgespalten hat (SRF 4, 11. März 2014).

Risse in der französisch-marokkanischen Freundschaft

Klagen wegen Folter gegen den Chef des marokkanischen Inlandgeheimdienstes führen zu diplomatischen Spannungen zwischen Frankreich und Marokko. Dahinter stehen der Westsaharakonflikt sowie Menschenrechtsverletzungen in Marokko.

“Gradual reforms fail in Morocco”

Marokko hat sich Nagham Assaad zufolge bisher auf graduelle politische Reformen verlassen, um einen ähnlichen Umbruch wie in Ägypten oder Libyen zu verhindern. Dieser Prozess sei nun allerdings ins Stocken geraten (Al-Monitor vom 16.02.2014).

Zwischen zwei Erdbeben

“Entre deux seismes” heisst der Titel eines luziden Editorials der algerischen Zeitung “Quotidien d’Oran”. Mit kaum zu überbietender Schärfe wird die Unfähigkeit der gegenwärtigen Regierung beschrieben, die drängenden Probleme des Landes anzugehen. Der Autor brandmarkt ein “système de gouvernance sans les citoyens”, das jede politische Vitalität erstickt habe (10.2.2014).

Ein Konsens auf schmaler Basis

Tunesien hat sich eine neue Verfassung gegeben. Aber jenseits dieser prekären Konsensfindung findet ein Dialog zwischen dem islamisch-konservativen und dem säkularen Lager kaum statt (NZZ, Feuilleton 10.2.2014).

Mord an Choukri Belaid weiterhin ungeklärt

In einer Vorstadtsiedlung von Tunis ist der mutmassliche Mörder des Linksoppositionellen Choukri Belaid erschossen worden. Damit schwinden die Chancen auf eine Aufklärung des Falls, der ganz Tunesien bewegt (SRF 4, 5.2.2014).

Die Einwanderung ins Auswandererland

Migrationsströme führten in Marokko während Jahrzehnten in eine Richtung: nach Europa. Doch immer weniger Marokkaner wandern aus, dafür steigt die Zuwanderung. Erstmals sollen illegal im Land lebende Migranten Aufenthaltspapiere erhalten (NZZ, 4.2.2014).

From emigration to immigration

For decades, migration in Morocco flowed in one direction: towards Europe. Now, however, while fewer and fewer Moroccans are leaving the country, immigration is on the rise. For the first time, illegal immigrants living in the country are to be issued with residence papers (de.qantara, 11.2.2014).

«Die Lage der Schwarzafrikaner in Marokko ist sehr schwierig»

Für afrikanische Auswanderer ist Marokko ein Sprungbrett nach Europa. Doch viele bleiben dort hängen und schaffen es nicht nach Europa. Jetzt wollen die marokkanischen Behörden gewissen Auswanderern aus Schwarzafrika eine Aufenthaltsbewilligung geben (SRF 4 News, 28.1.2014).

Turbulenzen in libyscher Regierung

Die islamistische Muslimbruderschaft hat ihre fünf Minister aus der Regierung zurückgezogen. Trotzdem sollen sie an einer Regierungssitzung teilgenommen haben (SRF 4, 23.1.2014)

Wer es sich leisten kann, geht in die Privatschule

Das Bildungswesen in den Maghrebländern hat den Anschluss an moderne Formen verpasst. Das beobachtet unser Mitarbeiter Beat Stauffer (SRF 4, Zwischen den Schlagzeilen, 22.1.2014).

Die fehlende Revolution in den Köpfen

Die tunesische Intellektuelle Amel Grami über die fehlende Revolution in den Köpfen und den Kampf um die Deutungshoheit zwischen islamisch-konservativen und säkularen Intellektuellen (SRF 2 Kultur kompakt, 13.1.2014)

Resignation bei Tunesiens Jugend

Viele der jungen Menschen, die vor drei Jahren voller Begeisterung für eine Demokratisierung der tunesischen Gesellschaft gekämpft haben, leben mittlerweile zurückgezogen und haben resigniert. Eine wichtige öffentliche Stimmen ist der gut 30-jährige Haythem El Mekki, einer der bekanntesten Radio-Moderatoren Tunesiens (Radio SRF, Echo der Zeit, 13.1.2014).


Algerien dreht sich im Kreis

Nach einem zweimonatigen Aufenthalt in einem Pariser Spital ist der algerische Präsident Bouteflika in den Palast zurückgekehrt. Nun kandidiert er erneut für die Präsidentenwahl vom April 2014 (NZZ, 3.1.2014).

Angeschwärzte Journalisten

In seinem jüngst veröffentlichten “Schwarzbuch” macht Tunesiens Präsident Moncef Marzouki die Namen von hunderten Journalisten publik, die mit dem Ben Ali-Regime kooperiert haben sollen – und erntet damit viel Kritik aus der Bevölkerung (Qantara.de, 18.12.2013).

Tunesien sucht seinen Weg

Die Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi gilt als Beginn der tunesischen Jasmin-Revolution. Drei Jahre später hat das «Mutterland des Arabischen Frühlings» seinen Weg noch immer nicht gefunden. Daran ändert auch der neue Premierminister nichts (SRF, Echo der Zeit, 17.12.2013).

Tunesien drei Jahre nach Beginn der Jasmin-Revolution

Die tunesische Revolution begann mit Mohamed Bouazizi, dem 26-jährigen Hochschulabsolventen, der sich aus Verzweiflung über seine Lage in der tunesischen Gesellschaft selber anzündete. In der Folge wurde Diktator Ben Ali verjagt, die Islamisten übernahmen die Macht. Wo steht Tunesien heute? (SRF 1, Rendez-vous, 17.12.2013).

Von Aufständen verschont, aber ohne Visionen

Vor rund drei Jahren begannen die arabischen Aufstände im tunesischen Hinterland. In Marokko und Algerien konnten die Behörden mit Zugeständnissen und Repression verhindern, dass sich die Unzufriedenheit in landesweiten Aufständen äusserte. Doch in beiden Ländern wird keine wirklich zukunftsfähige Politik betrieben (SRF 2, Kontext, 16. 12. 2013).

Libyen: Ultimatum an Milizen

Die Bürger der libyschen Hauptstadt Tripolis wehren sich gegen bewaffnete Milizen. Diese hatten vor gut zwei Jahren gegen den damaligen Diktator Gaddhafi gekämpft (SRF 4 News aktuell, 13.12.2013).

Glänzende Fassaden, wackliger Untergrund

Marokko konnte bis jetzt den Stürmen der arabischen Aufstände erstaunlich gut trotzen. Doch auch im westlichsten Land des Maghrebs herrscht Unmut in breiten Kreisen der Bevölkerung. Viele Experten schätzen die Lage als labil ein (NZZ, 29.11.2013)

Machtlose libysche Regierung

Libyen, das an Rohstoffen reiche Land, verarmt und versinkt zunehmend im Chaos. Nachdem am Wochenende Demonstranten und Milizen einander angegriffen hatten und über 40 Menschen starben, hat der Stadtrat von Tripolis zum Generalstreik aufgerufen. Der Streik soll ein Zeichen der Trauer setzen (SRF 1, Rendez-vous, 18.11.2013).

Deutscher Ex-Nationalspieler stirbt im Heiligen Krieg

Burak K. galt als grosses Talent, spielte mit Sami Khedira, Kevin-Prince Boateng und Dennis Aogo in der deutschen Jugendnationalelf. Doch dann wählte er einen anderen Weg (Tages-Anzeiger, 18.11.2013).

Gewalt in Tripolis: Stadtregierung ruft zum Generalstreik auf

In der libyschen Hauptstadt Tripolis hat die Stadtregierung gestern einen dreitägigen Generalstreik ausgerufen. Damit will die Stadt eine Art Zeichen setzen, nachdem bei Gewalt zwischen Milizen und Demonstranten über 40 Menschen getötet und über 400 verletzt worden waren (SRF 4 aktuell, 18.11.2013).

Yasmina Khadra for president

Die politische Situation in Algerien ist blockiert. Die Anzeichen verdichten sich, dass der 76-jährige, gesundheitlich angeschlagene Präsident Bouteflika im April für eine vierte Amtszeit kandidieren will. Doch nun gibt Yasmina Khadra, einer der international berühmtesten Schriftsteller Algeriens bekannt, er stelle sich als unabhängiger Kandidat für das Präsidentenamt zur Verfügung (SRF 2, Kultur kompakt, 12.11.2013, ab 22:50).

Die Flüchtlingswege durch die Wüste werden immer gefährlicher

Die meisten Flüchtlingsdramen spielen sich nicht auf dem Meer ab, sondern auf dem beschwerlichen Weg durch die Wüste zur Küste. In zwei neuen Fällen verdurstesten oder verschwanden offenbar über hundert Menschen in der Sahara (SRF 4 News, 30.10.2013).

Die totale Demütigung des libyschen Staats

Drohender Zerfall: Die Entführung des Ministerpräsidenten Ali Zaidan stellt eine neue Stufe der Eskalation im Kräftemessen zwischen Regierung (NZZ am Sonntag, 13.10.2013).

Eiszeit in der Wüste

Vor 50 Jahren begann der «Guerre des Sables» genannte Krieg zwischen Algerien und Marokko. Er dauerte nur drei Wochen. Doch die Spannungen zwischen den Ländern dauern fort, die Grenzen sind seit 1994 geschlossen (NZZ, 12.10.2013)

Al-Kaida-Terrorist in Libyen gefasst

Bewaffnete und maskierte Männer einer US-Spezialeinheit verhafteten am Samstag in der libyschen Hauptstadt Tripolis den al-Kaida-Terroristen Abu Anas al-Libi. Er gilt als Drahtzieher der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania vor 15 Jahren – damals kamen über 220 Menschen ums Leben (SRF 1, Rendez-vous, 8.10.2013).

Marokkanische Majestätsbeleidigung

Der marokkanische Journalist Ali Anouzla sitzt seit mehr als zwei Wochen in Untersuchungshaft. Dem Kritiker des Königshauses wird islamistische Propaganda vorgeworfen. Vor dem Parlament in Rabat finden Solidaritätskundgebungen statt (NZZ, 4.10.2013).

Fruchtbarer Boden für Jihadisten im Maghreb

Militante Islamisten versuchen, in den postrevolutionären Gesellschaften des Maghreb neue Basen zu errichten. In Tunesien und Algerien stossen sie auf den Widerstand der Armee, in Libyen haben sie leichtes Spiel (NZZ, 17.9.13)

«In Tunesien ist die Wut der Bevölkerung greifbar»

Im Dezember 2010 verbrannte sich ein Mann in Tunesien öffentlich. Das war der Auftakt zum Umsturz vor zweieinhalb Jahren. Wo steht das Land heute? (SRF info, 24.8.2013).

Der König ist nicht mehr über alle Zweifel erhaben

Die Begnadigung eines Pädophilen durch Mohammed VI. hat in Marokko zu einer schweren politischen Krise geführt. Darin manifestiert sich möglicherweise ein neues Bürgerbewusstsein, dem sich auch der König nicht länger entziehen kann (NZZ, 14.8.2013).

Libyen: Eine Baustelle der Demokratie

Die Nationalversammlung hat vor einem Jahr die Zügel des Landes in die Hand genommen. Das ist ein wichtiger Schritt zu einem demokratischen Libyen. Doch gewisse Kräfte versuchen, das nordafrikanisch Land zu destabilisieren – und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück (Radio SRF 4 aktuell, 8.8.2013).

Tunesiens Verfassungsrat setzt seine Arbeit aus

Zehntausende gingen in Tunis auch in der Nacht auf Mittwoch wieder auf die Strasse. Die Demonstranten beschuldigen die islamistische Regierungspartei Ennahda, hinter dem Mord am Oppositionspolitiker Mohammed Brahmi zu stecken – und fordern deren Rücktritt aus der Regierung (Radio SRF, Echo der Zeit, 7.8.2013).

Mohammed VI. krebst zurück

Der marokkanische Monarch Mohammed VI. hat die Begnadigung eines spanischen Pädophilen widerrufen. Die Empörung im Land ebbt ab. Umso lauter werden die Stimmen, die eine Aufklärung der Affäre fordern (NZZ, 5.8.2013).

Zunehmende Spannungen in Tunesien

Die Rufe in der Bevölkerung nach einem Rücktritt der Nahda-Regierung werden lauter. Nach dem Mord an Mohamed Brahmi nehmen in Tunesien die Spannungen zwischen islamisch und säkular Gesinnten zu. Die Opposition fordert den Rücktritt der von der Nahda angeführten Regierung. Zugleich wächst in der Bevölkerung die Angst vor Gewalt und Chaos (NZZ, 2.8.2013).

Das islamistische Lager Tunesiens ist gespalten

Die Salafisten, die sich strikt an Prophet Mohamed orientieren, kritisieren immer öfter die kompromissbereite Muslimbruderschaft der Regierungspartei Ennahda. Beobachter gehen davon aus, dass es zwischen den beiden zu einem Bruch kommen wird (Radio SRF, Echo der Zeit, 30.7.2013).

Revolte gegen Fasten-Zwang

In der Islamischen Welt ist Ramadan. Und ob das Fasten auch wirklich eingehalten wird, wird immer genauer kontrolliert. Öffentliches Fastenbrechen während des Ramadans wird zum Teil sogar bestraft. Doch immer mehr junge Menschen wollen sich diesem Diktat nicht mehr unterordnen (SRF 4 News, 29.7.2013)

Mord an Politiker

Der tunesische Oppositionspolitiker Mohamed Brahmi ist erschossen worden. In der Hauptstadt Tunis gehen Tausende von Demonstranten auf die Strasse (NZZ, 26.7.2013)

Tunesien: Heftige Proteste nach Politiker-Mord

Schon wieder ist in Tunesien ein Oppositionspolitiker und erbitterter Gegner der islamistischen Regierungspartei Ennahda ermordet worden. Mohamed Brahmi starb durch elf Schüsse in seinem Auto. Zu Tausenden demonstrieren die Leute seither auf der Strasse. Wie heikel ist die Situation für die Politik im Land? (SRF 1, Rendez-vous, 26.7.2013).

Die Ablehnung Ghadhafis verbindet das libysche Volk

In der libyschen Hauptstadt Tripolis soll ein Vergnügungspark entstehen – in Bab el-Aziziya, auf dem Gelände des ehemaligen Ghadhafi-Militärkomplexes. Beobachter sehen darin einen Versuch der Regierung, das von politischen Problemen erschütterte Land symbolisch zu einen (SRF 1.ch, Rendez-vous, 23.7.2013).

Bouteflika trinkt Kaffee in Paris

Am 16. Juli ist der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika nach 80-tägigem Spitalaufenthalt in Paris nach Algerien zurückgekehrt. Ist er überhaupt noch in der Lage, sein Amt auszuüben? Wer zieht die Fäden hinter den Kulissen? Wem nützt das gegenwärtige Machtvakuum? Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal verfasste für Le Monde eine beissende Analyse der gegenwärtigen Situation in seiner Heimat (17.7.2013).

Die Opfer als Täter

In der Provinzstadt El Kef attackieren mutmassliche Salafisten eine Theatergruppe und versuchen das Theater in Brand zu setzen. Verhaftet werden nicht die Angreifer, sondern die Schauspieler (NZZ, 16.7.2013).

Ennahda sieht Parallelen zwischen Ägypten und Tunesien

Besonders aufmerksam schaut zur Zeit die islamistische Schwesterpartei in Tunesien, die Ennahda, nach Ägypten. Bei Ennahda scheint man sich durch den militärischen Umsturz im Nachbarland bedroht zu fühlen. Zu Recht? (SRF 1, Rendez-vous, 15.7.2013).

Marokko: ambitiöser Städtebau

In der grossstädtischen Region von Rabat/Salé in Marokko sind derzeit grosse städtebauliche Aktivitäten im Gang. Sie sind beeindruckend. Doch es stellt sich die Frage, wem solche Projekte letztlich nützen (SRF 4 News, 13.7.2013).

Marokkos Regierungskoalition auseinandergebrochen

Marokkos Unabhängigkeitspartei (Istiqlal) hat sich aus der Koalitionsregierung zurückgezogen. Premierminister Benikiranes islamistische Partei braucht einen neuen Koalitionspartner. Sonst drohen vorgezogene Neuwahlen (NZZ, 11.7.2013).

Neuer Glanz für die Piratenbucht

Zwischen Rabat und Salé wird die Mündung des Flusses Bouregreg mit gewaltigem Aufwand neu gestaltet. Die erste Etappe des ambitiösen Projekts – ein Joint Venture zwischen dem marokkanischen Staat und einem Konsortium aus Abu Dhabi – wird dieser Tage fertiggestellt (NZZ, 1. Juli 2013).

Unsichere Lage in Libyen wegen streitenden Milizen

Nach dem Sturz von Diktator Ghadhaffi war es in Libyen zuerst relativ ruhig. Doch jetzt gibt es immer mehr Gewalt. In den letzten zwei Tagen gingen rivalisierende Milizen in der Hauptstadt Tripolis aufeinander los (Radio SRF 4 News).

Tunesiens starker Mann in der Schweiz

Rached Ghannouchi, Präsident der tunesischen Nahda-Partei, unternimmt in diesen Tagen eine Tournee durch die Schweiz (NZZ, 26.6.2013).

Gewaltausbruch in Libyen

Blutiges Wochenende in Libyens Hafenstadt Bengasi. Bei Strassenschlachten zwischen Demonstranten und bewaffneten Milizen sind über 30 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden, verkündeten Ärzte (SRF 4 aktuell, 10.6.2013).

Neues libysches Gesetz fordert ein prominentes Opfer

Der libyische Parlamentspräsident Mohammed al-Magarief tritt zurück. Grund für den Rücktritt ist ein neues Gesetz, das Anfang Mai in Kraft getreten ist. Es verbietet Funktionären ein politisches Amt auszuüben, wenn sie schon zu Ghadhafis Zeiten ein solches Amt inne hatten (Radio SRF 4 News, 30.5.2013).

Mali: Islamistische Terrorgruppen weichen in Nachbarländer aus

In Niger sind bei Anschlägen von Islamisten Dutzende getötet worden. Ziel waren ein Militärcamp und eine grosse Uranförderanlage. War es eine Vergeltung für die französische Intervention im Nachbarland Mali? (Radio SRF 4 News, 24.5.2013).

Justiz in Libyen: Fehlender Reformwille

Der Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates kommt in Libyen nur schleppend voran. Schuld daran sind unter anderem die fehlende Reform des Rechtswesens und die Selbstjustiz von bewaffneten Brigaden. (Qantara.de, 14.5.2013).

Intervention des Königs verhindert Regierungskrise in Marokko

Der Istiqlal, die zweitstärkste Partei in Marokko, droht mit dem Auszug aus der Regierungskoalition der islamistischen Regierung Benkirane. Doch nach einer Intervention von König Mohammed VI. bleibt vorderhand alles beim Alten (NZZ, 14.5.2013).

”Die Banalität der Gewalt”

Die junge tunesische Anwältin und Regisseurin Meriam Bousselmi sorgt mit ihren gesellschaftskritischen und politisch ambitionierten Theaterstücken für öffentliches Aufsehen in ihrer Heimat. Mit ihr sprach Suleman Taufiq (Qantara.de, 10.5.2013).

“Der Entwurf der tunesischen Verfassung ist inakzeptabel”

Der tunesisch-französische Denker Abdelwahab Meddeb begründet in einem Beitrag von Le Monde, weshalb der Entwurf der neuen tunesischen Verfassung “pervers, geschwätzig und konfus” und letztlich inakzeptabel sei (Le Monde, 30.4.2013).

Die Sahraouis alleingelassen in der Wüste

Das Mandat der Uno-Mission in der Westsahara wird nicht auf die Menschenrechtssituation ausgeweitet. Damit schwinden die Hoffnungen der Sahraouis auf eine baldige Verbesserung ihrer Lage im schon 38 Jahre dauernden Konflikt mit Marokko (NZZ, 27.4.2013).

Fehlende Reformschritte im libyschen Justizsystem

Eine Studie der Denkfabrik International Crisis Group kommt zum Resultat, dass das libysche Justizsystem bis anhin kaum reformiert worden ist. Eine solche Reform des Justizapparats ist aber für den Aufbau eines demokratischen Rechtsstaats von grösster Bedeutung (NZZ, 21.4.2013).

Selbstjustiz – und die Ohnmacht der libyschen Justiz

Menschenrechtsverletzungen und willkürliche Verhaftungen werden in Libyen kaum verfolgt. Gleichzeitig wurde das Justizsytems kaum reformiert. Das zeigt der Bericht der International Crisis Group. Wieso gibt es keine Fortschritte? (SRF 1, Echo der Zeit, 18.4.2013).

Die Sahara – vom Sehnsuchtsort zur Sperrzone

Die Sahara war für die Europäer während Jahrhunderten ein Ort des Rückzugs, der Freiheit, der Meditation, der Entgrenzung. Innert weniger Jahre ist sie zum gefährlichen Sperrbezirk geworden (David Signer, NZZ, 12.4.2013).

Libyen: Selbsternannte Herrscher bestimmen den Alltag

Noch immer kontrollieren bewaffnete Milizen grosse Teile Libyens. Diese gelten aus westlicher Sicht als eines der Haupthindernisse auf dem Weg zur Demokratie. Die Kämpfer sehen sich als Garanten dafür, dass die Ziele der Revolution durchgesetzt werden (SRF 1, Echo der Zeit, 10.4.2013)

«Ennahda hat kein Interesse, den Mordfall Belaid aufzuklären»

Auch zwei Monate nach der Ermordung des tunesischen Oppositionspolitikers Chokri Belaïd ist nicht klar, wer für seinen Tod verantwortlich ist. Das hat in Tunesien auch am Dienstag wieder Proteste ausgelöst (SRF 4.ch, 10.4.2013).

Libyen: Zwischen Revolutionsfeiern und schwierigem Alltag

Viele der Revolutionäre, welche das Ghadhafi-Regime beseitigt haben, wollen bis heute ihre Waffen nicht abgeben. Sie misstrauen der neuen Regierung und befürchten eine Rückkehr von Gefolgsleuten des alten Regimes (SRF 2.ch, 5.4.2013).

« Moi Abou Talha, salafiste tunisien, de retour du front syrien »

Der Journalistin Isabelle Mandraud ist es gelungen, mit einem tunesischen Jihadisten zu sprechen, der soeben vom seinem “Einsatz” zurückgekehrt ist (Le Monde, 5.4.2013).

Junge Tunesier kämpfen in fremden Kriegen

Junge Dschihadkämpfer aus dem Maghreb ziehen weltweit in den Krieg: etwa nach Mali oder Syrien. Ein grosser Teil dieser islamistischen Gotteskämpfer stammt aus Tunesien (SRF 4.ch, 20.3.2013).

Libyen zwei Jahre ohne Ghadhafi

Das Land ist noch alles andere als stabil. Die Regierung verhandelt zwar mit westlichen Staaten über milliarden-schwere Öl-Verträge, aber Reformen kommen kaum vom Fleck und frühere Ghadhafi-Treue bekleiden bereits wieder wichtige Staatsämter (SRF 4, 6.3.2013).

Tanzphänomen «Harlem Shake» sorgt für Konflikte in Tunesien

In der U-Bahn, im Museum, auf öffentlichen Plätzen: Der Beat setzt ein, die Kontrolle aus. Tausende Videos zum Song «Harlem Shake» kursieren im Web. In Tunesien versuchen Islamisten das Phänomen, das sie als gefährlich westlich ansehen, zu unterbinden (SRF 2 Kultur, 1.3.2013)

Verhaftung eines Verdächtigen in Tunesien

In Tunesien ist der mutmassliche Mörder des Oppositionspolitikers Chokri Belaïd festgenommen worden. Gemäss Polizeiangaben gehört der Festgenommene der islamistischen Salafisten-Bewegung an
(SRF 4.ch, 26.2.2013).

«Zum Dialog mit den Islamisten gibt es keine Alternative»

Hélé Béji gehört zu den massgebenden Intellektuellen Tunesiens. Als überzeugte Säkularistin stellt sie sich den religiösen Kräften entgegen, die seit der Revolution zunehmend den Ton angeben. Doch selbst nach dem Mord an Chokri Belaïd plädiert sie für den Dialog – und fordert, dass die Säkularisten den ersten Schritt tun (NZZ, 21.2.2013).

Libyen feiert die Revolution

In der Hauptstadt Tripolis feiern die Menschen ausgelassen den zweiten Jahrestag der Revolution. Die befürchtete Welle der Gewalt ist bislang ausgeblieben. Dennoch bleibt die Sicherheitslage prekär – der Weg zu einer funktionierenden Demokratie ist noch lang (Echo der Zeit, SRF 1, 17.2.2013).

Protest ohne Nachhall

Die marokkanische Protestbewegung hat viel von ihrer anfänglichen Mobilisierungskraft verloren. Eine geschickte Strategie des Palastes, die politische Zugeständnisse mit Repression verband sowie fehlende Bündnispartner haben die Bewegung stark geschwächt. Doch das Königreich ist deswegen in Zukunft keineswegs sicher vor neuen Protesten (Qantara.de, 13.2.2013).

Auf der Suche nach den Rädelsführern

Die sogenannten “Ligen zum Schutz der Revolution” stehen unter dringendem Tatverdacht, hinter dem Mord an Chokri Belaid zu stehen. Doch auch Salafisten oder Netzwerke von Sicherheitskräften des früheren Ben-Ali-Regimes könnten für den Anschlag verantwortlich sein (Qantara.de, 8.2.2013)

Sturmlauf gegen Linke und Säkularisten

In Tunesien sind die Ligen zum Schutz der Revolution in den Verdacht geraten, den Oppositionspolitiker Belaïd umgebracht zu haben. Diese Gruppen, einst Bürgerinitiativen, scheinen ins Fahrwasser extremistischer Islamisten geraten zu sein (NZZ, 8.2.2013).

Unruhen und Regierungsumbildung in Tunesien

In Tunesien will Ministerpräsident Hamadi Jebali die Regierung auflösen. Er reagiert damit auf die gewaltsamen Proteste und Ausschreitungen, nachdem am Mittwoch ein bekannter Oppositions-politiker ermordet worden war (SRF 1, Heute Morgen, 7.2.2013).

Unruhen in Tunesien nach Mordanschlag auf Oppositionspolitiker

Ein Unbekannter erschoss am Morgen den prominenten Oppositionspolitiker Chokri Belaid vor seinem Haus in Tunis. In mehreren Städten wurden danach Büros der Regierungspartei Ennahda angegriffen (SRF 1, Echo der Zeit, 6.2.2013).

Was es für «Papa Hollande» zu verteidigen gilt

Nebst der Stabilisierung der politischen Lage in Nordafrika geht es bei der französischen Intervention in Mali auch um handfeste wirtschaftliche Interessen. Eine Übersicht zeigt, wie abhängig das Land von Uran ist (Tages-Anzeiger, 4.2.2013).

«Franzosen müssen mit Tuareg-Rebellen zusammenarbeiten»

Die ersten drei Wochen der französischen Militärintervention in Mali brachten schnelle Erfolge. Die Islamisten konnten aus den Städten vertrieben werden. Doch nun haben sie sich ins Gebirge zurück-gezogen, was die Lage deutlich schwieriger macht (SRF 4, 4.2.2013).

Der Krieg in Mali aus der Optik des Maghreb

Zwischen Mali, wo Krieg geführt wird, und Europa liegt ein einziges Land: Algerien. Viele Experten sind deshalb überzeugt, dass die Sicherheit Europas dort und in den umliegenden Ländern der Sahelzone verteidigt wird (Tagesgespräch, Radio SRF 1, 1.2.2013).

L’irrésistible déclin du jihadisme
In einem ausgezeichneten Kommentar in der Zeitung “Libération” legt Bernard Guetta dar, weshalb die Tuareg die “Kurden des Sahels” seien und weshalb der gewalttätige Dschihadismus trotz einiger spekta-kulärer Aktionen kein Zukunft mehr habe (Libération, 25.1.2013).

Terrorwarnung in Bengasi

Verschiedene westliche Regierungen rufen ihre Staatsbürger dazu auf, die Region um die libysche Hafenstadt Bengasi zu verlassen. Hat die Terrorwarnung mit islamistischen Aktivitäten in Mali und Algerien zu tun? Ist Libyen noch unsicherer geworden? (SRF 1, “Rendez-vous”, 25.1.2013).

Wer ist Mokhtar Belmokhtar?

Die Geiselnahme auf dem algerischen Gasfeld von In Amenas steht höchstwahrscheinlich unter der Leitung von Mokhtar Belmokhtar. Wer ist dieser gefürchtete Terrorist? (SRF, TV, 10vor10, 17.1.2013).

Überfall auf Gasfeld in der Sahara – wer sind die Geiselnehmer?

Nach der Geiselnahme auf einem Gasfeld im Südosten Algeriens bleibt die Lage unübersichtlich: Mindestens 40 ausländische Arbeiter der Gasförderfirmen befinden sich in Geiselhaft islamistischer Extremisten. Wie konnten die Extremisten das Gasfeld in der Sahara besetzen? (Drs 1, „Rendez-vous“, 17.1.2013).

Algerien im Würgegriff radikaler Islamisten

Nach der Entführung von ausländischen Oelarbeitern in der algerischen Sahara steht die Regierung in Algier vor neuen Herausforderungen. Wie soll sie radikale Islamisten, die auf algerischem Territorium operieren, in den Griff bekommen? (Srf 4, 17.1.2013)

Wie sieht die Lage für die Kulturschaffenden in Tunesien zwei Jahre nach der Revolution aus? Ein Momentaufnahme (SRF 2 Kultur, “weltweit”, 14.1.2013).

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Tunesien zwei Jahre nach Ben Ali

Heute vor zwei Jahren flüchtete der tunesische Machthaber Ben Ali aus seiner Heimat nach Saudi-Arabien. Die Menschen auf der Strasse hatten das autoritäre Regime in die Knie gezwungen. Darauf sind sie heute noch stolz, doch die Hoffnungen auf mehr Demokratie sind inzwischen verflogen (SRF1, 14. Januar 2013).

Marokko kränkelt, aber keiner merkt es

Vor zwei Jahren ging auch Marokkos Bevölkerung auf die Strasse. König Mohammed VI hat seither eine neue Verfassung ausarbeiten lassen, das Volk wählte mit der gemässigten islamistischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung PJD eine neue Regierung (SRF 1, Echo der Zeit, 4.1.2013).

Flight of the Hopeless

In view of Tunisia’s persistent economic crisis and high jobless rate, also in the wake of the Jasmine Revolution, many young Tunisians are tempted to turn their backs on their homeland and seek their fortunes in Europe. This gives greater weight to projects aimed at improving prospects for the younger generation and persuading them to abandon plans to cross the Mediterranean (Qantara.de, 18.12.2012)

2 Jahre arabischer Frühling in Tunesien – ernüchternde Bilanz

Am 17. Dezember 2010 zündete sich der junge Gemüsehändler Mohammed Bouazizi (Bild) selber an. Aus Wut und Ohnmacht ob der Verhältnisse in seinem Land (DRS 4, 17.12. 2012)

Unmögliche Mission in Mali

Die afrikanischen Nachbarn Malis wollen mit einer Militärintervention die Islamisten in Nord-Mali bekämpfen – unterstützt von den USA und der EU. Der marokkanische Politikwissenschafter Mohammed Darif warnt vor einem Scheitern (DRS1, Echo der Zeit, 13.12.2012).

Flucht der Hoffnungslosen

Wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit ist die Versuchung vieler junger Tunesier auch nach der “Jasminrevolution” groß, ihrem Land den Rücken zu kehren und über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Umso wichtiger sind Projekte zur Selbsthilfe, die der jüngeren Generation neue Perspektiven eröffnen (Qantara.de, 13.12.2012).

Die Rückkehrer nach Tunesien und ihre Hoffnungen

Die südtunesische Stadt Zarzis war und ist einer der Drehpunkte der klandestinen Emigration. Mittlerweile kommen die ersten Migranten aus Europa zurück, die auf ihrer Suche nach einem besseren Leben gescheitert sind (DRS 2, Kontext, 11.12.2012).

Ausbeutung der Haushaltshilfen in Marokko

“Les Petites Bonnes” sind junge Frauen und Mädchen, die in Marokko als billige Haushalts-Hilfen arbeiten. In einem Bericht spricht die Menschenrechts-Organisation “Human Rights Watch” von Ausbeutung und verlangt nun von der marokkanischen Massnahmen zum Schutz der “Petites Bonnes” (DRS4, 7.12.2012).

Tunesien ist vom arabischen Frühling enttäuscht

Mehr Freiheit, mehr Jobs, weniger Armut. Das hatten sich die Menschen in Nordafrika mit dem Arabischen Frühling erhofft. Nun geht
es vielen von ihnen schlechter als vor der Revolution (DRS4, 30.11.2012).

Königliche Raubzüge

Ein neues Buch denunziert die lukrativen Geschäfte des marokkanischen Monarchen (NZZ, 29.11.2012).

Marokkos zahme Islamisten

Seit rund einem Jahr führt der Sieger der Wahlen von 2011, der Islamist Benkirane, die marokkanische Regierung. Wie seine nichtislamistischen Vorgänger richtet sich auch Benkirane ganz nach den Wünschen des Königs (NZZ, 28.11.2012).
Die längere Fassung lesen Sie hier.

Tunesiens Fussball nach Ben Ali

Heute Abend trifft die Schweiz auf Tunesien – ein Land, das unter Diktator Ben Ali den Fussball während Jahrzehnten instrumentalisiert hat. Funktionäre und Vereinspräsidenten standen treu zum System, waren Mitglied der Regierungspartei (DRS4 aktuell, 13.11.2012).

Wenig Vertrauen in Tunesiens Konstituante

In Tunesien dauert die Arbeit der verfassunggebenden Versammlung länger, als es die wichtigsten Parteien einst vereinbart haben. Ghazi Gherairi, einst Sprecher des Revolutionsrats, sieht die Konstituante in einer Vertrauenskrise gefangen (NZZ, 8.11.2012).

Rabat geht schärfer gegen illegale Migration vor

Seit einigen Wochen gehen die marokkanischen Behörden schärfer gegen Migranten aus den Sahelstaaten vor. Die Grenzen zu Ceuta und Melilla sowie die Meerenge von Gibraltar werden besser überwacht (NZZ, 3.11.2012).

Der Kampf um Bani Walid

Während der libyschen Revolution fiel die Ghadhafi-Hochburg Bani Walid als letztes. Zwischenzeitlich hatten Ghadhafi-treue Milizen die Stadt wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Doch diese Woche wurden sie von anderen, regierungstreuen Milizen erneut vertrieben. Wie ist die Lage in Bani Walid jetzt? (DRS1, Echo der Zeit, 28.10.2012)

«Wir sind für einen Staat des 21. Jahrhunderts»

Der frühere tunesische Premierminister Béji Caïd Essebsi versucht, das antiislamistisch-säkular gesinnte Tunesien um seine neue Sammlungsbewegung zu scharen. Sein Ziel ist es, den Islamisten bei den nächsten Wahlen die Stirn zu bieten (NZZ, 24.10.2012).

Anhaltende Proteste in Tunesien

Am Montag gab es erneut Demonstrationen gegen die Regierung. Welches sind die Hintergründe? Woher kommt der grosse Missmut anlässlich des Jahrestags der ersten freien Wahlen? (DRS4, 23.10.2012).

Straflosigkeit für Mord an Ghadhafi?
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe an die Adresse der libyschen Rebellen. Haben die neuen Erkenntnisse zum Tod des libyschen Machthabers Ghadhafi Konsequenzen? (DRS1, Echo der Zeit, 17.10.2012).

Libyen: Neuer Regierungschef Sidan

Das libysche Parlament hat den früheren Diplomaten Ali Sidan zum neuen Regierungschef gewählt. Dies nachdem Sidans Vorgänger vor einer Woche mit der Bildung einer Übergangsregierung gescheitert war und zurücktreten musste (DRS4, 15.10.2012).

“Die Islamisten zielen immer auf die Frauen”

In Tunesien sorgt die Vergewaltigung einer jungen Frau durch 2 Polizisten für Empörung. Denn nicht nur die mutmasslichen Täter müssen sich vor Gericht verantworten, sondern auch das Opfer. Für viele Menschenrechtlerinnen spricht dieser Fall Bände über die Situation der Frauen in Tunesien. Ein Gespräch mit Saida Keller-Messahli (DRS4, 8.10.2012)

Revolutionäre in Tunesien und Libyen

In Tunesien begann der Umsturz mit unbewaffneten jungen Menschen. Diese haben nun kaum mehr etwas zu sagen. Gleichzeitig sollen die revolutionären Brigaden in Libyen entwaffnet werden. Wie ist diese Entwicklung zu beurteilen? (DRS 1,Tagesgespräch, 26.9.2012).

Klandestine Emigration ist kaum zu stoppen

Im Süden Tunesiens gibt es zahlreiche Organisationen, die sich mit dem Problem der klandestinen Emigration beschäftigen. Nicht alle haben einen guten Ruf (NZZaS, 23.9.2012).

Libysche Bevölkerung wehrt sich gegen Islamisten

In Libyen wehren sich Unzufriedene gegen islamistische Milizen. Am Wochenende stürmten sie Stützpunkte in Benghasi. Und nun drohen sie sogar mit einer zweiten Revolution, sollten nicht alle bewaffneten Milizen aufgelöst werden. Wer steht hinter dem Bürgerprotest? (DRS4, 24.9.2012).

Le gouvernement tunisien discrédite notre révolution!

Vier berühmte tunesische Kulturschaffende verlangen in einem Forumsbeitrag in “Le Monde” den sofortigen Rücktritt der tunesischen Regierung. Diese habe sich als unfähig erwiesen, die Sicherheit einer ausländischen Botschaft zu garantieren und sei faktisch Komplizin der militanten salafistischen Gruppierungen (Le Monde, 19.9.2012).

In der Geiselhaft der Salafisten

Der versuchte Sturm auf die amerikanische Botschaft in Tunis hat Todesopfer gefordert und gewaltigen Sachschaden verursacht. Noch weit schlimmer dürfte der Imageschaden für die tunesische Regierung sein (NZZ, 17.9.2012).

«Sturm der Entrüstung» – auch in Tunesien

In Tunesien sind Ende vergangener Woche bei Protesten gegen ein islamfeindliches Video vier Menschen ums Leben gekommen. Dazu ein Gespräch mit Beat Stauffer; er ist eben zurück aus dem nordafrikanischen Land (DRS1, “Rendez-vous”, 17.9.2012).

Ein Slogan zum Wutablassen

Die arabischen Revolten haben die Ressentiments gegen den Westen nicht geheilt – im Gegenteil (Kommentar von Gudrun Harrer, Der Standard, 16.9.2012).

“Ein gefundenes Fressen für die Salafisten”

Die USA reagieren auf die gewalttätigen Proteste gegen einen anti-islamischen Schmähfilm. In Tunesien zum Beispiel ziehen sie den grössten Teil des Botschafts-Personals ab. Gewaltbereite Salafisten hatten Ende vergangener Woche die Botschafts-Gebäude in der Hauptstadt Tunis angegriffen (DRS 4.ch, 17.9.2012).

Schwierige juristische Aufarbeitung des Umsturzes in Libyen

In Libyen hätte sich Saif Al-Islam, der Sohn des getöteten früheren Machthabers Muammar Ghadhafi, vor Gericht verantworten müssen. Doch nun ist der Prozess gegen ihn verschoben worden – vermutlich um mehrere Monate. Warum diese Verschiebung? (DRS4, 11.9.2012).

„Einen Gottesstaat sehe ich nirgends entstehen“

Volker Perthes hat in seinem Buch „Der Aufstand. Die arabische Revolution und ihre Folgen“ die Situation in der arabischen Welt analysiert. Goethe.de hat mit ihm über die Gegenwart und die Zukunft der arabischen Staatenwelt gesprochen – und über die Rolle, die der Westen im Prozess der Demokratisierung spielen kann.

Ghadhafi-Anhänger nach Attentaten festgenommen

In Libyen sind nach tödlichen Anschlägen in Tripolis 32 Personen festgenommen worden. Die Verdächtigen sollen einem organisierten Netzwerk angehören, aus dem Umfeld ehemaliger Ghadhaffi-Anhänger. Ist es plausibel, dass hinter diesen Anschlägen tatsächlich Ghadhafi-Leute stecken? (DRS4, 20.8.2012).

Lichtjahre entfernt von Sidi Bouzid

Als «Perle des Südens» wird Marrakesch gepriesen. Zunehmend aber droht die Stadt ihrem eigenen Ruhm und der Masslosigkeit ausländischer Spekulanten zum Opfer zu fallen (NZZ, 18.8.2012).

Schwierige Asylbewerber aus Tunesien

Negative Schlagzeilen aus Asylheimen und Gefängnissen in der Schweiz: Die Gewaltbereitschaft der Insassen aus Nordafrika, insbesondere Tunesier, sei sehr hoch, dem Personal und auch sich selbst gegenüber. Wie ist dieses Phänomen zu erklären? (DRS2 aktuell, 16.8.2012).

Tunesiens Frauen wehren sich

Anfang Woche gingen tausende Tunesierinnen auf die Strasse und forderten, dass die Geschlechter-Gleichheit in der neuen Verfassung bestehen bleibt. Die fortschrittlichen Frauenrechte der Ben-Ali-Zeit sind bedroht (DRS1, Echo der Zeit, 15.8.2012).

Islamist Magarief folgt auf Ghadhafi

Die neu gebildete, libysche Nationalversammlung wählte Mohammed Magarief zum Übergangspräsidenten. Er setzte sich gegen den als liberal geltenden unabhängigen Kandidaten Ali Sidan durch. Was bedeutet das? (Radio SRF, “Rendez-vous”, 10.8.2012).

Kräftemessen oder Kollusion?

Während Monaten haben salafistische Aktivisten in Tunesien Intellektuelle eingeschüchtert, Kulturzentren gestürmt, Moscheen besetzt und versucht, ganze Städte unter ihre Kontrolle zu bringen, ohne dass die Behörden intervenierten. Nun hat sich die Lage offenbar beruhigt – auf ein Machtwort von Ennahda hin (NZZ, 19.7.2012)?

Tunesien: Wie umgehen mit den Salafisten?

Wie umgehen mit den Salafisten, die in Tunesien in den vergangenen Monaten wiederholt Intellektuelle und Künstlerinnen angegriffen haben? Die gemässigte Ennahda-Partei in Tunesien sucht eine glaubwürdige Strategie (DRS 1, Echo der Zeit, 15.7.2012).

„Der Körper ist ein grosses Problem“

Sex ist in der islamischen Welt kein öffentliches Thema. Eine mutige Libanesin will das ändern (Das Magazin, 23.6.2012).

Wie kommt Demokratisierung in Libyen voran?

Nach dem Sturz von Diktator Muamar Gaddafi im letzten Herbst ist Libyen etwas aus den internationalen Schlagzeilen verschwunden.Nun werden neue gewalttätige Zusammenstösse gemeldet, und die ersten freien Wahlen sind verschoben auf Anfang Juli. Ist der Demokratisierungsprozess in Libyen in Gefahr? (DRS 4, 12.6.2012).

Wie sinnvoll ist das schweizerisch-tunesische Asylabkommen?

Wie wird dieser Deal mit der Schweiz in Tunesien aufgenommen? Werden die Tunesier in ihre Heimat zurückkehren? Was hat sich Tunesien erhofft? (Echo der Zeit, 11.6.2012)

Tunesien, ein Versuchslabor

Tunesien und seine Revolution sind weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch in dem kleinen Land, in dem die arabische Demokratiebewegung ihren Anfang nahm, ist vieles im Gange. Tunesien ist das wohl wichtigste Experimentierfeld für die arabische Demokratiebewegung geworden. Ein Scheitern hätte Folgen weit über Tunesien hinaus (DRS 2, Kontext, 7.6.2012).

„Töten und schlagen, bis sie bereuen“

Wegen neuer Drohvideos blicken die Behörden mit zunehmender Sorge auf die Salafisten-Szene. In ihnen wird zum Mord an Aktivisten der rechtsradikalen Partei „Pro NRW“ und an Journalisten aufgerufen (FAZ, 22.5.2012).

Reisen nach der Revolution

Der Tourismus in Tunesien ist 2011 nach der Revolution stark eingebrochen. Inzwischen hat sich die politische Lage im Land spürbar beruhigt. Deshalb wartet man im Land nun sehnlichst auf Gäste aus Europa (NZZ, 11.5.2011).

Tunesische Medien nach der Revolution

Die Medienschaffenden in Tunesien geniessen heute mehr Freiheiten als unter dem Regime von Ben Ali. Doch heute gibt es neue Einschränkungen und neue Tabus, vor allem bezüglich der Behandlung religiöser Themen (DRS 2 aktuell, 9.5.2012)

Tunesiens Regierung mit Startschwierigkeiten

Trotz einigen Fortschritten mehrt sich in Tunesien die Kritik an der von der islamistischen Partei Ennahda geführten Regierung (NZZaS, 5.5.2012).

Tunesien unter der islamistischen Partei Ennahda

Seit Oktober ist sie an der Macht, noch ist aber offen, in welche Richtung sie sich entwickeln wird: Eher in eine radikal-islamistische oder eine islamisch-demokratische Partei? (DRS 4, 2.5.2012).

Libyen – langsam wieder ein funktionierender Staat?

Libyen Ende April 2012: Zumindest Libyens Erdöl-Wirtschaft scheint sich zu erholen. Gibt es auch Fortschritte beim Aufbau staatlicher Organisationen? Flüchten immer noch Menschen aus Libyen, um ihr Glück in Europa zu suchen? (DRS1, „Rendez-vous, 24.4.2012).

Koranverteilungen in deutschen Städten

Kritik an den Absichten kommt bei ihnen nicht gut an: Salafisten verteilen Koran-Ausgaben in deutschen Städten – weil Allahs Wort die Wahrheit sei. Was sie wirklich wollen, verschleiern sie jedoch (FAZ, 14.4.2012).

Keine Zukunft in der Schweiz?

Hunderte junger Männer aus Tunesien kamen in die Schweiz – in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ihre Chancen für Asyl stehen bei Null. Aufklärung tut Not, findet der tunesisch-schweizerische Doppelbürger Amor Ben Hamida (DRS 1, “Rendez-vous”, 11.4.2012)

Zäher Fortbestand frauenfeindlicher Traditionen in Marokko

Der tragische Selbstmord der Marokkanerin Amina Filali, die ihren Vergewaltiger heiraten musste, gibt in Marokko zu reden. Frauen-organisationen fordern eine Revision des Strafgesetzes, das den Vergewaltiger schont, wenn er sein Opfer heiratet (NZZ, 7.4.2012).

Libyen: Optimismus und Angst vor Waffen

Mitte Februar konnte Libyen den Jahrestag des Ausbruchs der Revolution feiern. Doch die Herausforderungen sind gewaltig: Viele Gefahren lauern auf dem Weg zu einer neuen, demokratischen Gesellschaft. Dennoch ist die Stimmung in Libyen erstaunlich optimistisch (“Kontext”, DRS2, 5.4.2012).

Jenseits der Autorität der Religion und der Herrschaft der Familienclans

Der libanesische Analyst und Meinungsmacher Hazem Saghieh zählt zu den wichtigsten liberalen Stimmen in der arabischen Welt. In seinem soeben erschienenen Buch analysiert er die Gründe für das bisherige Scheitern einer demokratischen Modernisierung in der arabischen Welt (Qantara.de, 5.4.2012).

Als Marokko einen Schirmherrn erhielt

Vor genau 100 Jahren zwangen die Franzosen den marokkanischen Sultan, einen so genannten Protektoratsvertrag zu unterzeichnen. Es war der Beginn einer bloss 44 Jahre dauernden Herrschaft, die das Land dennoch entscheidend geprägt hat (NZZ, 30.3.2012).

Marokko: Fall Amina Al Filali bewegt die ganze Welt

Die 16-jährige Marokkanerin Amina Al Filali hat sich mit Rattengift das Leben genommen. Die junge Frau wurde von einem Mann vergewaltigt und musste sie ihren Peiniger heiraten, damit die Ehre wiederhergestellt ist (DRS2 aktuell, 29.3.2012).

Zerfällt Libyen in Stämme?

In Benghasi begann der Aufstand gegen Machthaber Ghadhafi. Nun fordert die ölreiche Region im Osten weitgehende Autonomie. Das provoziert die Übergangsregierung. Zeigen sich im neuen Libyen bereits Zerfalls-Tendenzen? (DRS1, Echo der Zeit, 7.3.2012).

Geist des blinden Gehorsams scheint vorbei

Seit Ghadhafis Tod müssen Land und Leute an allen Ecken und Enden irgendwie neu anfangen. Was das für die Schulen bedeutet, zeigt die Begegnung mit einem jungen libyschen Englisch-Lehrer (DRS1, Rendez-vous, 2.3.2012).

Sanfter Druck von unten

In Marokko sitzt der König noch fest im Sattel. Souad Ouadia und ihre Tochter Chaymae würden das gern ändern (NZZ, Folio, 6.2.2012).

Warten auf bessere Zeiten

Mit dem Umsturz in Tunesien begann der arabische Frühling. Längst nicht alle Hoffnungen der Revolutionäre haben sich erfüllt. Drei Aktivisten ziehen Bilanz (NZZ Folio, 6.2.2012).

Selbstverbrennung als Heldentat?

Am 18. Januar 2012 zünden sich drei junge marokkanische Akademiker an, einer von ihnen stirbt wenige Tage später an den Verletzungen. Doch anders als vor einem Jahr in Tunesien scheint es diesmal keinen zu interessieren (www.zenithonline.de,1.2.12).

Den Tunesiern schöne Augen gemacht

Das Erfolgsrezept des TV-Unternehmers und Populisten Hechmi Hamdi, der in Sidi Bouzid am meisten Stimmen gemacht hat (NZZ, 1.2.2012).

Dunkle Helfer des Ben Ali-Regimes suchen Schutz in der Schweiz

Unter den tunesischen Asylbewerbern befinden sich auch ehemalige Polizeispitzel und Kleinkriminelle (OnlineReports, 29.1.2012).

Aggressiv und straffällig

Eine gekürzte Fassung des obigen Artikels erschien in der NZZ am Sonntag.

Libyen: Proteste gegen den Übergangsrat

Der Machtkampf in Libyen geht weiter: Am Wochenende haben wütende Menschen gegen die Übergangsregierung protestiert. In der Stadt Benghazi stürmten sie den Sitz des Nationalen Übergangsrates. Daraufhin trat der stellvertretende Vorsitzende des Rates zurück (DRS 1, Heute Morgen, 23.1.2012).

Tariq Ramadans Sicht auf den Arabischen Frühling

Der Schweizer Staatsbürger Tariq Ramadan gibt sich als Vordenker eines europäischen Islam – und polarisiert seit Jahren. Gespräch über die Umwälzungen in Nordafrika und im arabischen Raum (DRS 1, Echo der Zeit, 20.1.2012).

The Niqab Debate in the Maghreb

Until recently, the black, full-body veil was unknown in the Maghreb, where it is now the subject of ongoing controversy. The niqab debate in Europe has put the topic back in the spotlight, as Beat Stauffer reports from Fes (4. Jan. 2011 NewAgeIslam.Com).

Verheerende liberale Gleichgültigkeit

Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen Fortschrittlichen Islam, nimmt Stellung zum Projekt eines Moscheebaus des Islamischen Zentralrats in Bern (TA, 23.1.2012).

Kurzer Arm der tunesischen Justiz

Viele Tunesier haben am 14. Januar 2012 an Feiern zum ersten Jahrestag der Vertreibung Ben Alis teilgenommen. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der frühere Machthaber je hinter Gitter kommt, ist gering geblieben (NZZ, 16.1.2012).

In Tunesien macht sich Ernüchterung breit

Genau ein Jahr ist es her, dass Tunesiens damaliger Langzeit-Präsident Ben Ali das Land überstürzt verlassen musste. Doch inzwischen macht sich im Land Ernüchterung breit – die Revolution erfüllte die riesigen Erwartungen der Massen nicht. Mohamed Tlili, Historiker aus Jendouba, nimmt Stellung (“Echo der Zeit”, 15.1.2012).

«Arabischer Frühling»: Teuer bezahlte neue Freiheit

Vor einem Jahr forderte die arabische Demokratiebewegung ihr erstes prominentes Opfer: Der tunesische Präsident Ben Ali musste Hals über Kopf das Land verlassen. Viele der arbeitslosen und armen Demonstranten hofften auf wirtschaftliche Besserung nach dem politischen Machtwechsel. Diese Hoffnungen sind nicht in Erfüllung gegangen (DRS 2, 14.1.2012).

Tunesische Hoffnungen ein Jahr nach der Revolution

Vor einem Jahr begann in Tunesien der Aufstand, der sich 2011 auf die ganze arabische Welt ausweitete. Wie geht es den Menschen heute? Was ist die Bilanz der Revolution? Welche Hoffnungen für die Zukunft haben die Tunesierinnen und Tunesier? (DRS 2, 8.1.2012).

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Das Faustrecht der Tugendbündler

Seit Monaten machen sich in Tunesien salafistische Gruppierungen lautstark und teilweise gewalttätig bemerkbar. Obwohl zahlenmässig bescheiden, gelingt es ihnen zunehmend, ihre laizistischen Gegner einzuschüchtern und Institutionen lahmzulegen (NZZ, 4.1.2012).

Ernüchterung nach Tunesiens Jasmin-Revolution

In Tunesien befürchten Frauen und Kulturschaffende, die Wahlgewinnerin, die islamistische Ennahda-Partei, könnte das Rad der Zeit zurückdrehen und liberale Rechte einschränken. Gibt es Anzeichen dafür? (DRS, Echo der Zeit, 27.12.2011).

Salafisten behindern das tunesische Kulturleben

Zum Jahrestag der arabischen Revolution wollten Musiker in Tunesien ein Konzert geben. Doch eine kleine Gruppe von Salafisten haben die Musiker daran gehindert. Der Grund: ein solches Konzert sei «unislamisch» (DRS2 aktuell, 23.12.2011).

Der arabische Frühling zeigt wenig Wirkung in Tunesien

Heute vor einem Jahr übergoss sich der Gemüsehändler Mohammed Bouazizi in der tunesischen Provinzstadt Sidi Bouzid mit Benzin und zündete sich an. Er war verzweifelt, weil er keine Perspektiven sah und die Erniedrigungen durch korrupte Beamte nicht ertragen konnte (DRS, Echo der Zeit, 17.12.2011)

Der Enthusiasmus ist am Geburtsort der arabischen Revolution längst verflogen

Ein Jahr nach der Selbsttötung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, der die arabische Demokratiebewegung ausgelöst hatte, herrscht in der Provinzstadt Sidi Bouzid Resignation und Pessimismus. Dennoch wird am Wochenende der Ausbruch der Revolution gefeiert (Aargauer Zeitung, 17.12.2011).

«Die Tunesier sind heute freier, trotzdem sind sie enttäuscht»

Sie gilt als Auslöser für den Arabischen Frühling: Die Verzweiflungstat des arbeitslosen Gemüsehändlers Mohammed Bouazizi. Vor rund einem Jahr am 17. Dezember 2010 zündete er sich selbst an, um gegen die Willkür der Behörden im Land zu protestieren. Niemand konnte damals ahnen, was dadurch in Bewegung geraten sollte (DRS 4 aktuell, 16.12.2011)

L’islam doit rester dans les mosquées

Gibt es tatsächlich einen “gemässigten Islamismus”, oder beinhaltet dieser Begriff einen fundamentalen Widerspruch? Eine Stellungnahme des marokkanischen Schriftstellers Tahar Ben Jelloun (Le Monde, 05.12.2011).

Zäher Kämpfer für die Menschenrechte

Moncef Marzouki war während langen Jahren einer der erbittertsten Gegner Ben Alis. Nun ist der Menschenrechtsaktivist zum neuen tunesischen Übergangspräsidenten ernannt worden (NZZ, 14.12.2011).

„Die meisten Marokkaner haben die Hoffnung auf eine Veränderung längst verloren“

Khalid Jamai ist einer profiliertesten Publizisten in Marokko. Er gilt als einer der besten Kenner der marokkanischen Innenpolitik. Seine Analyse der gegenwärtigen Lage ist eher düster; echte Veränderungen seien auch unter einem islamistischen Regierungschef nicht zu erwarten (NZZ, 2.12.2011).

{Längere Fassung}

Erdrutschsieg für gemässigte Islamisten in Marokko

Am Wochenende hat Marokko ein neues Parlament gewählt. Gewinner der Wahlen sind die gemässigten Islamisten von der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung. Zuvor waren bereits in Tunesien die gemässigten Islamisten siegreich (Drs4aktuell, 29.11.2011).

Königliche Scheinreform in Marokko

Der marokkanische König sitzt trotz arabischem Frühling fest im Sattel. Zwar stimmte er einer Verfassungsreform zu. Nun wird gewählt – aber viel ändern wird das nicht (DRS1, Echo der Zeit, 25.11.2011).

Libyen: Ernennung eines neuen Kabinetts verschoben

Die Zukunft Libyens bleibt ungewiss. Die Bildung einer neuen Übergangsregierung ist verschoben worden. Dafür wurden über das Wochenende die beiden meistgesuchten Männer gefasst: der Ghadhafi-Sohn Saif al-Islam sowie der Geheimdienstchef des Ghadhafi-Regimes, Abdullah al-Senussi (Drs4 aktuell, 21.11.2011).

Al-Jazira sei dank: Kleine Mediengrossmacht Katar

Das Emirat Katar am Persischen Golf misst ungefähr den Viertel der Fläche der Schweiz. Aber der Zwergstaat ist eine Mediengrossmacht: Dem Herrscherhaus von Katar gehört der Fernsehsender al-Jazira, wohl die wichtigste Nachrichtenquelle der arabischen Welt (DRS2aktuell, 21.11.2011).

Der arabische Herbst

In Ländern wie Tunesien, Ägypten und Libyen wurden die alten Machthaber gestürzt – doch wie geht es in der Region jetzt weiter? Lassen sich Islam und Demokratie vereinbaren? Eine Diskussion mit der Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer und dem Buchautor Stefan Weidner (Deutschlandradio Kultur, 20.11.2011)

Seif al-Islam gab sich als Hirte aus

Details über die Festnahme von Seif al-Islam im Süden Libyens (Le Monde, 20.11.2011).

Seif al-Islam ist verhaftet worden

Der libysche “Kronprinz”, der sich in den vergangenen Monaten vom Reformer zum “Hardliner” gewandelt hatte, ist im Süden Libyens festgenommen worden (DRS, “Echo der Zeit”, 19.11.2011)

Warten auf grundlegende Verbesserungen

Die Lage der Christen in der Türkei bleibt trotz einigen Fortschritten problematisch. Seit einiger Zeit gibt es zwar ermutigende Anzeichen. Doch die Realisierung gestaltet sich schleppend (NZZ, 16.11.2011).

Neues Leben für alte Computer

In einem Pilotprojekt in der marokkanischen Metropole Casablanca reparieren Jugendliche ausser Betrieb genommene Computer. Eine Schweizer Stiftung unterstützt das Projekt (NZZ, 16.11.2011).

Die vergessenen Helden der Jasmin-Revolution

Die tunesische Revolution forderte gegen 300 Opfer und gegen 900 (Schwer-) Verletzte. Die meisten der Verletzten leben heute unter prekären Bedingungen. Die Angehörigen haben zwar eine einmalige Abfindung erhalten, doch diese reicht nie und nimmer, um die Pflegekosten zu bezahlen (Arte, 24.10.2011).

Ghadhafis Tod: Debatte um den Tyrannenmord

Muammar Ghadhafi ist tot und begraben. Weltweit wird dem Despoten kaum eine Träne nachgeweint. Ungeklärt sind immer noch die Umstände, die zu seinem Tod geführt haben: War es Lynchjustiz, eine Exekution oder ein «normaler Militäreinsatz»? (DRS2, “Kontext”, 28.10.2011).

Tunesien: Weshalb hapert’s mit der Stimmenauszählung?

Lange Warteschlangen vor den Wahllokalen, keine Gewalt und keine Manipulationsvorwürfe: Bei den Wahlen vom vergangenen Sonntag in Tunesien scheint alles glatt gelaufen zu sein. Doch noch immer ist kein offizielles Wahlergebnis bekannt. Weshalb ist noch kein Wahlergebnis da? (DRS4aktuell, 27.10.2011).

Erste demokratische Wahlen in Tunesien

Als der tunesische Diktator Ben Ali Anfang Jahr von seinem Volk gestürzt wurde, äusserte sich der libysche Machthaber Ghadhafi empört. So gehe man nicht mit einem so guten Herrscher um, rügte er die Tunesier. Monate später wurde auch Ghadhafi gestürzt, und gestern getötet (DRS1, 21.10.2011, “Tagesgespräch”).

Muammar Ghadhafi ist tot

Der langjährige Machthaber von Libyen und selbsternannte Revolutionsführer Muammar Ghadhafi ist tot – zwei Monate nachdem er die Macht in Tripolis verloren und spurlos verschwunden war. Offenbar kam er bei den Kämpfen um die Stadt Sirte ums Leben (SR DRS, Echo der Zeit, 20.10.2011).

Tunesien vor den Wahlen: Sicht eines Bloggers

Tunesien steht vor den ersten freien Wahlen. Im Vorfeld des Wahltags am 23. Oktober hat Korrespondent Beat Stauffer mit dem tunesischen Blogger Haythem El Mekki über die aktuelle Lage in Tunesien gesprochen (DRS2 aktuell, 20.10.2011).

Islamismus auf unideologisch-tunesische Art

Die islamistische Partei an-Nahda ist die Favoritin bei den tunesischen Wahlen vom 23. Oktober. Doch moderate Islamisten wie Abdelfattah Mourou tun im Wahlkampf ihr Bestes, um der Nahda Paroli zu bieten (NZZ, 20.10.2011).

Tunesien im Wahlkampf

Tunesien ist das Land, in dem die arabische Revolution ihren Anfang nahm. Und es geht vorwärts: Am gleichen Tag wie die Schweiz, am Sonntag, 23. Oktober, wählen die Tunesierinnen und Tunesier eine verfassungsgebende Versammlung. Was ist im Moment vom Wahlkampf in Tunesien zu spüren? (DRS 4 aktuell, 14.10.2011).

Sehnsucht nach göttlicher Ordnung

Die arabische Revolution gibt den Demokraten Auftrieb – aber auch den Islamisten. Diese fordern die Scharia als seligmachende Alternative. Folgt der demokratischen Aufbruchstimmung der islamistische Abbruchbetrieb, in dem Frauen ausgepeitscht werden? (Süddeutsche Zeitung, 2.10.2011)

Für ein säkulares und demokratisches Libyen

Ahmed Shebani, Gründer und Vorsitzender der „Demokratischen Partei Libyens“, erläutert im Gespräch mit Beat Stauffer seine kritische Haltung gegenüber Ministerpräsident Mahmud Dschibril und dem libyschen Übergangsrat (Qantara.de, 29.09.2011).

Protokolle einer Zeitenwende

Rund ein Dutzend Neuerscheinungen widmen sich dem Phänomen des Arabischen Frühlings beziehungsweise der Arabischen Revolution. Ein Wegweiser durchs Dickicht (NZZaS, 25.9.2011).

Scharia als Rechtsgrundlage in Libyen?

In Libyen soll ein Rechtsstaat aufgebaut werden – das hat der Vorsitzende des libyschen Übergangsrates Anfang Woche bei seiner ersten öffentlichen Rede vor Anhängern in Tripolis versprochen. Ziel sei ein Staat mit der islamischen Rechtsprechung Scharia als wichtigste Quelle für Gesetze, so Mustafa Abdul Dschalil. Was ist von dieser Ankündigung zu halten? (DRS4news, 14.9.2011)

Libyen: Rechtsstaat auf der Basis der Scharia?

Laut Mustafa Abd al-Dschalil, dem Präsidenten des libyschen Übergangsrates, soll die Scharia soll die wichtigste Quelle für die Gesetzgebung sein. Was von seinem Ziel eines Rechtsstaates unter der Scharia zu halten ist (Süddeutsche,13.09.2011)

Leben nach Ghadhafi in Libyen

Der Diktator ist weg, sein Regime zerschlagen: Für die Libyerinnen und Libyer bricht eine neue Ära an. Doch die Vergangenheit ist noch immer präsent. Viele Menschen haben sich ihr ganzes Leben lang mit Ghaddafi identifiziert und ihn unterstützt (Kontext, DRS2, 12.9.2011).

«Die Nato hätte Ghadhafi sehr schnell erledigen sollen»

Der Preis für die Revolution in Libyen war sehr hoch, sagt Taoufik Ouanes. Der Experte für Internationales Recht sieht die Islamisten im Vormarsch (Der Bund, 3.9.2011).

Die wachsende Macht der Islamisten

Seit Beginn des Aufstands in Libyen gewinnen muslimische Kämpfer an Einfluss, ein früherer Al-Qaida-Terrorist ist Militärchef in der Hauptstadt Tripolis. Moderate Kräfte treten bisher wenig in Erscheinung (TA, 3.9.2011).

Libyen: Annäherung an einen Alltag

Wo ist der alte Machthaber Ghadhafi? Ergeben sich seine letzten Getreuen? Diese Fragen dominieren derzeit die Schlagzeilen zu Libyen. Derweil versuchen die Menschen in Libyen, sich dem Alltag anzunähern (DRS3, 1.9.2011).

Freiheit ist das zentrale Stichwort

In Shakshuk, einem libyschen Dorf am Fuss der Nafusa-Berge, warten die Einwohner auf das definitive Ende des Regimes. Junge Männer aus dem Dorf haben bei der Erstürmung von Ghadhafis Hauptquartier Bab al-Aziziya in Tripolis mitgewirkt (NZZ, 30.8.2011).

«Libyens Männer sind stolz, aber auch beunruhigt.»

Wie sieht es im Westen Libyens ausserhalb von Tripolis aus? Unser Berichterstatter hat in einem Dorf mit Einheimischen über ihren Kampf gegen Ghadhafi gesprochen (DRS 1, Rendez-vous, 29.8.2011)

Augenschein an tunesisch-libyscher Grenze

Die Kämpfe in der libyschen Hauptstadt Tripolis gehen weiter. Und auch die Lage in der Küstenregion bis zur tunesischen Grenze bleibt angespannt. Der sicherste Weg über die Grenze von und nach Tunesien führt durchs Landesinnere. Ein Augenschein im tunesischen Grenzort Dehiba (DRS 4 News, 27.8.2011)

Verworrene Lage in Libyen (Interview, DRS4news, 23.8.2011)

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Islamistische Rebellen in Libyen

Wo ist Muammar Ghadhafi?

Es ist immer noch unklar, wo sich Ghadhafi aufhalten könnte: im Bunker unter seiner Festung in Tripolis, in seiner Geburtsstadt Sirte oder in der Wüste? Und: Wieviel Rückhalt hat der Diktator noch? (DRS1, Rendez-vous, 24.8.2011)

Welche Rolle spielen die Islamisten unter den Rebellen und innerhalb der libyschen Übergangsregierung? Ein interessanter Artikel von France 24 (12.8.2011)

Ein mutiger Oberst

Was genau geschah am Nachmittag des 14. Januar 2011? Wie gelang es, den Trabelsi-Clan festzunehmen und ein grösseres Blutbad in Tunis zu verhindern? Der Offizier, welche die Anti-Terror-Einheit befehligt hatte, bricht sein Schweigen (Nawaat.org, 9.8.2011)

Tunesiens Ernüchterung nach der Revolution

Vor gut sechs Monaten hat das tunesische Volk den Diktator Ben Ali aus dem Land verjagt. Einiges wurde seither erreicht – doch manche Errungenschaften der Revolution sind noch nicht gesichert. Viele sind enttäuscht über die kaum sichtbaren Fortschritte (DRS 2, Kontext, 4.8.2011).

Le fil de la démocratie et l’écheveau de la corruption en Tunisie

Die flächendeckende Korruption ist eines der Hauptprobleme, mit denen das postrevolutionäre Tunesien konfrontiert ist. Von entscheidender Bedeutung sei eine Mentalitätsänderung, sagt die Juristin Chema Ben Chaabene in einer Tribüne von “Jeune Afrique”. Hier ein Auszug: „L’essentiel est de changer les mentalités, de passer d’un schéma de perception négative associé à un esprit d’assistance et de passivité à une attitude positive, engagée et responsable.“ (3.8.2011).

Spuren der Revolution in Sfax, Zentrale der Partei RCD ©Beat Stauffer

Die postrevolutionäre Depression

Gut sechs Monate nach der Vertreibung Ben Alis ist die Stimmung in Tunesien von Ernüchterung geprägt. Zusammenstösse mit militanten Islamisten und der Kampf gegen Opportunisten und Wendehälse absorbieren viele Energien (NZZ, 29.7.2011).

Zu Fuss um den Monte Rosa

Das stark vergletscherte Gebirgsmassiv des Monte Rosa lässt sich in einer mehrtägigen, anspruchsvollen Trekkingtour umkreisen – landschaftliche und kulinarische Highlights sind dabei inbegriffen (NZZ, 29.7.2011).

Die Lektionen des «Frühlings von Tunis»

In seinem Buch «Printemps de Tunis» beschreibt der franko-tunesische Autor Abdelwahab Meddeb seine persönlichen Eindrücke, Analysen und Reflexionen mit Blick auf die Revolte in Tunesien. Beat Stauffer hat mit Meddeb über sein Buch und über Hintergründe der arabischen Demokratiebewegung gesprochen (NZZ, 2.7.2011).

Geburtswehen einer Demokratie

Die Sicherheitslage in Tunesien hat sich in den vergangenen Wochen verbessert. Doch Proteste, Streiks und Strassenblockaden lähmen das Land, und die Anhänger des alten Regimes haben aber ihren Traum von einer Gegenrevolution noch nicht aufgegeben (NZZonline, 28.6.2011).

Schnell gefälltes Urteil in Tunis

Ein tunesisches Gericht hat am Montag Ben Ali und dessen Frau zu 35 Jahren Haft und einer millionenschweren Busse verurteilt. Ein so kurzer Prozess – ging es mit rechten Dingen zu? (DRS1, “Rendez-vous”, 21.6.2011).

Ben Ali in Abwesenheit zu 35 Jahren Haft verurteilt

Ein tunesisches Gericht hat den früheren Machthaber Zine El Abidine Ben Ali und dessen Frau in Abwesenheit zu je 35 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Dass er tatsächlich ins Gefängnis kommt, ist aber unwahrscheinlich. Ben Ali ist mit seiner Frau im Januar ins saudische Exil geflüchtet (FAZ, 21.6.2011).

Verflogene Euphorie in Tunesien?

Mit dem Wort «Jasminrevolution» umschreiben vor allem westliche Medien poetisch und romantisch die radikalen Umwälzungen, die Tunesien seit Dezember letzten Jahres erlebt hat. Nach dem Sturz des Diktatoren Ben Ali befindet sich das Land aktuell in einem Zwischenzustand. Wie sehen die Kulturschaffenden in Tunesien die gegenwärtige Lage? (DRS2 aktuell, 15.6.2011).

Tunesien: Verschiebung des Wahltermins

Die tunesische Regierung hat die Wahlen um drei Monate verschoben. Es sind die ersten seit dem Sturz von Präsident Ben Ali. Statt wie geplant im Juli soll die verfassungsgebende Versammlung neu am 23. Oktober gewählt werden (DRS 4 aktuell, 9.6.2011).

Die Jungfrauen vom Tahrir

Die Armee, während der Revolution als Verbündete des Volks gefeiert, hat Demonstrantinnen zu “Jungfräulichkeitstests” gezwungen. Die Generäle sind sich keiner Schuld bewusst (Der Spiegel, 6.6.2011).

Videobotschaft einer Rebellengruppe aus der libyschen Stadt Jansour, erhalten von einem anonymen Überbringer in Zarzis, 1.6.2011

Spuren der Revolution in Sfax, Zentrale der Partei RCD ©Beat Stauffer

Eindrücke von der libysch-tunesischen Grenze

Seit dem Wochenende setzt die NATO im Kampf gegen Ghadhafis Truppen Kampfhelikopter ein und britische Kampfjets haben erneut Ziele in und um Tripolis angegriffen. Gleichzeitig verlassen nach wie vor Menschen das Land Richtung Tunesien (DRS 4 aktuell, 6.6.2011).

Aufstand im Kernland

Das libysche Regime kommt in Bedrängnis. In einem Vorort von Tripolis wollen junge Männer zu den Waffen greifen. Sie berichten über die enormen Versorgungsengpässe und über die Befindlichkeit der Menschen (NZZaS, 5.6.2011).

Rebellengruppe aus Jansour/Libyen

Le roi n’est pas Dieu

Was der König denke und wolle, müsse er seinen Untertanen – oder vielleicht eher: seinen Bürgern? – kommunizieren, fordert der Chefredaktor der marokkanischen Zeitung TelQuel in einem mutigen Editorial (28.5.2011).

Marokko und der arabische Frühling

Marokko erweist sich gegenüber den neuen sozialen Bewegungen als erstaunlich resistent. Zwar konnte die „Bewegung des 20. Februar“, welche sich für grundlegende Reformen in Marokko einsetzt, einen gewissen politischen Druck erzeugen. Doch eine landesweite Mobilisierung ist bis heute nicht gelungen.

Eine gekürzte Fassung dieses Artikels in der NZZ (26.5.2011) erschienen.

Tunesien vier Monate nach dem Sturz des Diktators

Vor rund vier Monaten ist der tunesische Diktator Ben Ali unter dem Druck der Strasse gestürzt worden. Die Lage im Land ist weiterhin angespannt und es kommt immer wieder zu Streiks und Protesten gegen die Übergangsregierung (Echo der Zeit, Radio DRS, 15.5.2011).

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Welche Auswirkung hat der Bürgerkrieg in Libyen auf die Kaida im Maghreb? Ist diese Organisation immer noch in der Lage, Anschläge durchzuführen? Welche Rolle spielt sie bei dem Attentat von Marrakesch? (DRS 4, 10.5.2011).

Dschihad auf eigene Faust

Ein Gespräch mit dem marokkanischen Politologen Mohamed Darif über das Attentat von Marrakesch, über das Profil des vermutlichen Täters und über die Rolle der “Kaida im islamischen Maghreb” (NZZ, 10.5.2011).

Die Hölle im libyschen Gefängnis

Das Massaker im Gefängnis Abu Salim stand am Anfang des Aufstands in Libyen. Der libysche Autor Hisham Matar erzählt. (Tages-Anzeiger, 27.4.2011).

Gaddafis Schergen setzen Vergewaltigungen als Waffe ein

Sie tun alles, um den Gegner zu demoralisieren: Soldaten des libyschen Machthabers Gaddafi sollen mit massiver sexueller Gewalt gezielt gegen Frauen vorgehen. Ein Arzt berichtet allein in der belagerten Stadt Bengasi von rund hundert Opfern (Der Spiegel, 17.4.2011).

Eine Reform nach König Mohammeds Gusto

In diesen Tagen hat die marokkanische Kommission, die König Mohammed VI. mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beauftragt hat, ihre Anhörungen abgeschlossen. Sie muss bis Anfang Juni ihre Reformvorschläge unterbreiten (NZZ, 16.4.2011).

Hier lesen Sie die ungekürzte Fassung.

Weiter Weg zum Wohlstand

In Nahost lassen sich Klientelismus, Arbeitslosigkeit und technologische Rückständigkeit nicht durch Proteste vertreiben. Vor allem fehlt es an Wissen (NZZ, 14.4.2011).

Der Traum vom europäischen Eldorado

Der tunesische Diktator Ben Ali ist vor fast drei Monaten vertrieben worden. Dennoch versuchen nun Tausende junger Tunesier via Lampedusa nach Europa zu gelangen. Wie ist dies zu erklären? Weshalb nehmen sie nicht die Gelegenheit wahr, sich am Aufbau ihres Landes zu beteiligen? Was könnte Europa in dieser Hinsicht tun? Ein Augenschein in der südtunesischen Stadt Zarzis (DRS 2, Kontext, 7.4.2011)

Der Traum vom besseren Leben

20 000 Emigranten sind in den letzten Wochen von Tunesien aus mit Booten losgefahren. Die meisten landeten in Lampedusa. Ein Augenschein in Zarzis, der Hochburg der klandestinen Emigration (NZZaS, 3.4.2011).

Ghadhafi auf der Couch

Die CIA hat Psychoanalytiker beauftragt damit, ein Persönlichkeitsprofil von Muammar al-Ghadhafi zu erstellen. Die USA erhoffen sich davon Aufschluss darüber, wie der Libyen-Krieg enden könnte (TA, 30.3.2011).

Flüchtling in Lampedusa ©Le Monde, 29.3.2011

Podiumsdiskussion über arabische Revolutionen

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten werden Regimes in der arabischen Welt vom Volk selbst gestürzt und Weichen gestellt, die neue Möglichkeiten einer politischen und gesellschaftlichen Umgestaltung eröffnen. Vier Wissenschaftlerinnen diskutieren Ursachen und Voraussetzungen, mögliche Chancen und Gefahren der gegen- wärtigen Entwicklung in Nordafrika und im Vorderen Orient (28. 3. 2011, 18:30 h, Universität Zürich)

«Jede Bombe stärkt Ghadhafi politisch»

Nordafrika-Kenner Luis Martinez kritisiert die internationale Militär-operation als ziellos. Ghadhafi räumt er grosse politische Überlebens-chancen ein. Er sei nicht so isoliert, wie es scheint (TA, 24.03.2011).

Tunesischer Alltag nach der Revolution

In der südtunesischen Stadt Zarzis nimmt ein «Revolutionsrat», der nach seinem eigenen Verständnis den Volkswillen repräsentiert, Einfluss auf das lokale politische Geschehen. Gewalttätige Abrechnungen sind bisher ausgeblieben (NZZ, 23.2.2011).

“Mittagsgespräch” zum Thema Libyen

Wie würde ein Libyen ohne Ghadhafi aussehe? Wer würde die Macht übernehmen? Was ist die politische Kultur eines Volkes, das jahrzehntelang indoktriniert wurde? (DRS 1, 21.3.2011).

Brennpunkt arabische Welt: Folgen für die Schweiz

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Die arabische Welt ist aus den Fugen geraten: In Tunesien, Ägypten, Jemen, Libyen und anderen Ländern erhebt sich das Volk und versucht, seine Potentaten, die seit Jahrzehnten an der Macht sind, zu vertreiben. Die westliche Welt unterstützt die Demokratiebewegungen.

Machthaber Ghadhafi von Uno-Resolution unbeeindruckt

Ghadhafis Truppen beschiessen die Stellungen der Regime-Gegner heftig. Zudem versuchen sie die Rebellengebiete mit eigenen Leuten von innen heraus wieder in den Griff zu bekommen (DRS 1, „Rendez-vous“, 18.3.2011).

Machtkampf in Libyen

Die letzten Tage von Bengasi (Der Spiegel, 17.3.2011).

Aus Libyen geflüchtete Migranten aus den Sahelstaaten im Auffanglager Choucha, 16.3.2011 ©Beat Stauffer

Ungeklärtes Schicksal der in Libyen verbliebenen Migranten

Rund 270 000 ausländische Arbeiter sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen über die Grenze nach Tunesien und Ägypten geflüchtet. Verlässliche Informationen über die Lage der in Libyen verbliebenen Migranten sind zurzeit nicht verfügbar (NZZ, 17.3.2011).

Ben Guerdane blickt bange nach Osten

Das tunesische Grenzstädtchen Ben Guerdane hat vom Handel und vor allem vom Schmuggel gelebt. Jetzt sind die Geschäfte mit den libyschen Nachbarn zum Stillstand gekommen (NZZ, 11.3.2011).

Tor zum Paradies Europa

In der südtunesischen Stadt Zarzis blüht das Geschäft mit der Ausreise junger Migranten nach Europa. Die Behörden können oder wollen die Aktivitäten der Schlepperbanden nicht stoppen (NZZ, 11.3.2011).

Sawija von Ghadhafi-Truppen abgeriegelt

Eine Raffinerie ausserhalb Sawijas im Westen Libyens habe wegen der heftigen Kämpfe ihre Produktion einstellen müssen. Und: Es scheint, als versuche Ghadhafi zu verhindern, dass immer mehr Gastarbeiter Libyen verlassen (DRS 1, Rendez-vous, 9.3.2011)

Jähes Ende des Traums vom besseren Leben

Augenschein im Zeltlager Choucha an der tunesisch-libyschen Grenze (NZZ, 9.3.2011)

Unsicherheit und Ratlosigkeit in Tunesien

In Tunis fordern Jugendliche die Sicherheitskräfte heraus – eine Aufnahme vom Tunesien befindet sich in einer schwierigen Übergangsphase. Die Ernennung eines 84-jährigen Bourguiba-Vertrauten zum Premierminister dürfte das Land in dieser Lage kaum weiterbringen (NZZ.2.3.2011).

Mohamed Tlili, Historiker, El Kef ©Beat Stauffer

“Der Vergleich mit Hitler-Deutschland ist hilfreich”

Sein Vater wurde von Gaddafis Schergen verschleppt, er selbst musste ins Ausland fliehen: Der libysche Schriftsteller Hisham Matar über die Revolution, sein Verhältnis zu dem Diktator – und über Deutschland (Spiegel, 28.2.2011).

Ehemalige Kathedrale von Tripolis, heute Moschee ©Beat Stauffer

Religionsfreiheit in Libyen

Die 42-jährige Herrschaft von Muammar al Ghadhafi hat auch das religiöse Leben in Libyen geprägt. Der Islam ist Staatsreligion, doch Imame und andere Religionsführer wurden überwacht und kontrolliert. Eine Einschätzung zu Religionen und Religionsfreiheit in Libyen (DRS 2, „Blickpunkt Religion“, 27.2.2011).

Prekäre Situation der Gastarbeiter in Libyen

Die Gastarbeiter Libyens verlassen das Land in Scharen – oder versuchen es zumindest. Viele Ägypter und andere Nordafrikaner sind auf dem Landweg geflohen. Asiaten, Europäer werden von ihren Regierungen evakuiert. Wieder andere – unter ihnen die oft illegal eingewanderten Schwarzafrikaner – sind quasi gefangen im Wüstenstaat (Echo der Zeit, 26.2.2011).

Die diebische Sippe des Landesvaters

Mitglieder des Ben-Ali-Clans waren in Tunesien die zentralen Figuren im Handel mit Raubkunst. Ihre Paläste schmückten sie mit römischen Marmorsäulen, Statuen und wertvollen arabischen Fayencen. Sie bedienten sich auch bei Museen und liessen Villen auf dem Perimeter des Unesco-Weltkulturerbes von Karthago errichten (NZZ, 26.2.2011).

“Mein Volk, singe und tanze!”

Ghadhafi und die Fabeln von La Fontaine: Ein bemerkenswerter Text aus “Le Monde”, 26.2.2011.

Sondersendung zur Gewalteskalation in Libyen

Heute haben sich die Ereignisse in Libyen überschlagen. Hunderttausende Libyer wollen das Regime Gaddaffi stürzen. Der Diktator wehrt sich mit aller Härte. «10vor10» geht der Frage nach, wer genau der Mann ist, der es mit einer Mischung von bizarrem Personenkult und brutaler Unterdrückung geschafft hat, Libyen vier Jahrzehntelang im Griff zu haben (SF TV, 10vor10, 21.2.2011).

«Söldner einzusetzen, war ein kapitaler Fehler von Ghadhafi»

Das Volk rebelliert, Soldaten desertieren, Libyens Diktator Ghadhafi kämpft um die Macht – und verlässt sich laut Augenzeugen auf Söldner aus dem Ausland (DRS 3, 24.2.2011).

“Gaddafi hat den Überblick verloren”

(Südwestfunk, 22.2.2011)

Unübersichtliche und sehr schwierige Situation in Libyen

Die Situation in Libyen ist unübersichtlich. Die Demonstrationen weiten sich aus, offenbar ist es inzwischen auch in der Hauptstadt Tripolis zu Ausschreitungen gekommen. Inzwischen hat ein Sohn von Machthaber Ghaddafi zur Bevölkerung gesprochen und vor einem Bürgerkrieg gewarnt (DRS 1, Heute Morgen, 21.2.2011).

Tunesiens zwielichtige Flüchtlinge

Unter den 5000 Migranten, die von Tunesien nach Lampedusa flohen, sollen ehemalige Häftlinge und Kollaborateure des früheren Regimes sein. Die neue Regierung in Tunis stoppt jetzt den Flüchtlingsstrom (NZZ am Sonntag, 20. Februar 2011).

Algerien: Proteste gegen Regierung nehmen zu

Im Schatten der Ereignisse in Ägypten spitzen sich im autoritär regierten Algerien die Proteste gegen die Regierung zu. Am 12. Februar soll es in der Hauptstadt Algier zu einer von Regimegegnern geplanten Massendemonstration gegen das Regime von Präsident Abdelaziz Bouteflika kommen. Was fordern die Organisatoren der Demonstration? (DRS 4, 11.2.2011).

Tunesiens Tyrann ist weg, aber sein Apparat noch da

Nach dem gelungenen Umsturz steht Tunesien vor einem schwierigen Übergangsprozess. Doch es gibt auch die ersten, durchaus positiven Signale (NZZaS, 6.2.2011).

Welche Demokratie in den Maghreb-Ländern?

Die Demokratiebewegungen in Tunesien, Ägypten, Jordanien und in anderen arabischen Ländern sind vielfältig und noch ohne Konturen. Welche Gruppe gewinnt die Oberhand – das Militär, islamistische Kreise, oder doch die Fraktion der säkularen Mittelschicht? (DRS 2, Kontext, 4.2.2011)

Ist die Revolution in Tunesien abgeschlossen?

Vorbild der Proteste in Ägypten und im Jemen war die «Jasmin-Revolution» in Tunesien. Dort haben die friedlichen Proteste dazu geführt, dass Diktator Ben Ali Mitte Januar nach Saudi Arabien fliehen musste (Echo der Zeit, DRS 1, 3.2.2011)

Eine Schweigeminute für die Opfer des Aufstands

Über zwei Wochen nach der Vertreibung Ben Alis herrscht im Hinterland von Tunis eine gedämpfte Stimmung (NZZ, 3.2.2011).

Wie viel Islam für Tunesien?

Die Rückkehr der verbotenen islamistischen Partei Ennahda sorgt für Spekulationen innerhalb und ausserhalb des Landes (NZZ, 26.1.2011).

Tunis, Algier & Kairo

Aufbruch im Maghreb, Katzenjammer am Nil? Drei prominente Autoren der arabischen Welt berichten (Welt, 3.2.2011).

Sturm über Carthago – Chronik eines Umsturzes

23 Jahre lang regierte General Ben Ali Tunesien mit eiserner Hand. Dann genügte die Selbstverbrennung eines jungen Mannes zur Auslösung eines Volksaufstandes, der sein Regime innert vier Wochen hinweg fegte. Seither herrscht chaotische Aufbruchsstimmung im Lande der Carthager. Niemand weiss, wohin die Reise geht. Aber wieder einmal träumt Nordafrika von einer echten Demokratie (International”, DRS 1, 29.1.2011).

Wie viel Islam für Tunesien?

Die Rückkehr der verbotenen islamistischen Partei Ennahda sorgt für Spekulationen innerhalb und ausserhalb des Landes (NZZ, 26.1.2011).

Das fragile Wunder von Tunis

Momentaufnahmen einer historischen Wende in der arabischen Welt (Basler Zeitung, 24.1.2011)

Held der tunesischen Revolution

Das Schicksal des 26-jährigen Mohammed Bouazizi, dessen Suizid den Umsturz im Land ausgelöst hat (NZZaS, 23.1.2011)

Unsicherheit in Tunesien

Eine Woche nach der überstürzten Flucht des langjährigen Herrschers Ben Ali bleibt die Lage angespannt. Ursula Hürzeler im Gespräch mit Maghreb-Mitarbeiter Beat Stauffer (Echo der Zeit, 22.1.2011).

Jasmine and Gun Smoke

(Qantara.de)

Jasminduft und Pulverdampf

In Tunesien hat der Druck der Strasse ein selbstherrliches, arrogantes und korruptes Regime zu Fall gebracht. Meine Reportage, geschrieben in der Woche vor dem Aufbruch der Revolution und angepasst am Flughafen Genf am 15.1.11 (NZZ, 17.1.2011; Qantara.de).

Trotz neuer Übergangsregierung: Die Lage in Tunesien ist unsicher

Machtvakuum in Tunesien

Seit dem Flucht des Langzeit-Präsidenten Ben Ali aus Tunesien herrscht in dem nordafrikanischen Land ein Machtvakuum. Die Armee versucht, die Sicherheit zu gewährleisten, während Mitglieder der alten Präsidentengarde offenbar versuchen, Unruhe und Unsicherheit zu schüren (DRS 1, Echo der Zeit, 16.1.2011)

Umsturz in Tunesien

Erste Einschätzungen zum überraschenden Umsturz in Tunesien (SF TV, 10 vor 10, 15.1.2011).

Krawalle im Maghreb – was steckt dahinter?

Mitte Dezember sind in Tunesien erstmals Jugendliche auf die Strassen gegangen; seither haben sich die Proteste ausgeweitet. Die Regierung spricht von 21 Toten seit Beginn der Proteste; die Gewerkschaften von 50 allein seit letztem Wochenende. Warum sind die Jugendlichen in Tunesien so unzufrieden – und wie sieht es eigentlich in Algerien und Marokko aus?

(Drs 4 info, 12.1.2011).

Clandenken, fehlende Bildung und ein unsicherer Status

(NZZ, 7.1.2011)

Clandenken, fehlende Bildung, unsicherer Status: Die schwierige Integration von somalischen Migranten

Die Integration von somalischen Migranten in der Schweiz stösst auf viele Schwierigkeiten. Doch es gibt auch hoffnungsvolle Projekte (NZZ, 8.1.2011).

Das Ende der Staatszensur in Tunesien?

Ein tunesischer Blogger vertritt die Ansicht, die jüngsten Vorfälle hätten zur Folge, dass die Menschen in Tunesien endlich wagten über die Situation im Land zu sprechen (Le Monde, 11.1.2011).

Indessen weiten sich die Unruhen im Land aus. Das unabhängige, staatskritische Internetportal Kalima geht von 50 Opfern aus, welche die heftigen Unruhen vor allem in kleineren Provinzstädten gefordert haben sollen. Internationale Medien wie El Pais oder Le Monde berichten mittlerweile ebenfalls von zwei oder drei Dutzend Toten (10.1.2011).

Kopten dürsten nach Gerechtigkeit

Christliche Kopten gab es in Ägypten schon vor den Muslimen. Verfolgt und diskriminiert, dauert ihr Exodus bereits Jahrhunderte an. Jetzt scheint die Bedrohung ein neues Stadium erreicht zu haben: Gibt es noch Zukunft für das Christentum in Nordafrika? (DRS 2, 9.1.2011)

Unruhen in Tunesien und Algerien

Die Proteste junger Menschen in Tunesien und Algerien weiten sich aus. Bereits ist es zu hunderten von Verletzten und zu vermutlich über 20 Todesfällen gekommen. Dies meldeten am 9.1.2011 sowohl Le Monde wie auch die englische Ausgabe von Al Jazeera.

Keine nützlichen Idioten der Politik

Die Evangelikalen in den Vereinigten Staaten fallen aus europäischer Perspektive meist durch fanatischen Glaubenseifer auf. Doch sie haben sich in den letzten Jahren verändert. – Was ist neu an den «neuen Evangelikalen»? (NZZ, 27.12.2010)

Aus dem Schatten ans Licht

Unter dem Motto „ Aus dem Schatten ans Licht“ veranstaltete der muslimische Jugendverband „Ummah“ zum ersten Mal einen Grossanlass, an dem gegen 1000 Menschen teilnahmen. Star des Abends war der umstrittene Islamwissenschafter Tarik Ramadan (18.12.2010).

Nordafrikas Palästinenser – Aufstand in der Westsahara

Vor 35 Jahren nutzte Marokko den Todeskampf des Diktators Franco zur Besetzung der letzten spanischen Kolonie Westsahara. Die dortige Beduinen-Bevölkerung wurde mehrheitlich vertrieben und fand in Flüchtlingslagern rund um die algerische Oase Tindouf Zuflucht. Dort fristet sie seither unter der Exil-Republik der Befreiungsfront Polisario ein elendes Dasein. Marokko besiedelte das besetzte Gebiet mit Zuwanderern aus dem eigenen Kernland. Die Sahrauis wurden zur Minderheit im eigenen Land und beginnen sich erst jetzt wieder gegen ihre Unterdrückung zu wehren. (DRS 2, 18.12.2010).

“Des hommes et des dieux”

Der Film “Des hommes et des dieux” erzählt die Geschichte von sieben französischen Trappistenmönchen, leisen Propheten, die ein beeindruckendes Zeugnis von Glauben, Hoffnung und Liebe ablegten. Pater Franz-Xaver Hiestand und Beat Stauffer diskutieren im AKI, Zürich, über die historischen, politischen und religiösen Hintergründe der damaligen Ereignisse, über die Auswirkungen des Massakers bis heute sowie über die Möglichkeiten der interreligiösen Verständigung zwischen Muslimen und Christen in Algerien (Zürich, 21.12.2010).

Fair Trade hält auch in der Reisebranche Einzug

Seit Anfang November bieten zwei Schweizer Reiseveranstalter erstmals Fair-Trade-Reisen an, welche auf ihre Sozial- und Umweltverträglichkeit überprüft und mit einem Gütesiegel versehen wurden (NZZ, 19.11.2010).

Marokkos Mühen mit der Westsahara

Der marokkanische Politikwissenschafter und Journalist Omar Brouksy diagnostiziert ein Scheitern der Politik Marokkos in der Westsahara. Dem Malaise der jungen Generation könne mit der bisherigen Politik nicht begegnet werden (NZZ, 19.11.2010).

Islam – eine Herausforderung für die Schule?

An der Kantonalkonferenz der aargauischen Lehrerinnen und Lehrer steht die Frage, wie die Schule mit Kindern muslimischer Religion umgehen soll, im Mittelpunkt. Auf dem Podium: Jasmin El-Sonbati, Lilo Roost-Vischer, Hamit Duran, Beat Stauffer (Aarau, 18.11.2010).

Tanger Trance

Im Rahmen des “Tanger Trance” – Festivals im Museum Rietberg (Zürich) findet am 28. November 2010 eine Podiumsdiskussion über den Film “En attendant Pasolini” statt. Unter der Leitung von Victor Kocher (NZZ) diskutieren Beat Stauffer (Journalist), Irene von Alberti (Filmemacherin), Karim Debbagh (Filmproduzent) und Bettina Dennerlein (Islamwissenschaftlerin).

Schleierhafte Künstlerin

Wer verbirgt sich hinter der Graffiti-Ikone, die Schleier auf Pariser Werbeplakate malt? Aktivistin oder Spaß-Guerilla? Eine eigentümliche Begegnung in Paris (www.freitag.de, November 2010).

©freitag.de

Debatte über Tourismus in Marokko

Auf Einladung des TV-Senders Deutsche Welle (DW) und des marokkanischen Senders al-Maghribiya nahm ich in Agadir an einer Debatte über die Auswirkungen des Tourismus in Marokko teil (ausgestrahlt am 26.10.10).

Das Ende des marokkanischen Wochenmagazins «Nichane»

Vor kurzem ist das arabischsprachige Wochenmagazin “Nichane” (zu deutsch: direkt, unverblümt) durch einen von oben orchestrierten Inserateboykott zur Einstellung gezwungen worden. Ein herber Schlag gegen die Medienfreiheit in Marokko (DRS 2, 20.10.10).

Religionen sind das Opium der Völker

Die Werte des Grundgesetzes – Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Stimmengleichheit, Religionsfreiheit – sind keine christlich-jüdischen, sondern Werte der Aufklärung und des Humanismus. Sie gehen zurück bis ins alte Athen, und sie wurden in der Französischen Revolution erkämpft – «oft genug gegen den Widerstand der Kirchen» (NZZ, 21.10.2010).

Imam made in Germany

Nun stehen sie fest, die drei Zentren, an denen ab 2011 deutsche Imame ausgebildet werden: Die Unis Osnabrück, Münster und Tübingen werden die ersten Ausbildungsstätten für muslimische Prediger sein (Der Spiegel, 14.10.2010).

Der Islam und die Deutschen

Wie viel Islam verträgt Deutschland? In der derzeitigen Debatte setzen manche Islamkritik mit Ausländerfeindlichkeit gleich. Doch nur ein offener, kritischer Realismus auf Seiten von Christen, Juden, Muslimen und der wachsenden Zahl von Agnostikern in Deutschland wird uns weiterbringen (FAZ, 16.10. 2010).

“Schweinefresser”

Was tun, wenn Migrantenkinder deutsche Mitschüler unterdrücken? Berliner Lehrer sind verzweifelt (Die Zeit, 8.10.2010).

Özil hui, Ali pfui – Welche Zuwanderer brauchen wir?

Eine solche Debatte über Migration (“hart, aber fair”) würde man sich auch in Schweizer Medien wünschen; ohne falsche Scheuklappen, ohne Denkverbote, aber mit Respekt gegenüber Miganten wie auch gegenüber den Anliegen der “Einheimischen” (ARD, 13.10.2010).

Von Tanger nach Marrakesch

Im Rahmen des Projekts “Kulturcafé” von Radio DRS 2 beantwortet Beat Stauffer live die Fragen der Moderatorin Christina Caprez. Zusätzlich werden drei kleinere Reisereportagen aus Marokko ausgestrahlt (DRS 2, 26.9.2010).

Deutschlands Ghetto – ein Augenschein in Neukölln

Im Berliner Bezirk Neukölln haben sich laut Thilo Sarrazin muslimische Einwanderer von der Stadt abgekoppelt. Kann man hier erleben, wie sich Deutschland selber abschafft? Ein Besuch in der Parallelgesellschaft (NZZaS, 19.9.2010).

Die Freiheit im Islam

Die deutsch-türkische Autorin Nekla Kelek über die Grenzen individueller Freiheit im Islam (NZZ, 4.9.2010).

Deutschsprachige Kinder sind in Zürich erstmals in der Minderheit

In Zürich gibt es seit kurzem mehr fremdsprachige als Deutsch sprechende Kinder. Deren Schulerfolg ist sehr mässig. Der Ausländerbeirat nimmt Stellung (TA, 8.9.2010).

Glaubensgebot oder gesellschaftlicher Zwang?

Bürgerinitiativen in Marokko und Algerien fordern die Aufhebung des Fastenzwangs. Der soziale Druck, den Ramadan zu befolgen, ist stark, doch könnten die Initiativen dazu beitragen, eine Debatte über die zeitgemässe Umsetzung religiöser Gebote und die Verwirklichung individueller Freiheitsrechte anzustossen (NZZ, 3.9.2010)

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Lärmige Inszenierungen

Über Thilo Sarrazins Buch wurde zwar ausgiebig gestritten, doch das eigentliche Thema versank im Lärm. Bedeutsam ist das Ereignis aber dennoch (NZZ, 7.9.2010).

Necla Kelek zu Sarrazin-Thesen

Die türkischstämmige Soziologin Necla Kelek ist der Meinung, dass sich Thilo Sarrazin zwar im Ton vergreife, in der Sache aber richtig liege. Die bürgerlichen Parteien dürften das Thema nicht den Rechten überlassen (ZDF, 3.9.2010).

Thilo Sarrazin und der Krieg der Korrekten

Deutschland empört sich über den vorlauten ehemaligen SPD-Politiker Sarrazin. Dabei sollte es froh sein, dass es noch solch kritische Stimmen gibt (NZZ, 1.09.2010).

Neues Leben im alten Schlachthof

Ein kühnes Kulturprojekt in Casablanca erregt Aufsehen – doch seine Zukunft ist ungewiss (NZZ, 21.8.2010).

Der “Alte Schlachthof” in Casablanca ©BST

Lasst die Kinder Kinder sein!

Saïda Keller-Messahli, Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, befürwortet ein Kopftuchverbot an Schulen. Im Kommentar erklärt sie ihre Haltung (Tages-Anzeiger, 16.8.2010)

Kaida-Ideologe preist Selbstmordattentäter aus Bayern

In seiner neuesten Botschaft ruft Aiman al-Sawahiri, der Chefideologe der Kaida, die Türken auf, sich dem militanten Dschihad anzuschlies- sen. Als Vorbild soll unter anderem ein Deutsch-Türke dienen, der in Afghanistan vier Menschen tötete (Spiegel online, 15.8.2010).

Wie Max Göldi reingelegt wurde

Die Westschweizer Zeitung “Le Temps” berichtet, das Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) trage eine Mitverantwortung an der Verhaftung des ABB-Mitarbeiters Max Göldi in Libyen (Le Temps, 14.8.2010)

Langmütig gegenüber Dschihadisten

Mehr als ein Jahr musste vergehen, bis die Sicherheitsbehörden in Hamburg darauf reagierten, dass eine Gruppe aus der Taiba-Moschee ins pakistanisch-afghanische Grenzgebiet aufgebrochen war, um das Terroristenhandwerk zu erlernen. Ein Kommentar des FAZ-Redaktors Stefan Dietrich (FAZ, 11.8.2010).

Eine Milliarde für Wiedergutmachung

Seit einiger Zeit hat auch Südkorea ein diplomatisches Problem mit Libyen, das gewisse Parallelen zum Zwist mit der Schweiz aufweist. Laut einer südkoreanischen Zeitung verlangt Libyen Leistungen im Gegenwert von einer Milliarde Dollar, um Südkorea den Zugang zum libyschen Markt wieder zu öffnen (NZZ, 10.8.2010).

Misslungene Geiselbefreiung in der Sahara

Der marokkanische Kaida-Experte Mohamed Darif über die Hinter-gründe der fehlgeschlagenen Geiselbefreiung in Mali (NZZ, 4.8.2010).

Mohamed Darif, Casablanca ©BS, Basel

Der Maghreb und das Burka-Verbot

Ein grosser Teil der muslimischen Bevölkerung in Frankreich hat Wurzeln in den Ländern des Maghreb – vor allem in Algerien, aber auch in Tunesien und Marokko. Wie wird die Debatte ums Burka-Verbot dort wahrgenommen? Ein Gespräch mit Beat Stauffer (DRS 1, Echo der Zeit, 13.7.2010).

Der vorislamische Haik verschwindet – der wahhabitische Nikab kommt

Im Maghreb sind die bis anhin unbekannten schwarzen Ganzkörper-schleier Gegenstand einer anhaltenden Kontroverse. Neue Aufmerksamkeit erhält das Thema durch die in Europa geführte Burka-Debatte (NZZ, 13.7.2010).

Dieser Artikel über die so genannte Burka-Debatte im Maghreb wurde von der deutschen Internetplattform Qantara übernommen (21.7.2010)

Attacke des Islamischen Zentralrats gegen Beat Stauffer

Ein in der NZZ publizierter, kritischer Bericht über den KIOS-Präsidenten Farhad Afshar hat den Islamischen Zentralrat IZRS zu einer wüsten Attacke auf Beat Stauffer veranlasst. Er soll ein “Schreibsöldner” und “Zeilenschinder” sein, bar jeder Kompetenz. Das Elaborat sagt wohl mehr aus über die mentale Verfassung der IZRS-Aktivisten als über den Journalisten BS (IZRS-Webseite, 30.06.2010).

Düstere Menschenrechtslage in Libyen

Laut Amnesty International hat sich die Lage der Menschenrechte in Libyen kaum verbessert. Die Organisation wirft dem westlichen Ausland vor, diese Seite Libyens bewusst zu ignorieren (NZZ, 23.6.2010).

Rien ne va plus

Der Schweizer Bundesrat ausser Rand und Band – Kommentar von René Zeller (NZZ, 21.6.2010).